Simmerath - Bei den Simmerather Schützen haben die Frauen die Nase vorne

Bei den Simmerather Schützen haben die Frauen die Nase vorne

Von: ef
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Die Majestäten der St. Johannes-Schützenbruderschaft: Brudermeister Bruno Wilden, Ex-König Udo Kogel, Schützenkönigin Christel Leisten, Schießmeister Jörg Weppner, Schützenkaiser Jürgen Zisowsky und „Volkskönigin“ Christine Lieft (v.li.). Foto: Erwin Finken

Simmerath. Die St. Johannes-Schützenbruderschaft Simmerath hatte ihre Mitglieder und die Bevölkerung zum Fronleichnamsfest eingeladen. Das Fest begann mit einer Messfeier in der Pfarrkirche für die Lebenden und Verstorbenen der Bruderschaft.

Anschließend begleiteten die Schützenschwestern und Schützenbrüder die Fronleichnams-Prozession, die zur St. Johannes-Kapelle auf dem kleinen Marktplatz, zur Seniorenresidenz am Rathaus, zum Altenheim Seliger Gerhard am Krankenhaus und zur Kirche zurück führte.

Es folgte der Frühschoppen im Pfarr- und Schützenheim mit Unterhaltung durch die Hansa-Blasmusik. Für das leibliche Wohl war bestens dabei gesorgt. Nachmittags startete dann auf der Wiese zwischen Kirche und Kindergarten das traditionelle offene Schießen um den „Volkskönig“. Jedermann konnte sich per Loskauf seine Chancen zum Vogelschießen erwerben. Ein prächtiger Holzvogel aus vorschriftsmäßigem Weichholz lockte zum Kräftemessen.

Aus der spärlichen Zuschauerkulisse wagten doch einige Losgewinner ihre Schießkünste zu präsentieren. So auch Christine Lieft aus Witzerath, die mit dem 60. Schuss den hartnäckigen Vogel von der Stange holte und zur „Volkskönigin 2015“ gekürt wurde. Hocherfreut durfte sie das ausgesetzte Preisgeld von 200 Euro aus der Hand von Brudermeister Bruno Wilden und herzliche Glückwünsche entgegennehmen.

Nach einem kurzen Umbau am Schießstand begrüßte Wilden die Ehrengäste, Ortsvorsteher, Stefan Haas, und den Vorsitzenden des Ortskartells, Erwin Finken. Besonderes Lob ernteten Andreas Mohren und Jörg Weppner, die als Schießmeister für den technischen Ablauf verantwortlich waren. Auch Vogelbauer Wolfgang Breuer wurde für seine präzisen handwerklichen Fähigkeiten hervorgehoben.

Um 16.15 Uhr eröffneten die Ehrenschüsse das Schießen aus der großkalibrigen Doppellauf-Donnerbüchse. Danach wurden die Schützen-Aktiven in alphabetischer Reihenfolge zum Einstieg in den Kampf um die Königswürde aufgerufen. Schließlich kristallisierte sich ein Sextett von ernsthaften Aspiranten heraus: Christel Leisten, Udo Kogel, Anne und Wolfgang Breuer, Hans Bengel und Jürgen Zisowsky zeigten sich am treffsichersten. Nach 45-minütigem hartem, aber sehr fairem Kampf setzte sich Christel Leisten aus Strauch als erfolgreichste Schützin durch und holte den Vogel mit dem 58. Schuss aus seinem gesicherten Kasten.

Alle Schützenschwestern und –Brüder gratulierten der Glücklichen zu ihrer errungenen Ehre. Im Pfarr- und Schützenheim wurde anschließend noch einige Stunden gebührend gefeiert. Nun regieren also zwei Königinnen den Ort der „Kraremänner“.

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