Roetgen - Axel Wirtz im Wahlkampf: „L238 wird bis 2011 komplett saniert”

Axel Wirtz im Wahlkampf: „L238 wird bis 2011 komplett saniert”

Von: ess
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Nah bei den Menschen: Die CDU-Politiker (von links) Michael Seidel, Stephan Speitkamp, Axel Wirtz (MdL) und Ronald Borning an der künftigen Trasse des Ravel-Radweges. Foto: Ernst Schneiders

Roetgen. In gut einem Monat wird an Rhein und Ruhr ein neuer Landtag gewählt. Deshalb sind die Mandatsträger jetzt mindestens so emsig unterwegs wie bis vor kurzem der Osterhase, um dem Wähler noch das eine oder andere bunte Ei zu spendieren.

In Zeiten finanziellen Krisengeredes und schwindsüchtiger kommunaler Kassen tun sich Parlamentarier gerne selbst etwas Gutes, wenn sie bei ihren Wahlkampftouren gelegentlich mit einem dicken Scheck wedeln können. Solchen Seelenbalsam verpasste sich jetzt Landtagsabgeordneter Axel Wirtz (CDU) bei seiner Wahlkampftour durch Roetgen selbst.

Er verkündete die frohe Botschaft, dass die Ortsdurchfahrt Rott noch in diesem Jahr vollständig saniert wird, mit einem Investitionsvolumen von 200.000 Euro, ohne dass die Gemeinde Roetgen einen Eigenanteil aufbringen muss. Die Sanierung der L238 sei, so Wirtz, teurer als gedacht, doch gehe es um Gefahrenabwehr. Die Spurrillen und Löcher in der Fahrbahndecke seien besonders für Motorräder gefährlich.

Den Löwenanteil der Sanierung, nämlich zwei Millionen Euro, wird das Stück der L238 zwischen Rott und der Dreilägerbachtalsperre verschlingen, weil die umfassende Sanierung wegen der notwendigen Böschungsarbeiten sehr aufwändig ist. Mit den Arbeiten soll noch vor dem nächsten Winter begonnen, 2011 soll das Werk vollendet werden. Der Radweg von Rott Richtung Mulartshütte ist bei der Bezirksregierung in seiner Priorität gestiegen und soll nachdrücklich weiter verfolgt werden.

Identitätsstiftende Wirkung

Als neuen Mittelpunkt und eine Bereicherung für den Ort hat Axel Wirtz die Grundschule in Roetgen bezeichnet. Bei der Besichtigung der Baustelle stellte der Christdemokrat fest, dass die neue Schule identitätsstiftende Wirkung haben werde. Das Land NRW unterstützt die Schule mit 200.000 Euro jährlich. Auch der Umbau und Neubau zu einer Offenen Ganztagsschule sowie der laufende Betrieb dieser Schule werden vom Land gefördert.

Und wo er nun einmal beim Thema Schule war, besuchte Wirtz auch die Privatschule Conventz an der Hauptstraße, wo derzeit Handwerker letzte Hand an einen stattlichen Neubau anlegen, der dazu beiträgt, ab dem Sommer 300 Schülern Platz zu bieten, was mehr als eine Verdoppelung der derzeit 130 Köpfe bedeutet. Direktor Wilfried Conventz ist überzeugt, dass diese Kapazität ausgeschöpft werden wird.

Conventz widersprach bei der Gelegenheit vorherrschenden Gerüchten, die Schule sei elitär und nur etwas für die Sprösslinge betuchter Leute. Die Schüler seien „ganz normale Kinder aus ganz normalen Familien”, in fünf Fällen werde das Schulgeld sogar vom Jugendamt finanziert. Diese Privatschule unterscheide sich neben anderen vor allem in einem Punkt von staatlichen Schulen, so Patron des Familienunternehmens: „Sie kostet den Staat keinen Cent!”

Eifelsteig bringt Touristen

In Sachen Tourismus freute sich MdL Wirtz über die Nachrichten aus den Betrieben vor Ort, dass der Eifelsteig sich positiv auf die Entwicklung und die Übernachtungszahlen ausgewirkt habe. Dank dieses Premiumwanderweges konnte der Wandertourismus in Roetgen deutlich aufgewertet werden, was sich auch auf andere Branchen in der kleinen Gemeinde auswirke.

In das Konzept eingebunden werden soll auch die zukünftige Aussichtsplattform an der Dreilägerbachtalsperre und die Nutzung des nahe gelegenen Wanderparkplatzes an der ehemaligen Kreisstraße, die zu diesem Zweck wieder für den Autoverkehr freigegeben werden soll, wie auch lokale CDU-Politiker fordern.

Wenn erst einmal der Ravel-Radweg in Betrieb ist, wird das, so mutmaßt Axel Wirtz, dem Wirtschaftsfaktor Tourismus einen weiteren Schub geben. 11,2 Millionen Euro soll dieses touristische Highlight bis Trier kosten, zwei Millionen steuert das Land bei. Und weil dieser Radweg auf der ehemaligen Vennbahn-Trasse nur eine geringe Steigung aufweist, sei jeder Punkt im Ort leicht mit dem Fahrrad zu erreichen, freut sich auch Roetgens CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Seidel.

Auch am Thema Nahversorgungszentrum an der Bundes-/Faulenbruchstraße kam Axel Wirtz nicht vorbei. Wie der gesamte Roetgener Gemeinderat begrüßte er die Pläne, denn, so Wirtz, „die Kaufkraft ist vorhanden. Roetgen muss sie nur im Ort behalten”.

Allerdings, so der Christdemokrat weiter, sei eine verträgliche Lösung mit der Nachbarschaft wichtig. Das gelte vor allem für den geplanten Kreisverkehr auf der Bundesstraße mit seinem bis zu 40 Meter messenden Radius.
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