Imgenbroich - Baumfällungen: Erst ein Sachverständiger, dann die Kettensäge

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Baumfällungen: Erst ein Sachverständiger, dann die Kettensäge

Von: P. St.
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Wann ist ein Baum nicht mehr standfest? Darüber gab es zuletzt in Monschau häufiger Diskussionen. Beim Anblick der kürzlich gefällten Linden auf der Haag dürfte sich die Frage von selbst beantworten. Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich. Die Herbstzeit ist nicht nur die Jahreszeit der fallenden Blätter, sondern auch die Zeit der fallenden Bäume. Vielfach beobachtet man derzeit in der Eifel Aktivitäten, wo die private und öffentliche Hand hingeht, um Gefahrenstellen zu beseitigen, um möglichen Winterstürmen vorzubeugen.

Manchmal konzentrieren sich die Aktivitäten dabei auf einen bestimmten Bereich. So hat man sich bei der Stadt Monschau schon mehrfach mit Anträgen auf Fällung von Rotbuchen im Imgenbroicher Wohngebiet Steinrötsch befassen müssen - teilweise verbunden mit großem Ärger für alle Beteiligten.

Nun lag dem Planungsausschusses in seiner vergangenen Sitzung erneut ein Antrag vor auf Fällung von zwei Rotbuchen im Steinrötsch vor. Verbunden mit dem diesem Antrag war eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans.

Der Grundstückseigentümer hatte die beiden Bäume durch einen Forstwirt untersuchen lassen. Dieser hatte dem Eigentümer bescheinigt, „dass die Buchen nicht in Ordnung sind.” Eine Buche weise ein Loch mit Fäulnisbildung auf, die andere zeige an einer Gabelung in vier Metern Höhe mehrere große Risse. Daher sollte man die Bäume „aus Sicherheitsgründen” fällen.

Sachverstand hinzuziehen

Diese knappe Begutachtung erschien der Stadt nicht ausreichend, vielmehr müsse das Urteil eines Sachverständigen hingezogen werden, der durch den Grundstückseigentümer beauftragt werden solle. Dieser Auffassung schloss sich auch der Ausschuss an, allerdings war allen klar, dass damit die Diskussion noch lange nicht vom Tisch ist.

„Wir sollten bei der Begutachtung schon Wert auf Sachverstand legen”, meinte Bürgermeisterin Margareta Ritter, die es prinzipiell ablehnte, dass städtische Mitarbeiter diese Aufgabe übernehmen würden. Selbst wenn diese fachlich dazu befähigt seien, wolle sie die Kollegen nicht in schwierige Situation bringen, denn: „Uns glaubt man nicht.”

Ausschussmitglied Bernd Kreutz sah es als notwendig an, eine generelle Begutachtung des älteren Baumbestandes in der Stadt vorzunehmen, „sonst droht ein halber Kahlschlag.”

Die Stadt sehe keinen Handlungsbedarf, betonte die Bürgermeisterin, erst recht nicht, wenn es sich um Privatgrundstücke handele. Außerdem sehe sie die Gefahr, dass weitere Eigentümer motiviert würden, ihren Baumbestand zu reduzieren.
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