B 258-Ausbau bleibt Reizthema

Von: Ernst Schneiders
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Die Stadt Aachen bremst den Au
Die Stadt Aachen bremst den Ausbau der Monschauer Straße, Hauptverkehrsader zwischen Aachen und Eifel, ab und will eine abgespeckte Version umsetzen. Foto: Ernst Schneiders

Roetgen. Der Ausbau der Monschauer Straße, der Hauptverkehrsader zwischen der Stadt Aachen und der Eifel, bleibt in den Eifelkommunen ein Reizthema. Zu laut sind mittlerweile die Klagen der vielen Berufspendler, die tagtäglich die B 258 befahren müssen.


Die Planungen sehen vor, die Bundesstraße zwischen der Autobahnauffahrt Lichtenbusch und dem Gewerbegebiet Pascalstraße vierspurig und den Rest der Monschauer Straße bis zur Himmelsleiter dreispurig auszubauen.

Die vierspurige Ausbauplanung liegt längst in der Schublade des Landesbetriebs Straßen NRW, wo man nur noch auf das Okay wartet, um loslegen zu können. Das hätte eigentlich in diesem Jahr sein sollen. Doch daraus wird wohl nichts, denn die Stadt Aachen legt sich quer und will das Ausbauprogramm abspecken.

Nach den Monschauern reagieren nun auch die Roetgener Christdemokraten mit Kopfschütteln auf diese Haltung der Politik in der Kaiserstadt. „Was Aachen da vorhat, stößt bei uns auf völliges Unverständnis”, so Roetgens CDU-Ratsherr Ronald Borning, der auch dem Städteregionstag angehört. Die Städteregion respektiere das „klare Mitspracherecht” der Stadt Aachen und habe erklärt, einen dreispurigen Ausbau der Monschauer Straße zwischen der Bundesautobahn-Anschlussstelle Lichtenbusch und der Pascalstraße mitzutragen.

Verkehrsaufkommen steigt

Der Ausbau jenseits der Pascalstraße Richtung Relais Königsberg müsse allerdings noch einmal auf den Prüfstand. Es beim zweispurigen Ausbau zu belassen, wie das den Aachener Grünen vorschwebt, erteilte Ronald Borning eine klare Absage. Das ohnehin schon hohe Verkehrsaufkommen werde weiter steigen, und mit Blick auf den Nationalpark sei eine vernünftige und leistungsfähige Verkehrsverbindung unerlässlich.

„Die Stadt Aachen darf jetzt keine Kirchturmpolitik betreiben.” Es werden noch etliche Gespräche notwendig sein, mutmaßt Borning: „Wir werden weiterhin die Dreispurigkeit fordern und hoffen, dass die Stadt Aachen irgendwann ein Einsehen hat.”

Als „falsches Signal” bezeichnet die Mittelstandsvereinigung des CDU-Kreisverbandes eine von der Stadt Aachen favorisierte abgespeckte Variante des B 258-Ausbaus. Insbesondere auf dem zweispurigen Teil der Straße kommt es immer wieder zu längeren Staus.

Auch mit Blick auf die regionale Wirtschaft in den drei Eifelkommunen und natürlich mit Blick auf die touristischen Betriebe sei ein vernünftiger Ausbau der Monschauer Straße unerlässlich, schreiben MIT-Vorsitzender Franz-Josef Wedemeyer und Michael Seidel, Sprecher der MIT Eifel, der auch CDU-Fraktionsvorsitzender in Roetgen ist.

Besonders für die großen Arbeitgeber in der Eifel wie die Junker Werke, Weiss Druck, die Spedition Hermanns & Kreutz und andere müssten Nachteile und Probleme in der Logistik mit dem Straßenausbau beseitigt werden.

„Die B 258 ist eine wichtige Lebensader der Region. Der Aus- und Umbau der Verbindungen zum Autobahnanschluss Aachen-Lichtenbusch ist eine Zukunftsaufgabe für die wirtschaftliche Entwicklung.”
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