Autor Kurt Lehmkuhl präsentiert sechsten Fall für Böhnke

Von: Svenja Pesch und Peter Stollenwerk
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Das idyllische Huppenbroich spielt wieder ein zentrale Rolle im jüngsten Krimi von Kurt Lehmkuhl, der die Handlung des Romans „Fundsachen“ in die Nordeifel verlegt. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Natürlich Huppenbroich: In dem idyllischen Eifelort, der über keine Vorfahrtsschilder verfügt, entfaltet sich wieder kriminelle Energie. Sie können es beide nicht lassen: Der freischaffende Autor Kurt Lehmkuhl (63) und sein Protagonist Rudolf-Günther Böhnke haben so einiges gemeinsam.

Während Lehmkuhl als langjähriger Redakteur beim Zeitungsverlag Aachen auch privat auf Stift und Papier beziehungsweise Tastatur nicht verzichten kann, ist sein pensionierter Hauptdarsteller Kriminalhauptkommissar Böhnke selbst im Ruhestand nicht von neuen Fällen verschont. Über Leichen „stolpert er einfach so, ohne es vorzuhaben“, erzählt Kurt Lehmkuhl, der in seinem neuesten Eifel-Krimi „Fundsachen“ einmal mehr in Huppenbroich auf Spurensuche geht. Der neue Roman wurde jetzt in Aachen vorgestellt.

Zum Inhalt: Böhnke kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem er erst Walter Frosch vor einem Selbstmord am Überlaufbecken des Rursees bewahrt hat, sieht er es nun als seine Pflicht an, ihm zu helfen. Denn Unbekannte versuchen, von Frosch 500.000 Euro zu erpressen, die er in einem herrenlosen Tresor am Westwall in der Nordeifel gefunden hat. Doch damit nicht genug.

Gleichzeitig drohen dem verschlafenen Örtchen Huppenbroich optische Veränderungen, die so gar nicht nach dem Geschmack der Einwohner sind. Ein Kölner will sein geerbtes Grundstück unbedingt mit Thujas bepflanzen statt mit Buchen und stößt dabei auf herben Widerstand. Das Ganze geht sogar so weit, dass die Setzlinge mehrfach gerodet werden, so dass Böhnke den Auftrag erhält, die Täter zu ermitteln. Auch Vogelsang (für eine Lösegeldübergabe) und die deutschsprachige Gemeinschaft sind Orte der Handlung. Kurt Lehmkuhl nimmt seine Leser mit auf ein Abenteuer zwischen Hilflosigkeit und tödlicher Bedrohung.

Böhnkes sechster Fall ist natürlich frei erfunden, aber der Bezug zur Eifeler Alltags-Wirklichkeit ist klar erkennbar. „Meine Ideen finde ich sprichwörtlich auf der Straße, in den Nachrichten und in diversen Polizeimeldungen. Es passiert so viel, was mich inspiriert“, sagt der Autor und lacht.

Und während Lehmkuhl gerade erst den neuen Schmöker präsentiert, sitzt er schon wieder an seinem nächsten Kriminalroman. „Böhnke darf nicht sterben – das ist ein Satz, den ich von Lesern oft höre“, ergänzt der Autor und fügt hinzu: „Ich habe mir dennoch Gedanken gemacht, ob und wie es mit meinem Kommissar weitergeht.“ Wie, das wird natürlich nicht verraten.

Also genießt der pensionierte Kommissar zunächst einmal weiter seine Ruhe in Huppenbroich, ein Ort, zu dem Kurt Lehmkuhl eine ganz besondere Beziehung pflegt. In einem dortigen Ferienhaus hat er schon viel Zeit verbracht, und viele Ideen sind dort geboren worden, wenngleich der aktuelle Eifel-Krimi bei einem Urlaub auf Fuerteventura entstand.

Dem Autor, der jetzt in Erkelenz lebt und seit 35 Jahren schriftstellerisch tätig ist, war die Eifel immer schon ganz nahe. Als Jugendlicher lebte er in Aachen, „und am Wochenende stellte sich dann immer die Frage: Fahren wir nach Monschau oder an den Rursee?“ So betrachtet Lehmkuhl die Nordeifel „im weiten Sinne“ auch als ein Stück Heimat.

Er hat inzwischen 20 Kriminalromane veröffentlicht, die im Großraum Aachen spielen und die er als „Rheinland-Krimis“ bezeichnet. Mit „Fundsachen“ präsentiert er nun seinen ersten lupenreinen Eifel-Krimi.

Sein jüngster Roman ist zugleich auch ein feinfühliges Dorfporträt, eine Art Dorfrundgang durch das soziale Gefüge im ländlichen Kleinkosmos. Es geht um die besondere Beziehung zwischen Einheimischen und Zugereisten, und wenn die Konkurrenz von Thujas und Buchenhecken thematisiert wird, dann weiß der Eifeler genau, wovon der Autor redet.

Vor weit über 20 Jahren hat Kurt Lehmkuhl sein Feriendomizil in Huppenbroich entdeckt, und hier stets Sympathie und Harmonie vorgefunden.

Sein nächster Besuch in der Eifel ist schon fest einplant, allerdings in der Gemeindebücherei Simmerath. Hier wird er am Sonntag, 26. April, 16 Uhr, aus seinem neuen Eifel-Krimi lesen.

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