Bauzaun am Spielplatz verschwindet sofort

Von: P. St.
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Noch ist der Spielplatz an der Fuggerstraße in Simmerath geschlossen. Dieser Zustand soll sich aber schon in den nächsten Tagen ändern. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Geschlossen! Seit zwei Jahren stehen Kinder und Eltern am Spielplatz Fuggerstraße im Zentrum Simmeraths vor einem Bauzaun, während die Spielgeräte unbenutzt bleiben - ein trauriger Anblick und ein großes Ärgernis dazu.

Dieser Zustand soll sich bereits in den nächsten Tagen ändern. Der Spielplatz, stets ein beliebter Treffpunkt, soll mit sofortiger Wirkung wieder geöffnet werden. Dies beantragte der Simmerather Ortsvorsteher Stefan Haas jetzt in der Sitzung des Tiefbauausschusses.

Mit diesem Antrag rannte er bei den anderen Fraktionen offene Türen ein, so dass der Bauhof nun umgehend den Zustand der Geräte und der Anlage in Augenschein nehmen wird, um dann den Platz wieder zu öffnen.

Aktivitäten für Jung und Alt

Der Spielplatz Fuggerstraße soll Vorbild-Charakter für die Gemeinde Simmerath bekommen: Hier soll der erste Generationen-Spielplatz entstehen. Generationen-Spielplätze liegen voll im Trend. Jung und Alt können sich einfinden - und für ältere Menschen sollen hier keineswegs nur Ruhebänke, sondern auch Angebote zur leichten sportlichen Betätigung geschaffen werden. Der Platz an der Fuggerstraße soll aber nur den Beginn einer neuen Konzeption für alle Spielplätze im Gemeindegebiet darstellen, denn auch in anderen Orten, wie Eicherscheid, Kesternich, Lammersdorf und Strauch sollen mit der Zeit Generationen-Spielplätze entstehen.

Der Tiefbauausschuss diskutierte in seiner Sitzung intensiv über das zukünftige Spielplatzkonzept in Simmerath. Insgesamt gibt es 21 Spielplätze im Gemeindegebiet; dazu hatte die Verwaltung eine 100-seitige Dokumentation über den Zustand der Spielplätze vorgelegt. Als Grundlage für ein neues Konzept sei die Zustandsbeschreibung aber nur bedingt hilfreich, meinte Jens Wunderlich (CDU). Wichtig sei vielmehr, welche Maßnahmen erforderlich seien, wo der größte Bedarf herrsche und wie das Konzept finanziert werde. Auch müsse geklärt werden, wie das Engagement von Privatinitiativen oder Vereinen bei der Pflege der Spielplätze zu bewerten sei.

Die Idee, dass die Ortsvorsteher in die neue Konzeption einbezogen werden sollen, rief bei Marc Topp (SPD), dem Rollesbroicher Ortsvorsteher, nicht gerade restlose Begeisterung hervor, da es bei der Ausstattung von Generationen-Spielplätzen entsprechender Kompetenzen bedürfe.

Diese Auffassung unterstützte auch Günter Mießen (Grüne). Auch eine Einbindung der Zielgruppe, von Senioren bis zu Kindern im Grundschulalter, sei im Vorfeld erforderlich. Klar war dem Ausschuss auch, dass ein neues Spielplatzkonzept auch mit höheren Kosten verbunden ist. Derzeit kalkuliert die Gemeinde jährlich 25.000 Euro für die Unterhaltung der 21 Plätze ein. Dabei ist der Arbeitsaufwand höchst unterschiedlich. Wo Privatinitiativen bei der Pflege und Wartung helfen, fallen nur wenige Stunden für den Bauhof, andernorts sind es ungleich mehr.

Die Verwaltung will sich nun bemühen, bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses das Konzept für die Spielplätze zu verfeinern und auch abzuklären, ob es Fördermittel für Generationen-Spielplätze gibt. Umgehend in Angriff genommen werden soll - wie gesagt - die Umgestaltung des Spielplatzes Fuggerstraße. Dieser Platz war seinerzeit wegen anhaltendem Vandalismus geschlossen worden. „Davor dürfen wir nicht kapitulieren”, warnte Marc Topp. „Es wäre ein fatales Signal, wenn der Platz weiter geschlossen bliebe.”
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