„Begegnungen“ im Kreuzgang des Auklosters

Von: mon
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Durch die Erklärungen des Kunsthistorikers Dr. Josef Gülpers zu den einzelnen Exponaten der 16 Künstlerinnen und Künstler des Kunstkreises Nordeifel wurden der Denkprozess und die Umsetzung verdeutlicht und die Ansicht im doppelten Sinne sichtbar gemacht. Foto: V. Monterey

Monschau. Zeitgleich zum Monschau Festival“ findet im Monschauer Aukloster eine Ausstellung des Kunstkreises Nordeifel statt, die dem Kunstinteressierten darstellende Kunst in vielen Facetten bietet. Zu sehen sind jeweils mehrere Exponate von 16 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern aus der Region, die das Thema „Begegnung“ aufgearbeitet haben.

Interessant ist die Auseinandersetzung der einzelnen Künstler mit dem Thema, ob positiv oder negativ, ob sinnbildlich, assoziativ oder direkt. Zwischen Betrachter und Werk findet ein Dialog statt, wenn dieser sich darauf einlässt.

Hilmar Weber, Vorsitzender des Kunstkreises Nordeifel, begrüßte die Gäste und die Teilnehmer der Jahresausstellung, bevor Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter ihren Dank und einleitende Worte sprach: „Hier im Aukloster begegnet sich Kultur“, sagte Ritter, bevor sie das Wort an den Kunsthistoriker Dr. Josef Gülpers weitergab. „Die Ergebnisse sind bemerkenswert überraschend“, sagte Gülpers. Eine Begegnung, ein Treffen könne geplant sein, zufällig oder folgenreich, sie könne die Begegnung mit Gott sein oder eine mit sich selbst. Es handele sich um eine große Skala von zwischenmenschlichen Beziehungen.

Er lud nach einem musikalischen Beitrag der bekannten Gruppe „Les Poissansnez“ aus Belgien ein, ihn durch die Ausstellung zu begleiten.

Die Beschreibungen und Interpretationen der einzelnen Werke (Malerei und Skulptur) verdeutlichten dem Besucher die vielfältigen Sichtweisen und deren Umsetzung durch die Künstler Joseph Ahmann, Birgit Bodden, Didier Gehlen, Klaus Gehlen, Margret Gillessen, Irmgard Großgloß, Otto Guba, Irene Johnen, Laurenz Kogel, Martin Otten, Gerd Pagnia, Anne Rader, Michael Rath, Jutta Rebel-Freymark, Ute Schneider-Thalheim und Wiltrud Skoda-Strunk.

Die meist mittel- und großformatigen Bilder (Aquarell, Öl oder Acryl auf Leinwand, Mischtechnik) oder Skulpturen erhielten durch die Ausführungen durch den Kunsthistoriker eine bedeutungsvolle Tiefe, so zum Beispiel die Begegnung anderer Kulturen, dargestellt von Birgit Bodden. Es handelt sich um Darstellungen von Menschen aus Mali, Niger und Mauretanien, bei denen „nicht deren Leid und Elend, sondern die Kraft und die Würde, die diese Menschen auszeichnet“ im Mittelpunkt steht.

Eindrucksvoll ist auch der erst kurz vor der Ausstellung fertig gewordene Bronzeguss (Wachsausschmelzverfahren) von Klaus Gehlen. Wie aus einem alten mächtigen Baum gewachsen, streben zwei Menschen empor, begegnen sich und lösen sich auf in einem Schwarm Schmetterlinge, wie sich auflösende Gedanken und Gefühle.

Auch die Skulpturen (Upcycling) im Innenhof von Didier Gehlen, drei Segelboote hergestellt aus Barriquefässern und Autoteilen, vermitteln den Inbegriff von Fernweh und der Begegnung anderer Kulturen. Hier sind die Boote an Land und verschwinden nicht irgendwann hinter dem Horizont. Der Betrachter muss sich entfernen und damit seine Sichtweise ändern.

Insgesamt war die Ausstellungseröffnung ein voller Erfolg, gut organisiert und mit einem begleitenden Katalog mit Beschreibungen der einzelnen Künstler, deren Werdegang und Exponaten von Dr. Josef Gülpers, den man käuflich erwerben kann.

„Die Räumlichkeiten sind super“, sagte Jutta Rebel-Freymark, „der Kreuzgang bietet viel Licht und jedes Bild kann für sich wahrgenommen werden.“ Die Ruhe des Kreuzganges strahle auf die Werke aus. So könne man sich in ihnen verlieren und so man möchte, auf jedes einzelne einlassen.

Das gefällt so auch Dr. Hajo Peters. Die Künstler hätten sich viel Mühe gegeben und man sehe, „dass eine gewaltige Entwicklung da ist“.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 21. August. Die Öffnungszeiten im Aukloster, Austraße 7, sind dienstags bis samstags von 13 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

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