Rurberg - Barrierefreiheit in der Ausstellung: Der Biber duftet jetzt

Barrierefreiheit in der Ausstellung: Der Biber duftet jetzt

Von: ys
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Ein echter präparierter Biber, den man sehen, anfassen, riechen und hören kann, ist das neue Highlight in der erweiterten Ausstellung im Nationalpark-Tor Rurberg. Foto: Yvonne Schneider

Rurberg. „Inklusion spielt auch im Nationalpark-Tor in Rurberg eine große Rolle“, erklärt der Bürgermeister der Gemeinde Simmerath Karl-Heinz Hermanns. Die Ausstellung mit dem Namen „Lebensadern der Natur“, die sich im Rurberger Nationalpark-Tor befindet, wurde nun hinsichtlich ihrer Mehrsprachigkeit und Barrierefreiheit optimiert und thematisch erweitert.

Die insgesamt fünf Nationalpark-Tore, die sich in Gemünd, Heimbach, Höfen, Nideggen und Rurberg befinden, bieten neben einer Tourist-Info Ausstellungen zu unterschiedlichen Nationalparkthemen an. Die Ausstellung in Rurberg befasst sich mit dem Thema Still- und Fließgewässer. Verschiedene Tierarten, darunter die Wasserfledermaus, die Köcherfliegenlarve und der Edelkrebs werden jetzt als Tastmodelle ausgestellt, damit auch blinde Gäste mit Begleitperson die Formen der Tiere über den Tastsinn wahrnehmen können. Die Exponate wurden von Ranger Helmut Bergsch für den Bronzeguss modelliert.

Ertastbare Muscheln

Da in der Ausstellung in Rurberg der Biber als „Leitorganismus“ für den Nationalpark steht, kann man das Tastexponat des Bibers gleich mit mehreren Sinnen wahrnehmen. Bei dem Exponat handelt es sich um einen echten präparierten Biber, den man nicht nur anfassen, sondern auch riechen und hören kann. Drückt man auf einen der Knöpfe, die unterhalb des Bibers angebracht sind, ertönt das Geräusch eines jungen Bibers, drückt man auf einen anderen Knopf riecht man einen Duftstoff, der dem eines echten Bibers nachempfunden ist. „Der Duft eines Bibers ist von seiner Ernährung abhängig und daher riechen Biber, die in verschiedenen Regionen leben auch anders“, erklärt Tobias Wiesen, Experte für Barrierefreiheit aus dem Fachbereich Kommunikation und Naturerleben der Nationalparkverwaltung Eifel.

Auch ergänzt wurde die Ausstellung durch die ertastbare Flussperlmuschel und den neuen Film „Nachzucht und Lebenszyklus der Flussperlmuschel“ von der Biologischen Station der Städteregion Aachen. Außerdem können die Besucher durch das 3D-Modell eines Mittelgebirgsbachs spielerisch die Strukturen des Fließgewässers kennenlernen und etwas über die Tiere lernen die dort leben.

In mehreren Sprachen

Um auch sprachliche Barrieren zu überwinden, sind alle Informationen der Ausstellung in den Sprachen Deutsch, Englisch, Niederländisch und Französisch verfügbar. Dies funktioniert per QR-Codes, die mit dem eigenen Smartphone zu lesen sind. Das WLAN im Nationalpark-Tor ist kostenlos. Für die Rangertouren, die jeden Samstag stattfinden, wurde vor dem Nationalpark-Tor eine Stele angebracht, die wie es bereits in den anderen Nationalpark-Toren der Fall ist, als Treffpunkt dienen soll. „Das Nationalpark-Tor in Rurberg bleibt damit auch in Zukunft ein höchst attraktiver Anlaufpunkt für ein immer breiter werdendes Publikum an Nationalparkgästen“, freut sich der Bürgermeister. Im vergangenen Jahr besuchten knapp 100.000 Menschen das Nationalpark-Tor Rurberg.

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