Bauernmuseum: Den Alltag eines Bauern hautnah miterleben

Von: M. S.
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Ein voller Erfolg trotz der Hitze: Georg Schruff (l.), seine Freunde vom Vorstand und ein tüchtiges Helferteam gaben dem Lammersdorfer Museumsfest ein gutes Format. Foto: Manfred Schmitz

Lammersdorf. „Wir freuen uns ständig auf neue Gesichter in den Reihen unserer 650 Mitglieder. Für eine auch künftig florierende Existenz unserer Einrichtung sind vor allem versierte und kreative Handwerker gefragt, die es verstehen, alte Arbeitstechniken und manuelle Fertigkeiten zu erhalten und an kommende Generationen weiter zu geben.

So bewahren wir Berufsbilder, Bräuche und Lebensbedingungen unserer Eifeler Vorfahren vor kollektivem Vergessen.“ Georg Schruff, Vorsitzender des 1984 gegründeten Vereins für Heimatgeschichte und Dorfkultur, der das überregional weit bekannte Lammersdorfer Bauernmuseum betreibt und seine Vorstandsmannschaft „haben schon jetzt gute Ideen für 2016“.

Besucherzahlen stimmen

Dann nämlich heißt es wieder: „Herzlich willkommen und hereinspaziert zum Museumsfest!“ Und das hat eh und je sein treues Publikum, das Wind und Wetter trotzt. „2013“, weiß Vorstandsmitglied Gerd Skropke, „goss es pausenlos in Strömen, und trotzdem waren wir mit den Besucherzahlen zufrieden.“ Die bewegen sich bei ideal moderaten Temperaturen und trockenem Wetter nicht selten in rekordverdächtigen Dimensionen. Bis zu 3.000 Feiernde aller Altersstufen beleben dann den historischen Ort im Grünen.

Diesmal jedoch war wegen der Hitze kein Rekordbesuch zu erwarten. Diejenigen Besucher, die der Sonne trotzten und sich unter ein schützendes Zeltdach auf dem Außengelände oder ins Innere der Fachwerk-Kulturstätte flüchteten, bereuten ihr Kommen keineswegs.

Ihnen bot sich ein von 80 freiwilligen Helfern liebevoll arrangiertes Programm mit garantiertem Spaßfaktor und hohem Unterhaltungswert - Eifeler Köstlichkeiten und erquickende Erfrischungen inklusive, so etwa original Laimischer Knipplatz, betörend duftende Waffeln, Pizza-Varianten und selbst gebackenes, knuspriges Brot aus dem „Dörpsches Backes“. Dazu gab es eine imposante Demonstration manueller und maschineller Einsatzgebiete von Werkzeugen wie Drechseln, Weben und Spinnen, Schmieden, Sensen dengeln und Pferde beschlagen.

Das Glück der kleinen Besucher lag auf dem Ponyrücken oder in der Vorstellung des Puppentheaters, beim Dosenwerfen, Karussell fahren oder Spielen mit Kuscheltieren. Ein Hauch von Basar und familiärer Sommerkirmes belebte die sonntagsstille Bahnhofstraße.

Das Bauernmuseum Lammersdorf ist eine museale Institution, in der zahlreiche Exponate aus dem alltäglichen Leben einer Eifeler Bauernfamilie anschaulich zusammengetragen und öffentlich präsentiert werden. Das museale Zentrum an Simmerths Industriestandort fördert den „Dialog der Generationen, Alt und Jung sind bei uns im freundschaftlichen Miteinander verbunden“, so Vorstandsmitglied Peter Hosse. Dieser Anspruch kommt in zahlreichen geschichtlichen Arbeitskreisen, Dialogen gesellschaftlicher Gruppen aller Couleur und in ungezwungener Runde feiernder Menschen zum Ausdruck.

Das Bauernmuseum ist touristisch, fachlich wie kommunikativ ein attraktives Ausflugsziel - und das zu jeder Jahreszeit! Orientierungsfahrten mit Einkehr am Zielort, gemütliche Grillabende, Firmenjubiläen und Tagungen, Etappenziele für sportive Bikerteams und Ausflügler, sie alle finden im Bauernmuseum ihren Wohlfühl-Treffpunkt.

Großes Lob für Organisatoren

Franz-Josef Hammelstein, Ratsherr der Gemeinde Simmerath, macht dem Vorstand des Bauernmuseums ein dickes Kompliment: „Es hat eine quirlige Führungscrew, die ständig etwas Positives bewegt! Der Betrieb der musealen Bildungsstätte ist bestens organisiert und in verantwortungsbewussten Händen.“

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