B266: Wochenlang droht Stress auf der Straße

Von: P. St.
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Auf der B 266, der wichtigsten
Auf der B 266, der wichtigsten Zufahrt zu Obersee und Nationalpark Eifel, droht in den kommenden Monaten Ärger, wenn die Fahrbahn zwischen Kesternich und Kreisgrenze Euskirchen teilweise bei Vollsperrung saniert wird. Foto: P. Stollenwerk

Einruhr/Kesternich. Dem Fremdenverkehr am Obersee droht in diesem Jahr in Kürze eine heftige Belastungsprobe: Zwischen Mai und Juli 2012 soll die Bundesstraße 266 zwischen Kesternich und Kreisgrenze Euskirchen (die Grenze befindet sich kurz hinter der Abzweigung nach Erkensruhr) saniert werden.

Der komplette Asphalt wird abgefräst, dann folgt ein neuer Belag. Die Arbeiten an der wichtigsten Zubringerstrecke zum Nationalpark Eifel sollen sechs bis acht Wochen dauern, werden aber außerhalb der Sommerferien erledigt.

Dieses Ergebnis einer Verkehrsbesprechung teilte jetzt Simmeraths Beigeordneter Roger Nießen den Mitgliedern des Verkehrsausschusses mit, die wohl auch schon ahnten, dass hier Ärger in der Luft liegt. Zum überwiegenden Teil muss die Sanierung bei Vollsperrung der B266 vorgenommen werden, da die Fahrbahnbreite nicht ausreicht. Der Landesbetrieb Straßenbau ließ wissen, dass aus arbeitsrechtlichen Gründen eine halbseitige Sperrung nur dann erfolgen darf, wenn die Fahrbahnbreite durchgängig mehr als 7,50 Meter beträgt.

Am Ende soll aber der Ort Einruhr vor allem von der Maßnahme profitieren, denn in Höhe der Ortslage soll die Fahrbahn einen lärmmindernden Belang erhalten. Damit folgt der Straßenbaulastträger einem Wunsch des Einruhrer Ortsvorstehers Christoph Poschen. Außerdem werden im Zuge der Maßnahme die Brückenwiderlager der Rurbrücke Pleushütte erneuert.

Die Fahrbahnsanierung wurde in Abschnitte aufgeteilt. Die Beteiligten der Verkehrskommission kamen überein, die Baumaßnahmen in den besonders kritischen Abschnitten, auch wegen des Schulbusverkehrs, an Wochenenden vorzunehmen. Zunächst wird der Bereich zwischen Kreisgrenze Euskirchen und Einmündung Rurstraße Einruhr bei Vollsperrung saniert. Für diesen Abschnitt ist ein Wochenende (Freitagmittag bis Sonntagmorgen) vorgesehen.

Der zweite Abschnitt umfasst den Bereich Rurstraße bis Abzweigung L128 Richtung Rurberg. Für diese Maßnahme sind zwei Wochenenden vorgesehen.

Der dritte Abschnitt umfasst das Stück Abzweigung L128 bis Abzweigung 106 (Dedenborner Kurve). Für dieses Stück ist eine Woche Bauzeit eingeplant. Während des dritten Bauabschnittes stünde ja dann wieder eine Umleitungsstrecke über Rurberg zur Verfügung.

Der vierte Bauabschnitt schließlich zieht sich von der Dedenborner Kurve bis Kesternich. Hier sind zwei bis vier Wochen Bauzeit vorgesehen, wobei dieser Abschnitt aufgrund ausreichender Fahrbahnbreite bei halbseitiger Sperrung und Ampelregelung erfolgen kann.

Die getroffene Regelung bedeutet, dass während der ersten beiden Bauabschnitte Einruhr und Erkensruhr zeitweise nur über den Umweg Vogelsang erreicht werden können. Diese Umleitungen sollen weitläufig in Kesternich, Imgenbroich, Monschau, Schöneseiffen, Dreiborn, Herhahn und Vogelsang ausgeschildert werden.

Alle Beteiligten der Verkehrsbesprechung waren sich einig darin, dass die Wochenendlösung für die beiden ersten Abschnitte „die moderateste Belastung für die Bevölkerung und Gäste darstellt.” Immerhin wurde der Gemeinde Simmerath zugestanden, jene Wochenenden zu melden, die möglichst von einer Sperrung freigehalten werden sollten. Man will sich um Berücksichtigung dieser Wünsche bemühen.
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