Baustelle auf der B 266: Lackschäden durch Haftkleber

Von: Isabelle Hennes
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Bei der Sanierung der Fahrbahn
Bei der Sanierung der Fahrbahndecke ist in Einruhr Haftkleber zum Einsatz gekommen, der durch einsetzenden Regen in die Fahrspuren gelaufen ist und Lackschäden an Autos verursacht hat. Foto: Isabelle Hennes

Einruhr. Die Sanierung der Fahrbahndecke am Obersee steht unter keinem guten Stern. Die geplante dreiwöchige Sperrung der Bundesstraße 266 bei Einruhr hatte bereits im Mai zu erhitzten Gemütern bei einer Bürgerversammlung geführt.

Die Sperrung wurde - aufgrund des großen Protestes - auf ein Wochenende beschränkt. Nun ist es, wie Rolf Klöcker, Firma Oevermann, sagt, zu einem unglücklichen Vorfall gekommen, obwohl die Baustelle seiner Aussage zufolge ordnungsgemäß abgesperrt gewesen sein soll.

Am vergangenen Montagmorgen haben Mitarbeiter der Firma Oevermann, die mit der Straßensanierung beauftragt worden ist, Haftkleber auf die Fahrbahn aufgetragen. Durch einsetzenden Regen ist dieser Haftkleber in die Fahrspur gelaufen und hat unter anderem den Privat- und Firmenwagen von Frank Peters beschädigt.

Neben ihm sind noch andere Einruhrer betroffen und außerdem wohl all diejenigen, die am Montagmorgen vor 8.15 Uhr auf der Bundesstraße an der Baustelle unterwegs waren. Denn erst um 8.15 Uhr ist der Bauabschnitt drei zwischen Hof Rösberg und Dedenborn gesperrt worden.

„Ich habe das zunächst gar nicht gemerkt”, sagt Peters. Seine Frau habe ihn gegen Mittag angerufen und ihn auf den Schaden aufmerksam gemacht. Sie sei zunächst davon ausgegangen, dass es sich um Schmutz handelt. Als sich die Flecken aber mit Wasser nicht beseitigen ließen, rief sie ihren Mann an.

Peters kontaktierte sowohl die Firma Oevermann, als auch den Projektleiter Arnd Meyer vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen. „Herr Meyer sagte, dass die Firma die Schadensregelung durchführen wird”, sagt Peters. Eine Dame bei der Zentrale der Firma Oevermann habe ihm anschließend telefonisch zugesagt, dass die Summe des Schadens nach Einreichung des Kostenvoranschlages beglichen werde.

Wann das sein wird, weiß Peters nicht. „Ich harre der Dinge, die da kommen”, sagt er gelassen. Ihn scheint so schnell nichts aus der Ruhe bringen zu können. Nach ersten Schätzungen einer KfZ-Werkstatt beläuft sich der Schaden auf rund 600 Euro.

Projektleiter Meyer wollte sich nicht zu dem Vorfall äußern. Aber: Die Deckensanierung zwischen Kesternich und der Abzweigung Erkensruhr findet, nach bisheriger Sachlage, nun doch nicht wie vorgesehen am kommenden Wochenende, 16. Und 17. Juni statt.

Auf einen der bei der Bürgerversammlung genannten Ausweichterminen - 23./24. Juni oder 30. Juni/1. Juli - wollte sich Meyer aber nicht festlegen. Das sei vom Wetter abhängig und werde jeweils am Donnerstag vor dem entsprechenden Wochenende bekannt gegeben.

„Wir erwarten, dass schnellstmöglich kommuniziert wird, wann die Sperrung durchgeführt wird”, betont Christoph Poschen, Ortsvorsteher in Einruhr. Er hatte sich bereits bei der Bürgerversammlung im Mai kritisch über die defensive Informationspolitik des Landesbetriebs geäußert.

Zu den entstandenen Schäden durch den Haftkleber sagt Poschen: „Peters und einige andere sind ganz legal vor der Sperrung der Bundesstraße 266 losgefahren.” Bis zum 6. Juli sollen die Bauarbeiten auf der B266 noch dauern. Ob Peters bis dahin den entstandenen Schaden an seinen beiden Wagen ersetzt bekommt, bleibt abzuwarten.
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