Babies im Laufstall als frisches Blut für den Elferrat

Von: ale
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Große und kleine Igel (aus der Funkengarde) hatten ihren Winterschlaf unterbrochen, um beim Höfener Rosenmontagszug dabei zu sein. Foto: A. Lauscher

Höfen. Die „Biebesse“ bekamen zwar kalte Flügel beim Rosenmontagszug – Frau Holle schickte ein paar Flocken – doch ließen sie sich den Spaß nicht verderben. Jung und Alt hatten sich, warm eingepackt, am Straßenrand eingefunden, als der Zug mit über 350 Aktiven durch den Ort zog.

Sie hatten sich wirklich allerhand einfallen lassen, die Freunde des Prinzenpaares und die KG, und keine Mühen gescheut. Beispielsweise der große Wagen, der sich mit dem Nachwuchs für den Elferrat befasste, war ein echter Knüller: Vorne die „Produktionsstätte“, wo für „frisches Blut für den Elferrat“ gesorgt wird, und die niedlichen Babies im Laufstall, hinten die zittrigen Alten, teils mit Gehhilfen, die die Tradition aufrechterhalten.

Die Funkengarde hatte sich in kleine und große Igel verwandelt, „Winterschlaf ade, Karneval juchhe“ lautete das Motto der putzmunteren Gruppe. Die stacheligen Tierchen hatten ihren Winterschlaf unterbrochen, um zünftig zu feiern; aber bei den Temperaturen wollten sie doch nach dem Zug weiterschlafen. Ganz toll auch der Wagen der Freiwilligen Feuerwehr, hier ist Prinz Daniel I. Mitglied, und die Kameraden erwiesen ihm eine besondere Ehre: „Vom Felsquell zum Hausbräu“, so hatten sie ihr Motiv überschrieben. Und auf ihrem Wagen befand sich ein Felsen, an dem ein Durstiger hoch kletterte (wie auf dem bekannten Emblem), aus einem Schlauch konnte der Kerl unaufhörlich Felsquell trinken. Viele wandelnde Felsquellflaschen liefen durch den Ort.

Aus Rohren unterstützte der Musikverein den Rosenmontagszug, und ein Bienenschwarm verteilte leckere Flüssigkeiten zum Aufwärmen. Die „Blauen Funken“ hatten sich grell bunt kostümiert und auf „Kamelle“ spezialisiert; Bonbons prangten auf ihren Umhängen, aber sie verschenkten auch fleißig welche.

Die Tollitäten warfen von ganz oben Süßigkeiten; auf einem riesigen Feuerwehrwagen, der auch eine große Wasserspritze dabei hatte, sah man Prinz Daniel I. und seine Prinzessin Stefanie I. Auch das Kinderprinzenpaar, Nils I. und Janna I. warfen voller Freude Kamelle. Brav erfüllten die Kollegen der Prinzessin ein Gebot, sie gingen im Rosenmontagszug mit, aber nicht im „Pflegekostüm“, sie kamen als ausgelassene Schneemänner im praktischen Outfit mit knallroter Möhrennase.

Einen ambitionierten, aber bisher erfolglosen Hahnenkönig-Anwärter hatten die Alten Herren aufs Korn genommen; er übte die ganze Zeit, dem Federvieh den entscheidenden Schlag zu versetzen. Derweil hatten es sich kleine Hühnchen im Wagen gemütlich gemacht.

Knastbrüder und ihre bewaffneten Bewacher sausten durch die Straßen, in ihrem kleinen Gefängnis gab es Nachschub zum Naschen.

„Eijmol Prinz ze sin“ spielte die Lyra Höfen, während ein „Kaiserteam 04“ aus Konzen mit seinem Motivwagen deutlich machte: In die Eifel gehören das Felsquell-Bier und das MON-Kennzeichen!

„Gefällt mir“ – ganz eindeutig hatten sich Mitglieder der Tanzgruppen bei Facebook für den charmanten Prinzen ausgesprochen. Die Zuschauer, die aus Höfen und aus den Nachbardörfern gekommen waren, meinten, dass es sich auf jeden Fall gelohnt habe, bei dem bunten, ideenreichen Umzug dabei zu sein.

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