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Auszeichnung: Karl-Heinz Peters ist 13. Träger des Kraremannordens

Von: M. S.
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Mit frisch geschmückter Brust und von Kraremannfreunden umgeben: Karl–Heinz Peters hebt jubelnd die Hände zum Himmel. Er ist soeben gekürter Träger des honorigen Kraremannsordens der KG Sonnenfunken. Foto: Manfred Schmitz

Simmerath. Karl–Heinz Peters ist der 13. Träger des Kraremannsordens. Dieser Orden ist die höchste Auszeichnung, die das karnevalistische Simmerath zu vergeben hat. Im mit fast 300 Besucher proppenvollen Saal Wilden empfing der 70-jährige Ur-Krareman jetzt Lohn und Anerkennung seiner lebenslangen Verdienste um den Karneval in Simmerath.

Draußen wehte ein gefühltes Frühlingslüftchen, im Saal kochte die heitere Stimmung der überwiegend originell kostümierten Jecken flugs auf heißer Flamme. Wenn die Karnevalsgesellschaft „Sonnenfunken“ zu ihrer „kleinen Sitzung“ bittet, ist das stets ein Signal für Qualität an Frohsinn und Garantie bester Unterhaltung. Diese populäre Veranstaltung ist aus dem Sessionskalender der fünften Sömmerther Jahreszeit nicht mehr wegzudenken und wurde ins Leben gerufen, so einer ihrer „Gründerväter“, um in einer gemütlichen Art „Wohnzimmerversammlung “ einen beschaulichen Veranstaltungs-Kontrapunkt zur brausenden Inthronisation des Prinzenpaares oder Dreigestirns der KG zu setzen.

Sieben Gründer

Karl–Heinz Peters, so werteten es die Laudatoren beim Zeremoniell Ordensüberreichung, Vorsitzender Torsten Gerards und sein Stellvertreter wie Moderator Stefan Haas, zählte am 16. Mai 1992 zur siebenköpfigen Gruppe der Sonnenfunken-Gründer. Karl-Heinz Peters, erinnerte sich Stefan Haas, „nahm nach internen Meinungsverschiedenheiten eine längere Auszeit von der Vereinsarbeit und stornierte Termine rund um die närrische Jahreszeit, musste manchen Rückschlag hinnehmen und schwere Stunden verkraften. Er steckte aber nie auf, kehrte versöhnt zu seiner KG zurück und hielt ihr die Treue“.

Der Conférencier würdigte Peters Wirken zu Gunsten der Simmerather Vereine: „Er war uns jederzeit ein nützlicher Ehrenamtler, gestaltete Pokale und Verdienstmedaillen“.

Dreigestirn an der Spitze

Ein köstlicher und in den Zuschauerreihen mit einer Lachsalve quittierte Versprecher passierte Moderator Stefan Haas, als er das Geheimnis des Abends temperamentvoll, doch in diesem Falle nicht ganz zutreffend lüftete: „Der 13. Ordensträger ist... Karl-Heinz Hermanns...“

Zum Sitzungsauftakt hieß Stefan Haas die Mitwirkenden des Abends auf der bald anheimelnd engen Bühne willkommen. An der Spitze marschierten das amtierende Dreigestirn Prinz Harald (Weckmann), seine Deftigkeit Bauer Markus (Baur) und ihre Lieblichkeit, Jungfrau Christel (Christian Huppertz) ein.

Stefan Haas bekräftigte während der ersten Auftritts der Akteure: „Beim Schang hier im Saal fühlen wir uns einfach wohl!“

Stellvertretend für alle bisherigen Ordensträger begrüßte der Programmlotse Verena Hermanns. In Reih und Glied, gekleidet in schicke blaue Uniformen präsentierte sich die Ehrengarde, „zum Gefallen der anwesenden Damen“ kommandiert von Michael Haas.

Seit 17 Jahren ist Christian Haas in Faschingskampagnen der Städteregion eine feste und gern gebuchte Größe. Nun stieg er zum 106. Mal in seiner Karriere als „Janz normale Jeck“ in die Bütt. Seine Rede war gespickt mit Lokalkolorit und Ameröllchen aus Simmerath, voll von Geschichten um bekannte Bürger. Mit „Sömmerther Verzöllcher“ nahm der Redner Klatsch– und Tratschbegebenheiten gehörig auf die Schippe, erntete etwa für seine originelle Interpretation des Themas Rauchverbot oder seine spaßigen Erlebnisse als Kevelaer-Bruderschaftler Lachsalven. Unvermeidlich daher die aus den Zuhörerbänken stürmisch geforderte und gern gewährte Zugabe.

Als wahre Akrobaten, die mit atemberaubender Nummer einer großen Zirkus-Manege gewachsen wären, entpuppten sich die „Sugar Babes & Boys“. Diese gemischte Tanzgruppe mit Wurzeln in Eicherscheid schlug mit ihren feurigen choreografischen Einstudierungen als Marineensemble ihr verblüfftes Publikum in den Bann und erntete ein ums andere Mal Szenenapplaus.

Die nachfolgend auftretenden Marketenderinnen mussten dem herrschenden Dreigestirn ein zuvor verhängtes Gebot erfüllen und das Geheimnis lüften, welche der charmanten Cheerleaderinnen wohl das neckische Stoffemblem eines Herzens unter ihrem Tanzröckchen trug?

„Volljaas“ gibt Vollgas

Die elfköpfige Formation ehemalige Simmerather Karnevalsprinzen ließ es zu ihrem Beitrag ordentlich krachen. Mit Mistgabeln und zünftigem Ackergerät gewappnet, schlüpften sie in den Ausgehanzug eines weiland typischen Simmerather Bauern und tanzten, eben ganz Kraremänn, in schickem Ausgehstaat und zugleich in Arbeitsstiefeln, auf der Birkesdörper Buurehuchzick.

Die Rolle der Prinzengarde zur feierlichen Ordensverleihung wurde von Wilfried Krieger bereits zum dritten Mal routiniert moderiert. Zuvor gab die Band „Volljaas“ Kostproben ihres Repertoires echt kölscher Heimatlieder und rockiger Rhythmen. Ihre Vorbilder „Höhner“ standen bei Präsentation ihres Repertoires unüberhörbar Pate. Auf ihren Refrain „Kölle hat was zu bieten“ antwortete das Auditorium unten auf den Stühlen im Chor „Sömmerth ooch!“

Die Zeit bis zum großen Finale verging wie im Fluge, angefüllt mit Humor und kurzweiligen Überraschungen.

Eine „engelhafte Ansprache“, Tänze der graziösen Mariechen Mona und Isabel und Lieder des Dreigestirns wie seines Gefolges trugen dazu bei.

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