Behinderten-Werkstatt: Seit zehn Jahren eine wertvolle Einrichtung

Von: rpa
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Bei einem Rundgang durch die C
Bei einem Rundgang durch die Caritas-Behinderten-Werkstatt erläuterten Geschäftsführer Michael Doersch (2. von rechts) und Betriebsleiter Karl Wertz (4. von links) die Arbeit der Beschäftigten, die je nach ihrem Handicap eingesetzt werden. Zu den interessierten Besuchern gehörten auch Hans-Josef Hilsenbeck (Simmerath), Peter Schneider (Roetgen) und Peter Theißen (Monschau). Foto: R. Palm

Imgenbroich. Was bald auffällt: Die Menschen in der Behinderten-Werkstatt der Caritas in Imgenbroich sind heiter, fröhlich, lebensfroh. Und die Arbeit macht ihnen Freude. Anders gesagt sie haben Spaß an der Arbeit. Auch dies ist für den Besucher zu spüren: Die Menschen mit Behinderung fühlen sich in ihrer Werkstatt sicher, geborgen, angenommen und verstanden.

Zehn Jahre Caritas-Werkstatt für behinderte Menschen - Anlass genug, ein fröhliches Fest zu feiern. Zahlreiche Gäste, Eltern, Verwandte und Freude der Beschäftigten, waren gekommen, um der Caritas zu ihrer sauberen und leistungsfähigen Werkstatt in Imgenbroich zu gratulieren.

So machte Peter Theißen als stellvertretender Bürgermeister von Monschau deutlich, wie richtig es war, vor zehn Jahren die Werkstatt zu gründen und wie wichtig und wertvoll die Einrichtung heute ist. Menschen werden mit ihrer Behinderung mit ins Leben genommen, hier werde ihnen Arbeit und eine Aufgabe gegeben. Peter Theißen war, wie er sagte, „begeistert” von der „guten Zusammenarbeit” mit den Firmen in der Nachbarschaft, so mit der Firma Picard, die an diesem Tag durch Franz Müller vertreten war. Die Gemeinde Simmerath wurde durch Hans-Josef Hilsenbeck vertreten, die Gemeinde Roetgen durch Peter Schneider.

In der Werkstatt in Imgenbroich sind derzeit 124 Behinderte in unterschiedlichen Bereichen beschäftigt - so im Werbeversand, in der Metall- und Kunststoffverarbeitung, im Recycling. Wenn man Beschäftigte in der Werkstatt des Bereiches Automotive nach ihrer Arbeit fragt, dann hört man voller Stolz: „Ich helfe mit, Autos zu bauen.” Oder: „Ich helfe mit, die Umwelt zu schützen.” Insgesamt bietet das Caritas-Behindertenwerk in der Städteregion Aachen rund 1000 Menschen mit Behinderung, ihrem Leistungsvermögen entsprechend, an sechs Standorten und in über 40 Arbeitsbereichen einen adäquaten Arbeitsplatz.

Michael Doersch, Geschäftsführer des Caritas-Behindertenwerkes GmbH, hieß die Beschäftigten, Betreuer und Gäste zur Jubiläumsfeier willkommen. Er würdigte das große Engagement der „tatkräftigen Mitarbeiter und Kunden”, denen es zu verdanken, dass „wir es bis hierher geschafft” haben. Hier in der Werkstatt werde nicht nur gearbeitet, „um Geld zu verdienen oder irgendwelche Teile zu drehen und zu montieren, wir sehen hier das Ganze”. Und das sind die behinderten Menschen, die hier angeleitet und gefördert werden.

So werden „neue Mitarbeiter” zwei Jahre im Berufsbildungsbereich begleitet, um so zu erfahren, wo die besonderen Fähigkeiten liegen und in welchem Bereich der Werkstatt sie später arbeiten können, erläuterte Betriebsleiter Karl Wertz. Neben der Arbeit werden die Behinderten auch sozial betreut, so gibt es gemeinsame Spaziergänge und Sport (Fußball) Demnächst werden wieder Schwimmkurse angeboten, Besuche in einem Fitness-Studio gehören auch zum Angebot.

Bei einem Rundgang durch die einzelnen Werkstätten konnten die vielen Besucher einen guten Einblick in das Werkstattgeschehen und in die Arbeit der Behinderten gewinnen. Im Metall-Werkstatt werden derzeit Halterungen für Solarmodule gefertigt und Halterungen, die im Lkw-Bau verwendet werden. Die Arbeitszeit der Beschäftigten, die allesamt aus dem Bereich Nordeifel kommen ist von 8 bis 16 Uhr. Betreut und begleitet werden sie von 24 hauptamtlichen Betreuern. Nach dem Rundgang durch die Werkstätten wurden die Beschäftigten zum Sommerfest eingeladen .

Geschäftsführer Doersch äußerte zum zehnjährigen Bestehen drei Wünsche: „Dass wir alle auch weiterhin am Erfolg unseres Betriebes arbeiten, dass die regionalen und lokalen Akteure uns die Treue halten und dass unsere Kunden uns treu bleiben und uns in zehn Jahren eine weitere Jubiläumsfeier ermöglichen.”

Michael Doersch versprach: „Wir werden alles daran setzen, ein verlässlicher Partner zu bleiben.”
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