Baustelle am „idealen“ Veranstaltungsplatz

Von: mon
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Mit Songs und Schlagern aus den 70er und 80er Jahren eröffnete die Musikvereinigung Montjoie die Musikwoche Monschau. Foto: V. Monterey

Monschau. „Umsonst und Draußen“ bietet die 34. Musikwoche der Musikvereinigung Montjoie abermals ein buntes Programm für Jedermann. Den Auftakt machte am Donnerstagabend das Orchester der Musikvereinigung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Frauengemeinschaft. Zu Gast war der Pianist und Unterhaltungsmusiker John Ostheide aus Aachen.

Diese beliebte Musikveranstaltung mit der wohl längsten Tradition in Monschau ist nicht wegzudenken, ist aber auch dem Wandel der Zeit unterlegen und muss sich immer wieder den Veränderungen und Gegebenheiten anpassen. Mit dem Veranstaltungsort auf der Rurbrücke habe die Veranstaltung einen „idealen Platz“ gefunden, so Hilmar Weber, 1. Vorsitzender des Vereins. „Wenn man Traditionen bewahren will, muss man Veränderungen erkennen und darauf reagieren“, sagte Weber. Und obwohl man „die Pläne des Aufbaus“ nicht habe durchsetzen können, eingeschränkt durch eine Baustelle auf eben jener Brücke neben der evangelischen Kirche, tat das dem Engagement der Musikvereinigung, auch durch Regen und Windböen behindert, keinen Abbruch.

Unter dem Titel „Hitparade“ mit dem allbekannten, quirligen Dieter Thomas Heck (Bettina Fricke) bot der Abend ein musikalisches Potpourri aus den 70ern und 80ern, angefangen mit „Olympic Spirit“ und mit dem gleichen olympischen Elan weiter über Melodien von Ralph Siegel und „Mary Lou“ bis hin zu „Tequila“ und „What‘s up“.

Die Auftritte der neunköpfigen Schauspielgruppe der Katholischen Frauengemeinschaft sorgten mit Showeinlagen und entsprechenden Kostümen für ausgelassene Stimmung.

Wenn sich auch nur wenige Gäste und Touristen bei dem nasskalten Wetter heraus trauten, diejenigen, die da waren schunkelten fleißig mit. „Es swingt“, meinte Hilda von Pelt“, Touristin aus Amsterdam, „eine wunderschöne Veranstaltung“. Schön sei auch „die Beleuchtung der Umgebung, des Hallers, eines der Wahrzeichen der Stadt.

Hatte man aufgrund der hinderlichen Baustelle auf den Aufbau von Zelten und Bänken verzichten müssen, so aber nicht auf Getränke- und Imbisswagen. Und auch auf das Engagement der vielen Helfer ortsansässiger Vereine war wie immer Verlass. Manfred Brandenburg 2. Vorsitzender des Vereins und seit 60 Jahren Mitglied im Verein sah die Situation gelassen: „Statt ins Horn (Trompete) zu blasen, mache ich heute die Kasse.“ Ebenso Dirigent Jeff Krings, der aus langjähriger Erfahrung weiß, wie schwer es ist, unter solchen klimatischen Bedingungen Blasinstrumente zu spielen. „Nach zehn Proben für ein zweistündiges Programm und unter diesen schwierigen Umständen bin ich schon stolz auf die Musiker, aber auch auf die Leute, die dennoch den Weg nach draußen finden und im Regen stehen – und auf die tolle Zusammenarbeit.“

Mit besonders großer Begeisterung gab der Pianist Ostheide vier Schlagereinlagen von Udo Jürgens zum Besten, Hits, wie „Es lebe das Laster“ und „Aber bitte mit Sahne“ gehörten dazu. Udo Jürgen sei sein „großes Idol“, so der 19-jährige Entertainer. Er habe ihn von Kind an gehört, animiert von seinem Großvater. Zu seinem Repertoire gehörten aber auch Westernhagen und Michael Jackson.

Unter erschwerten Bedingungen spielte und tanzte die Schauspieltruppe auf der glitschig-nassen Bühne. In der Besetzung mit Helga Janke-Offermann, Bettina Fricke, Ruth Breuer, Kristina Costa, Anne Pröpper, Jaenette Kaulen, Michaela Kaulen, Heike Böhmer und Bettina Gonnermannspiele spiele man schon mindestens „die letzten drei Jahre“, sagte Ruth Breuer.

Am Freitag ging es dann mit der Show- und Swingband „Melano“ weiter. Am Samstag folgt ein „Partyabend unter dem Motto „Alles, was Spaß macht“ mit der bekannten Gruppe „Vennomenal“. Dann spielt hoffentlich das Wetter mit und lässt die Gäste das Tanzbein schwingen.

Am Sonntag tritt um 12 Uhr die belgische Band „Poissansnez“, (der Name ist Programm) auf und wird die Musikliebhaber des bretonischen Folks anlocken. Den Abschluss bildet dann originaler New Orleans Jazz mit der Band Abbey Old Jazzmen.

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