BAP: Sie schrecken vor keiner Steckdose zurück

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Spielen zum Auftakt der Festspiele auf Burg Nideggen: die Kölschrocker von BAP.

Nideggen. Wenn die Festspiele auf der Burg Nideggen am Freitag, 21. August, beginnen, können sich Musikfans gleich am ersten Abend über einen besonderen Leckerbissen freuen. Dann steht die Kölschrockband BAP ab 20 Uhr auf der Bühne.

Im Gepäck hat die Band ihr neues Album „Radio Pandora”. Es ist ein facettenreiches Rockalbum, voller origineller Augenblicke und komplexer Songkompositionen. Der Albumtitel verweist auf einen uralten griechischen Mythos, wonach durch das Öffnen der unheilvollen „Büchse der Pandora” alle in ihr enthaltenen Plagen - wie Krieg, Not, Armut, Tod, Krankheit - über die Menschheit hereinbrachen.

Toleranz und Respekt

Die Hoffnung jedoch blieb am inneren Rand des Gefäßes hängen. Viele der Texte von Wolfgang Niedecken kreisen denn auch um die Bewahrung der Hoffnung trotz aller Anfechtungen, um Toleranz und Respekt in Zeiten der Intoleranz und Ungleichheit. Mal atmos phärisch-eindringlich, mal rockig-expressiv oder mit melancholischer Intensität.

Seit 1976 steht BAP auf der Bühne. Angefangen hat alles mit einem Kasten Bier, der einfach nur „leergeprobt werden sollte”. Aber seit ihren ersten Plattenveröffentlichungen schrieb die Kölner Kultband Musikgeschichte. Bis heute geht jedes BAP-Album auf die vordersten Chartplätze.

Die ausgedehnten Deutschlandtourneen, auf denen BAP für die Fans „vor keiner Steckdose zurückschreckt”, und die mehrstündigen Konzert - Events (minutenlange Fangesänge inbegriffen) sind längst legendär geworden. Von dem beispielgebenden Engagement des Dichters und Sängers Wolfgang Niedecken ganz zu schweigen (er ist unter anderem Botschafter von „Gemeinsam für Afrika”).

BAP ist sich seit 1976 - trotz aller Wandlungen - immer wieder treu geblieben und hat nicht nur die deutsche Musikszene geprägt, sondern ist - wie Wolfgang Thierse einmal betonte - selber zu einem Stück deutscher Zeitgeschichte geworden. Stillstand war nie die Sache von BAP. In ihren dreißig Jahren hat sich die Band immer wieder gehäutet und neu gefunden, war mal größer, mal kleiner.

Wechselnde Besetzungen gehörten schon in der Gründungsphase zum festen Markenzeichen, als 1976 zunächst Coverversionen der Stones und von Bob Dylan eingespielt wurden, bald aber auch die ersten eigenen Hits: wie „Helfe kann dir keiner”, „Anna” und „Jraaduss”. Neben Wolfgang Niedecken gehören Werner Kopal, Helmut Krumminga, Michael Nass und Jürgen Zöller zur Band.
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