Roetgen - Beeindruckende Jahresbilanz der Roetgener Wehr

Beeindruckende Jahresbilanz der Roetgener Wehr

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Stolz auf ihre Mannen sind Wehrführer Joachim Wynands (vorne links) sowie Vize Joachim Grefen und Bürgermeister Jorma Klauss (beide vorne rechts). Foto: Günther Sander

Roetgen. Eine beeindruckende Jahresbilanz, vorgetragen von Wehrführer Joachim Wynands und seinem Vize Joachim Grefen, legte die Freiwilligen Feuerwehr Roetgen bei ihrer Jahreshauptversammlung vor, die im Sitzungssaal des Rathauses stattfand. Bürgermeister Jorma Klauss bestätigte der Wehr, dass sie die Aufgaben mit Bravour gemeistert habe.

Wehrführer und Gemeindebrandinspektor Wynands unterstrich, dass für das Jahr 2016 die öffentliche Diskussion um Übergriffe gegen Hilfskräfte und die Geringschätzung der ehrenamtlichen Tätigkeit prägend gewesen seien. Zum Glück sei man in Roetgen „weit davon entfernt gewesen“, wobei man aber auch hier bei Einsätzen, die zu Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen führten, zunehmend auf Unverständnis und Anfeindungen treffe.

Wynands erwähnte den im vorigen Jahr aufgestellten Brandschutzbedarfsplan für die Gemeinde Roetgen, der aussage, wie viel Feuerwehr zur Bekämpfung der Risiken erforderlich sei. Erfreulich sei, so Wynands, dass Ausrüstung und Fuhrpark sich in einem guten Zustand befänden. Empfehlenswert sei die Neuanschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Löschgruppe Rott, der zwischenzeitlich bereits ausgeliefert wurde. In beiden Gerätehäusern komme man an baulichen Maßnahmen nicht vorbei, in Roetgen werde mittelfristig eine Erweiterung erforderlich.

Joachim Wynands bilanzierte weiter, dass man die rund 550 Hydranten im Gemeindegebiet gewartet, getestet und winterfest gemacht habe. Nach 85 Einsätzen in 2015 sei es in 2016 zu insgesamt 105 Alarmierungen gekommen. Statistisch gesehen seien das zwei Einsätze pro Woche. „Alle, aber auch wirklich alle Einsätze, wurden hochgradig professionell abgewickelt, es gab keinerlei Gründe zu Beanstandungen“, sagte der Wehrführer stolz.

Bei den Dienststunden habe sich die Zahl wesentlich erhöht: von 1880 in 2015 auf 2431 in 2016, also ein Mehr von 551 Stunden. Die Zahl der Gesamtstunden habe sich 2015 von 11.372 auf 12.570 (1198 mehr) erheblich erhöht.

In seinem Ausblick auf 2017 avisierte Wynands die Umrüstung der Fahrzeuge und Gerätehäuser auf Digitalfunk. Erfreulich sei auch, dass aus den Reihen der Gemeindeverwaltung und des Bauhofes neue Mitglieder für die Wehr begeistert worden sein.

Sein Stellvertreter Joachim Grefen berichtete, dass die Löschgruppe derzeit über 95 Aktive verfüge, 62 in Roetgen und 33 in Rott. 16 Jugendliche sind in der Jugendwehr rekrutiert, 19 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung tätig. Im Vergleich zu 2015 habe sich der Mitgliederbestand von 128 auf jetzt 130 entwickelt.

In den nächsten Wochen beginne man mit der Bildung eines Feuerwehrvereins (Förderverein). Damit wolle man in Roetgen neue Wege gehen, um weitere Ressourcen zu gewinnen. Abschließend teilte Grefen mit, dass er für eine neue Amtszeit nicht mehr kandidieren werde. 2018 werde er 60 Jahre alt, und er wolle es nach 43 Jahren aktivem Dienst „etwas ruhiger angehen lassen“.

Kreisbrandmeister Bernd Hollands lobte die Arbeit der Roetgener Feuerwehr: „Sie verfügen über eine gute, motivierte Truppe, machen sie so weiter“, schloss Hollands.

Ehrungen, Beförderungen und Ernennungen

Im Block „Beförderungen, Ehrungen und Ernennungen“ bei der Jahreshauptversammlung der Roetgener Wehr hatten Bürgermeister Jorma Klauss sowie Wehrführer Joachim Wynands und Vize Joachim Grefen viel zu tun. Urkunden und Auszeichnungen en masse wurden an verdiente Mitglieder verteilt.

Zu Feuerwehrmännern/Feuerwehrfrauen wurden befördert: Tobias Meder, Alexander Koch, Joelina Kuchem, Antonia Homfeld, Joachim Ryll, Tim Lorenz, Amar Attia, Hannes Benner.
Oberfeuerwehrmänner sind nunmehr Kevin Breuer und Robin Zimmermann.

Zum Unterbrandmeister ernannt wurden Christian Kühnel und Christian Rombach.
Als erste Frau der Gemeinde Roetgen ist fürderhin Martina Arnolds als Brandmeisterin befördert worden. Sonstige Beförderungen gab es für Frank Peters, Frank Janser und Stefan Heck.

Jürgen Linzenich wurde für langjährige Mitgliedschaft in die Ehrenabteilung übernommen und ausgezeichnet. Kreisbrandmeister Bernd Hollands ehrte Rolf Linzenich für 40 Jahre Zugehörigkeit.
Ehrengemeindeinspektoren sind ab sofort Jürgen Linzenich und Rainer Graff.
Auf 50 Wehrjahre bringen es Günther Radermacher und Gernot Schatz.

Ernennungen: Mannschaftssprecher ist Stefan Lenzen; Zugführer Stephan Schatz; stellvertretende Zugführer sind Stefan Heck und Andreas Schatz, sie alle sind Vertrauenspersonen für die nächsten sechs Jahre.

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