Bankräuber sprengen zwei Geldautomaten

Von: P. St.
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Ein Team von Sprengstoffexperten untersuchte auch das gesamte Umfeld des Tatortes, nachdem in der Nacht zum Montag bisher unbekannte Täter im Gebäude der Sparkasse Roetgen an der Hauptstraße zwei Geldautomaten gesprengt hatten. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. Auf spektakuläre Art und Weise haben sich am frühen Montagmorgen bisher unbekannte Täter Zugang in die Sparkasse in Roetgen verschafft: In der Nacht zum Montag hat es einen heftigen Knall im Zentrum gegeben. Wohl kaum jemand, der von dem Geräusch aufgeschreckt wurde, hätte wohl vermutet, dass der Knall dem Gebäude der Sparkasse an der Hauptstraße zuzuordnen ist.

Bisher unbekannte Täter waren am frühen Montagmorgen, kurz nach 4 Uhr, in das Bankgebäude in unmittelbarer Nähe des Rathauses und der örtlichen Polizeistation auf der Hauptstraße eingebrochen und hatten dabei zwei Geldautomaten gesprengt. Wie die Polizei berichtet sei dabei „eine höhere Bargeldsumme” entwendet worden.

Mit brachialer Gewalt

Die Täter ergriffen anschließend die Flucht. Die Polizei fahndet nach ihnen im gesamten Grenzgebiet, auch in Belgien und den Niederlanden. Offenbar waren es mehrere Täter, die gegen 4.10 Uhr mit brachialer Gewalt in die Bank gegenüber der Pfarrkirche St. Hubertus ein stiegen. Dabei gingen Fenster und Türen zu Bruch.

Auch am Dach des Gebäudes wurden Schäden festgestellt. Ob diese Schäden darauf schließen lassen, dass die Täter auch versuchten durch das Dach einzusteigen, war noch nicht zu klären. Möglicherweise sind diese Schäden auch eine Folge der Explosion im Inneren des Gebäudes. Den Sachschaden im Gebäude selbst bezeichnet die Polizei als „erheblich”.

Von außen erkennt man allerdings keine Einwirkungen der Sprengstoff-Attacke. Nachdem bisherigen Erkenntnissen haben die dann den mitgebrachten Sprengstoff an die beiden Geldautomaten angebracht und gezündet. Polizeisprecher Paul Kemen: „Es muss einen mächtigen Knall gegeben haben.” Die Entnahme des Geldes und die Flucht mit einem Pkw müssen sehr schnell erfolgt sein.

Am Morgen hatte die Kripo den weiteren Bereich um die Bank abgesperrt. Sprengstoffexperten der Polizei trafen ein und untersuchten den Tatort. Zu den Aufgaben dieser Spezialisten gehört es auch, die Zusammensetzung des Sprengstoffes herauszufinden.

Die Kunden wurden darauf aufmerksam gemacht, dass das Bankgebäude vorerst geschlossen bleiben muss. Logistik und Ausführung der Tat lassen nach Aussage der Polizei auf Profiarbeit schließen. Hinweise von Zeugen nimmt die Polizei unter den Rufnummern 02402/9577-33201 oder 0241/9577-34250 entgegen.

In der vergangenen Woche war der Versuch, in der selben Bank einen Geldautomaten gewaltsam zu öffnen, gescheitert. Die Polizei wollte am Montag zwar noch keinen Zusammenhang zwischen den beiden Einbrüchen bestätigen, jedoch liegt es auch für die Ermittler recht nahe, dass von der Vorgehensweise her, hier die gleichen Täter am Werk waren.

Bislang unbekannte Einbrecher waren in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in die Sparkassenfiliale eingebrochen. Den Spuren nach hatten die Täter vergeblich versucht, den dortigen Geldautomaten innerhalb des Gebäudes aufzubrechen.

Nach dem Scheitern haben die Täter dann wohl versucht, über Büroräume einer Versicherung anderweitig an den Geldautomaten zu gelangen. Auch dieses Vorhaben scheiterte. Gestohlen wurde bei dieser Aktion nichts.
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