Bauminister legt selbst Hand an

Von: P. St.
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Simmerath. Unter nicht ganz exakter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften am Bau gab am Donnerstag NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper ganz offiziell den Startschuss für die energetische und bauliche Sanierung der Hauptschule Simmerath nebst Neubau einer Mensa und Sanierung der Turnhalle.

Den Vertretern der Gemeinde Simmerath dürfte das kleine Versäumnis ziemlich egal gewesen sein, denn mit der Sanierung des 40 Jahre alten Gebäudekomplexes nimmt man das seit langer Zeit umfangreichste Bauprojekt jetzt konkret in Angriff.

Ein Zurück gibt es nicht mehr, denn der Minister und seine eifrigen Mitstreiter, Städteregionsrat Helmut Etschenberg und CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wirtz, begnügten sich nicht mit dem sonst üblichen ersten Spatenstich sondern legten selbst kräftig Hand an, indem sie zu den Brecheisen griffen und die mit hässlichen Eternit-Platten verkleidete Rückseite des Sanitärtraktes so intensiv bearbeiteten, dass nun aktueller Handlungsbedarf besteht, das einmal begonnene Werk auch zügig fortzusetzen.

Nachdem die Gemeinde Simmerath vor einem halben Jahr den Bewilligungsbescheid zur Sanierung der Hauptschule erhielt, soll nun in Kürze mit der Umsetzung begonnen werden. Obwohl der Bewilligungszeitraum bis 2010 reicht, hat die nach EU-Ausschreibung erfolgreiche Kölner Architektengruppe Allnoch und Hütt das ehrgeizige Ziel vor Augen, die in drei Bauabschnitte unterteilte Maßnahmen bereits bis Ende 2012 über die Bühne zu bringen.

6,7 Millionen Euro beträgt die Investitionssumme; das Land steuert 4,5 Millionen Euro bei. Zunächst wird die Sanierung der Turnhalle und der Neubau der Mensa im rückwärtigen Bereich der Sanitäranlagen in Angriff genommen. Die Sanierung der Schulgebäude folgt in 2011 und 2012 bei laufendem Schulbetrieb,

Die fünf Baukörper in fünf unterschiedlichen Farben werden das bisherige betongrau ablösen. Viel massiver aber ist der Eingriff in den Energiehaushalt, denn durch aufwändige Wärmedämmung ist die Annäherung an ein Null-Energie-Gebäude angestrebt.

Minister Lienenkämper sah in der geplanten Sanierung einen „gelebten Beitrag” zum Klimaschutz, und auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg nahm erfreut die Positionierung der Gemeinde Simmerath zum Thema Klimaschutz zur Kenntnis.

Während die bauliche Seite zur Aufwertung der Hauptschule nun gesichert ist, befindet sich die künftige inhaltliche Konzeption der Einrichtung noch in der Entwicklungsphase. Auch diese Frage, die derzeit noch nicht für alle Seiten befriedigend beantwortet werden kann, wurde beim Ministerbesuch angesprochen.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns betonte, dass die Gemeinde Simmerath sich auch weiterhin der Verantwortung stelle, ein Schulangebot der Sekundarstufe I bereitzuhalten. Außerdem würden derzeit intensive Abstimmungsgespräche mit den Nachbarkommunen Monschau und Roetgen geführt, was das künftige Schulangebot in der Nordeifel betreffe. Bis zu den Sommerferien solle eine gemeinsame Konzeption vorgelegt werden, „das die Schule weiterhin attraktiv macht.”

Standort Simmerath gesichert

Auch Lutz Lienenkämper versicherte auf Nachfrage, dass der Schulstandort Simmerath gesichert sei, und es Absicht der Landesregierung sei, das gegliederte Schulsystem zu erhalten. Das Konzept für die Hauptschule sei zudem nicht abhängig von politischen Mehrheiten, sagte er mit Blick auf die bevorstehende Lantagswahl.

Diese Auffassung unterstrich auch MdL Axel Wirtz: „Egal, welche Konzeption für Simmerath zum Tragen kommt. Es geht in erster Linie darum, Schulstandorte zu erhalten.”

Die Hauptschule Simmerath verfügt derzeit über etwa 200 Schüler. Für das neue Schuljahr erfolgten bisher 20 Anmeldungen.

Im Anschluss an den Termin in der Hauptschule hatte Minister Lienenkämper dann noch die Gelegenheit, auch andere Seiten der Gemeinde Simmerath beim Besuch des Rurseezentrums und des Nationalparktores Rurberg kennenzulernen.
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