Roetgen - Bauausschuss lehnt Bau von Mehrgenerationenhaus ab

Bauausschuss lehnt Bau von Mehrgenerationenhaus ab

Von: ag
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Roetgen. Der Neubau eines Mehrgenerationenhauses an der Faulenbruchstraße wurde jetzt vom Bauausschuss der Gemeinde Roetgen einstimmig abgelehnt.

Nach den Plänen des Investors sollten in der Nachbarschaft des Vennhofs zwei Gebäude entstehen, die über ein gemeinsames Treppenhaus verbunden wären. Insgesamt waren 18 Wohneinheiten und eine Tiefgarage vorgesehen. Die Bauverwaltung und die Bauaufsicht der Städteregion hätten mehrere Versuche unternommen, den Bauherren zu überzeugen, eine Lösung zu erarbeiten, die sowohl den städtebaulichen Zielsetzungen der Gemeinde als auch den Vorstellungen des Investors gerecht werden könne.

„Ziel hätte dabei sein sollen, einen gemeinsamen Bebauungsplan mit der vorgesehenen Erweiterung des Vennhofes anzustreben, der eine aufeinander abgestimmte Planung ermöglicht hätte. Leider wurde dies seitens der Bauherren nicht angenommen. Stattdessen wird ein Planentwurf vorgelegt, der aus Sicht der Bauverwaltung mit den städtebaulichen Vorstellungen nicht vereinbar ist“, hatte die Verwaltung in der Vorlage für die Sitzung des Bauausschusses mitgeteilt.

Hinsichtlich der Kriterien des Baugesetzbuches bestünden mit Blick auf die Art der Nutzung keine Bedenken. Jedoch übersteige das Vorhaben hinsichtlich der Maße insbesondere die in der näheren Umgebung vorhandenen Gebäude. Der Vennhof sei dabei als Ausreißer zu betrachten und nicht maßgebend.

Ziel: nachhaltige Entwicklung

Außerdem sei zu überlegen, wie mit dem derzeit noch unbeplanten Hinterland umzugehen sei. Es sei absehbar, dass der vorgelegte Entwurf lediglich der Einstieg in weitere Bauabschnitte sei. Die unbebauten Binnenbereiche seien aber ein ortstypisches Merkmal der Roetgener Siedlungsstruktur. Diese zu erhalten, sollte Inhalt eines aufzustellenden Bebauungsplans sein, hatte die Verwaltung geschrieben.

Daher hatte die Verwaltung empfohlen, dem Vorhaben die Zustimmung zu verweigern und für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung und den Erhalt des Ortsbildes einen Bebauungsplan aufzustellen. Dem folgte der Ausschuss einstimmig.

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