Bauausschuss lehnt Mutter-Kind-Heim am Rommelweg vorerst ab

Von: heg
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Neben dem Waldorf-Kindergarten im Rommelweg soll ein Mutter-Kind-Heim mit acht Appartements entstehen. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Bei Stimmengleichheit hat der Roetgener Bauausschuss in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause den Bauantrag zur Errichtung eines Mutter-Kind-Heimes am Rommelweg in Roetgen abgelehnt.

Geplant war dort der Bau eines Hauses mit acht Appartements und Gemeinschaftsräumen, in denen junge Mütter mit ihren Kindern pädagogische Betreuung und Begleitung finden, bis sie fit für ein eigenständiges Leben sind.

In ihrer Beschlussvorlage hatte die Verwaltung die Zustimmung zu dem Projekt empfohlen, auch wenn das Volumen des Baukörpers als „grenzwertig” beschrieben wurde. Doch die Nutzungsart sei förderungswürdig, hieß es.

Wegen der sozialen Komponente schloss sich Helmut Mulorz für die SPD trotz Bedenken wegen der Größe den Argumenten der Verwaltung an. Es sei zu befürworten, dass hier jungen Müttern eine Chance auf einen Schul- oder Berufsabschluss gegeben werde bei gleichzeitiger optimaler Betreuung und Förderung ihrer Kinder.

Das sehe die CDU-Fraktion anders, stellten Helmut Helzle und Michael Seidel fest. Der soziale Charakter rechtfertige im Interesse der Anlieger nicht einen derartigen Bau, dessen Größe geradezu „erschlage”. Sie regten an, sich unter Verzicht auf ein Appartement auf eine Zweigeschossigkeit zu beschränken, um das Volumen zu reduzieren. Aufgrund der Nachbarbebauung liegt das Gebäude für die Grünen noch im Bereich des Möglichen, deshalb würden sie trotz einer auch von ihnen gesehenen Grenzwertigkeit zustimmen, erklärte Claudia Ellenbeck.

Für die UWG betonte Silvia Bourceau, dass die zum Vergleich herangezogenen Mehrfamilienhäuser in der Nachbarschaft Bausünden der Vergangenheit seien, die heute wohl nicht mehr genehmigt würden und es deshalb keinen Anlass gebe, die beschauliche Wohnstraße weiter zu belasten.

Dirk Meyer vom Bauamt erläuterte, dass die Gemeinde mit der Genehmigung des Bauantrags keine Auflagen wie Reduzierung des Volumens oder eine aufgelockertere Gestaltung der Stellplätze vor dem Haus verbinden könne, wie es einige Ausschussmitglieder angeregt hatten. Die folgende Abstimmung ergab Stimmengleichheit: CDU und UWG sprachen sich gegen das Projekt aus, SPD, Grüne und FDP dafür. Damit gilt der Bauantrag als abgelehnt.

Jedoch kann die übergeordnete Baubehörde das gemeindliche Einvernehmen ersetzen, so dass das letzte Wort nicht gesprochen ist.
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