B258: Ampel und Turbokreisel nicht vom Tisch

Von: Andreas Gabbert
Letzte Aktualisierung:
 Bundestraße/Rosentalstraße/Mühlenstraße
Viel Verkehr: Ob am Knotenpunkt Bundestraße/Rosentalstraße/Mühlenstraße in Zukunft eine Ampel den Verkehr regeln soll, ist noch nicht geklärt. Foto: A. Gabbert

Roetgen. Wie der Verkehr auf der B258 in Roetgen in Zukunft fließen oder auch stocken soll, ist nicht klar. Die Gemeinde Roetgen möchte eine Ampellösung am Knotenpunkt Bundesstraße/Rosentalstraße. Die Städteregion hätte gern einen sogenannten „Turbokreisel“. Die Fronten sind verhärtet.

Deshalb haben sich am Freitag alle Beteiligten (Gemeinde Roetgen, Gemeinde Simmerath, Stadt Monschau, Polizei, Landesbetrieb Straßenbau) unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu einem Gespräch getroffen.

Zuvor war der Knotenpunkt auch noch einmal Thema im Roetgener Bauausschuss. Dort teilte Bürgermeister Manfred Eis mit, dass die Städteregion auf seinen Wunsch hin nun eine Markierung aufgebracht habe, die die Dimensionen eines Turbokreisels aufzeigt. Die Markierung tangiere den Pferdeweiher, das Ehrenmal sowie ein privates Grundstück.

Vom Grundstück am Pferdeweiher würden rund 100 Quadratmeter abgeknapst, mindestens eine Kastanie müsste gefällt werden. Außerdem würden fünf Parkplätze wegfallen. Am Ehrenmal müsste ebenfalls eine Kastanie weichen und die Mauer könnte so auch nicht stehen bleiben. Auf dem privaten Grundstück der Roetgen Therme würde nahezu der gesamte Bereich vor der Metall-Skulptur wegfallen. „Erschreckend“, sagte der Bürgermeister und verspürte „absolut keine Lust, der Städteregion in Grundstücksfragen in dieser Dimension entgegenzukommen“.

Michael Seidel (CDU) fragte daraufhin, ob es denn keine Gegenmodelle gebe, etwa ein simulierter Ampelverkehr. Bauamtsleiter Dirk Meyer berichtete von der Idee eines Bürgers, den Verkehr auf der B 258 sekundenweise zu unterbrechen und damit für eine Entlastung des Knotenpunktes zu sorgen. Günther Severain (UWG)erkannte in dem Bemühen der Städteregion um einen Turbokreisel „pure Zeitverzögerung“. Gerd Pagnia (Grüne) betonte, dass Fußgänger wie querende Schüler das größte Problem an dieser Stelle seien und weniger die abbiegenden Autofahrer aus der Rosental-straße. Für ihn wäre deshalb ein Zebrastreifen die eleganteste Lösung.

Das Gespräch am Freitag sei fachlich, konstruktiv und positiv verlaufen, teilte Uwe Zink, Dezernent für Bauen, Umwelt und Verbraucherschutz der Städteregion auf Anfrage mit. Drei Möglichkeiten seien diskutiert worden: die Ampel, der Turbokreisel und der Status quo. Dabei ging es nach Informationen dieser Zeitung auch um Fragen des Bedarfs, wer die Straßen nutzt, wie die rechtliche Lage aussieht und wann der Hauptverkehr auf der B 258 unterwegs ist.

Auch die Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer waren ein Thema. Am Ende wurde ein Ortstermin vereinbart, bei dem die Auswirkungen einer Kreisellösung in Augenschein genommen werden sollen. Außerdem wurde beschlossen, nun zu prüfen, ob eine Verlegung der Bushaltebuchten an die Rosentalstraße und die Verlegung des Radweges auf die andere Straßenseite Möglichkeiten eröffnet, die betroffenen Grundstücke bei einer Kreisellösung weniger zu tangieren.

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