Autor Hirtz: Geschichten, die der Eifel ein Gesicht verleihen

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:
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284 Seiten umfasst das Buch von Franz-Willi Hirtz, das er am Sonntag vorstellen wird. Foto: Dörflinger

Nordeifel. Das Schreiben fällt Franz-Willi Hirtz aus Vicht leicht. Mitunter täglich – im Sommer weniger, im Winter mehr – sitzt der 68-jährige frühere Grafiker am Schreibtisch und bringt seine Gedanken zu Papier. Es sind Gedanken, die sich mit dem Alltag, der eigenen Erlebniswelt, der Tradition, dem Brauchtum und der Eifellandschaft beschäftigen.

Das Ergebnis dieser anfänglich an der Schreibmaschine, später am Computer erstellten Erzählungen, Gedichte und Kurzgeschichten füllt inzwischen mehrere Aktenordner.

Eine Auswahl daraus hat der versierte Lokalschriftsteller, der in der Vergangenheit bereits oft als Mundartdichter und Veranstalter von Mundartlesungen von sich reden gemacht hat, jetzt für die Erstellung eines 284-seitigen Buches genutzt. Das Buch, das den Titel „Leise erzählt der Eifelwind“ trägt, besteht aus Erzählungen und Gedichten, die sich um die Menschen in der Nordeifel drehen und ihre Erlebnisse und Schicksale zwischen Geburt und Tod wiedergeben.

Autobiografische Züge

„Einige Erzählungen besitzen autobiografische Züge, andere sind meiner Fantasie entsprungen“, erzählt der Autor, der es aber dem Leser überlassen will, diese feinen Unterschiede herauszufinden. Ergänzt werden die Buchtexte, die überwiegend der Alltagskultur und der Erlebniswelt der beschriebenen Menschen gewidmet sind, durch Weihnachtserzählungen und -gedichte. Dementsprechend ist das Buch in die Kapitel „Weihnachtserzählungen“, „Was mir der Eifelwind erzählte“ und „Ausgewählte Gedichte mal mit, mal ohne Eifel“ unterteilt.

Neu und ein wenig gewöhnungsbedürftig – aber dennoch ansprechend und formvollendet – ist die Textgestaltung. Denn das Werk, dessen Lektorat der Hirtz-Freund Dr. Walter Haas und dessen Layout die Diplom-Grafikerin Helga Nellessen übernommen hat, ist zweisprachig gestaltet: Neben der Basissprache Hochdeutsch kommt auch in einigen Passagen Vichter Dialekt zum Tragen. Da aber geschriebener Dialekt dem Leser mitunter große Schwierigkeiten bereitet, hat Hirtz die Übersetzung ins Hochdeutsche in den Folgezeilen gleich mitgeliefert.

Ansprechend ist auch die äußere Form des neuen Buches. Auf dem grauen Einband ist ein von Franz-Willi Hirtz selbst erstelltes Schwarz-Weiß-Foto zu sehen, das eine Distel in ihrem Herbstkleid zeigt.

Neben dem Buchprojekt, das ihn rund zwei Jahre beschäftigte, hat sich der 68-jährige Autor auch viel Mühe für die öffentliche Präsentation seines Werkes gemacht. Schließlich soll das Buch am kommenden Sonntag, dem ersten Advent, um 18 Uhr im Pfarrheim von St. Johannes Baptist im Rahmen eines Adventcafés erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Damit auch die äußere Form stimmt, hat Hirtz sich für die Tischgestaltung bei dem von ihm und dem Förderverein veranstalteten Abend etwas Besonderes einfallen lassen.

Aus Kiefernholz hat er nämlich 30 kleine Tannenbäumchen hergestellt, die neben selbst gebackenen Plätzchen – Ehefrau Christel Hirtz und deren Freundin Hannele Haas werden in dieser Woche etliche Kilogramm Mürbeteig verarbeiten – für eine ansprechende Dekoration und leckere Beilage sorgen werden.

Die Vorstellung des neuen Buches hat Walter Haas übernommen. Die Texte lesen wird der Autor selbst, der dabei von der elfjährigen Nele Braun unterstützt wird. Sie wird gemeinsam mit Hirtz im Wechsel den Text „Vier Kerzen im Advent“ vortragen. Man darf also auf einen gemütlichen Abend und das dort präsentierte Buch gespannt sein.

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