Roetgen - B258: Roetgener Initiative macht Druck für Ampel

B258: Roetgener Initiative macht Druck für Ampel

Von: Günther Sander
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An der Kreuzung Bundesstraße/Rosentalstraße lauern durch das hohe Verkehrsaufkommen nach Auffassung der neu gebildeten Arbeitsgruppe permanent Gefahren auf schwache Verkehrsteilnehmer. Foto: Günther Sander
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Bei Astrid Pagnia, Paula Heners, Gudrun Meßing und Barbara Dohr-Buschmann (von links) ist die Geduld am Ende. Sie fordern eine Ampel.

Roetgen. „Das Maß ist voll, unsere Geduld am Ende.“ Die frisch gegründete Arbeitsgruppe „Kreuzung B258/Rosentalstraße“ geht in die Offensive und erhöht ihren Druck auf die Verantwortlichen. Gefordert wird für den „gefährlichen Knotenpunkt“ eine Ampelanlage. Nur die könne schwachen Verkehrsteilnehmern – vorrangig Kinder und ältere Menschen – eine sichere Querung ermöglichen.

Jetzt waren rund 40 Bürger der Einladung der Arbeitsgruppe gefolgt, um sich in der Wanderstation am Pferdeweiher, unmittelbar am Ort des Geschehens, ein Bild zu machen. Aber auch ein Austausch fachlicher Informationen und konstruktive Diskussionen über das, was erforderlich ist, was gewünscht wird und machbar sein müsste waren Teil des Treffens.

Astrid Pagnia, die täglich auf ihrem Weg nach Aachen diesen „Verkehrs-Gefahrenherd“ passieren muss, weiß nur allzu gut, was an der Kreuzung Bundesstraße/Rosentalstraße/Mühlenstraße los ist. Autos, Busse und Schulkinder, die zu ihren Schulbussen eilen. „Jeden Tag, Sommer und Winter das gleiche Bild“, moniert sie. Schlechte Beleuchtung sei eine zusätzliche Gefährdung – gerade in der dunklen Jahreszeit. Noch sei es „gut ausgegangen“, aber alles auch eine Frage der Zeit, sagt Pagnia und spricht von der „allerschlimmsten Ecke“, die es zu entschärfen gelte. „Dazu brauchen wir viele Mitstreiter, die mit uns gemeinsam ins Boot steigen.“

Gudrun Meßing gab fachliche Informationen und stellte die Historie dar. „Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, an dem es so nicht mehr weiter gehen kann“, mahnt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Roetgener Gemeinderat. Die Bürger seien nun gefragt, denn es sei äußerst wichtig, schwache Verkehrsteilnehmer zu unterstützen.

Meßing bedauert, dass die Städteregion in Sachen Ampel „total querschieße.“ Enttäuscht bestätigte ein Bürger, Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU) habe schon mehrfach zum Ausdruck gebracht, mit ihm werde es „in Roetgen keine weitere Ampel“ geben. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hingegen würde zumindest einen „kleinen Kreisverkehr“ zulassen. „Da muss doch etwas möglich sein, hier soll die Gemeinde Roetgen sich stark machen“, ermunterte ein Anwohner die anwesenden Vertreter aus Politik und Verwaltung.

Roetgens Bauamtsleiter Dirk Meyer trug mit Ergänzungen und Details aus Sicht der Verwaltung zur Diskussion bei. Der Straßenbaulastträger, also der Landesbetrieb, würde ebenfalls einer Ampel nicht zustimmen. Argument: Der Verkehrs müsse flüssig durch Roetgen rollen, eine weitere Ampel könnte diesen Fluss stören. Ein „Turbokreisverkehr“ wäre an besagter Stelle aber möglich, so Meyer, der dafür erforderliche Flächenverbrauch wäre auch lösbar, wenn die Gemeinde denn wolle.

Dirk Meyer schnitt auch den „Gegenwind“ aus den Nachbargemeinden Monschau und Simmerath an, der losbrechen würde, wenn in es zur Installation einer weiteren Ampel in Roetgen käme. Ein Kreisverkehrsplatz, so Meyer weiter, wäre nach einer verkehrstechnischen Untersuchung „die zweitschlechteste Lösung“. Für den Bauamtsleiter ist „das Thema“ auf der Fachebene „durch“. Wenn Verwaltung und Politik nicht zum Zuge kämen, dann müssten Bürgerproteste deutlich machen, was die Menschen hautnah Tag für Tag zu spüren bekämen, was sie wünschen und fordern. „Es ist nicht so, dass in Roetgen nichts mehr geht“, meinte Meyer.

Unterschriftenaktion denkbar

Die anwesenden Bürger ließen anklingen, dass die Politik klar und deutlich erfahren sollte, dass man mit dem jetzigen Zustand nicht einverstanden sei. Man dürfe nicht abwarten, bis erst „etwas Schlimmes“ passiere. Die Machbarkeitsstudie habe deutlich gemacht: Nur eine Ampellösung könne die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer garantieren.

Astrid Pagnia erläuterte, was nun weitere Schritte sind. Man müsse abwarten, welche konkreten Vorschläge an die Arbeitsgruppe herangetragen werden. Wenn man sich in Roetgen einig sei, könne es auch zu einer Unterschriftenaktion kommen, um auf höherer Ebene zu dokumentieren, was gewünscht werde. „Unsere Geduld ist jedenfalls am Ende“, so Pagnia abschließend.

Das Thema ist aus Bürgersicht längst noch nicht durch. Am 28. Februar um 16.30 Uhr heißt es in der Wanderstation am Pferdeweiher bei einem weiteren Treffen: Ring frei zur Runde zwei.

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