Axel Wirtz: „Mit uns wäre die Förderschule nie geschlossen worden“

Von: P. St.
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Der CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wirtz sieht schwere Versäumnisse des Landes in der Schulpolitik.

Nordeifel. Eine insgesamt „zukunftsfährige Schulpolitik“ sieht der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz nach unruhigen Jahren der Veränderung in der Nordeifel, aber in einem Punkt sei die Entwicklung „einfach nur katastrophal“ verlaufen.

Damit meint er das Schicksal der Förderschule in Eicherscheid. Die Schule soll ab dem Schuljahr 2015/2016 auslaufend fortgeführt und frühestens mit Beginn des Schuljahres 2018/2019 als eigenständige Schule geschlossen werden, lautet der Beschluss des Förderschulverbandes. „Mit einer CDU-Mehrheit wäre die Förderschule nie geschlossen worden“, schimpft Wirtz auf die Schulpolitik in Düsseldorf.

„Schließung trifft Schwächste“

Der Stolberger Kommunalpolitiker wird bei der Landtagswahl am 14. Mai 2017 wieder als Kandidat für die Christdemokraten antreten und möchte liebend gerne die Mehrheitsverhältnisse in NRW wieder umkehren.

Bei der Inklusionspolitik wirft er der rot-grünen Landesregierung „überstürztes Handeln“ vor. Im Rahmen eines Arbeitsbesuches bei der Stadt Monschau kritisierte Wirtz, dass es nicht angehe, dass „diese Schließung die Schwächsten trifft“ und Schüler künftig bis nach Eschweiler transportiert werden müssten. Gerade bei Kindern mit Handicap müsse man sich am Prinzip „Kurze Beine, kurze Wege“ orientieren. Die Förderschule in Eicherscheid hätte ein eigenes Konzept verdient gehabt, damit ein ortsnahes Angebot erhalten geblieben wäre.

Mit der aktuellen Inklusionspolitik des Landes zeigt sich auch Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter nicht glücklich.

Inklusion „mit dem Hammer“

„Die Lehrer an den weiterführenden Schulen sind überhaupt nicht auf die Inklusion vorbereitet worden.“ Es wäre mehr Zeit für eine Umstellung erforderlich gewesen, aber die Landesregierung habe die Inklusion „mit dem Hammer durchgezogen“.

Das Ende der Förderschule, sind sich Wirtz und Ritter einig, sei auch beschleunigt worden, weil es an der nötigen Lobby gefehlt habe. Die Masse der Menschen habe sich nicht zur Wehr gesetzt und an Solidarität und an „Kampagnenkraft“ der Eltern habe es vor allem deshalb gefehlt, weil es sich in Eicherscheid nicht um einen ortsbezogenen Schulstandort gehandelt habe.

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