Ausstellung von Vivian Maier: Mehr als 9000 Besucher

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Vivian Maier verstand es, den Zauber der Vergänglichkeit des Augenblicks in ihren Fotografien einzufangen. Noch bis Sonntag sind 120 ihrer Werke im Monschauer KuK zu sehen. Foto: Vivian Maier, 1957, Chicago

Monschau. Schon mehr als 9000 Besucher haben die Ausstellung mit Werken der bekannten Fotografin Vivian Maier in Monschau gesehen. Damit reiht sich Maier in die Riege vorzüglicher Fotografen wie Anton Corbijn, Jürgen Schadenberg oder auch Eliott Erwitt ein, die in den vergangenen Jahren schon im KuK Monschau ausgestellt haben.

„Das Publikumsinteresse ist enorm, gerade an den Wochenenden herrscht großer Andrang“, so die städteregionale KuK-Leiterin Dr. Nina Mika-Helfmeier. Damit noch möglichst viele Besucher einen Einblick in ihre Werke erhalten können, werden die Öffnungszeiten im KuK (Austraße 9, Monschau) am Samstag (30. Mai) und Sonntag (31. Mai) jeweils auf 11 bis 18 Uhr erweitert. Der Eintritt ist wie immer frei.

Die 1926 in New York geborene und 2009 in Chicago verstorbene Fotokünstlerin hatte ein außergewöhnlich gutes Auge für Details und den Zauber, der in der Vergänglichkeit des Augenblickes wohnt. „Mit einer besonderen Fototechnik erreichte Sie eine für den Betrachter überraschende Nähe zu den abgelichteten Personen. Kein Bild wirkt gestellt,“ fasst Mika-Helfmeier zusammen.

Vivian Maier war zu Lebzeiten eine völlig unbekannte Frau. Erst ein Immobilienmakler aus Chicago, der unzählige Negative aus dem Nachlass der Alleinstehenden Frau erworben hatte, sorgte in Kooperation mit der Galerie Howard Greenberg in New York für Aufmerksamkeit. Inzwischen gehören Maiers Bilder zu den spektakulärsten Entdeckungen der Fotografie. Der Betrachter von heute erlebt nicht nur die Passanten von damals, sondern erhält ganz nebenbei einen faszinierenden Einblick in den Alltag der Großstädte New York und Chicago während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Vivian Maiers Super-8-Aufnahmen, die auch im KuK zu sehen sind, ermöglichen es zudem, dem Blick der Fotokünstlerin zu folgen.

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