Ausstellung über drei Naturschutzprojekte

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Danke des Life-Plus-Projekts konnten und können durch die Biologischen Stationen von 2012 bis 2016 mit einem Budget von rund 2,8 Millionen Euro zahlreiche Naturschutzmaßnahmen zum Erhalt und für die Wiederherstellung gefährdeter Lebensräume umgesetzt werden. Das Natura-2000 Gebiet „Kalltal und Nebentäler“ bildet die Kulisse für zahlreiche Aktionen zur Förderung naturnaher Fließgewässerlebensräume sowie für naturschutzfachliche Aufwertungen insbesondere für die Fischfauna und die Fauna der Bachauen.
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Nach der Begrüßung und einem Vortrag von Regierungspräsidentin Gisela Walsken informierten sich die zahlreichen geladenen Gäste aus Kommunen, Verbänden und Politik über die geförderten drei Life+ Projekte in der Nordeifel. Foto: B. Theißen

Nordeifel. Drei Life+ Naturschutzprojekte geben mit einer Ausstellung in den Räumlichkeiten der Bezirksregierung Köln Einblick in ihre Arbeit. Sie informieren über die im Nationalpark Eifel und in der Region Nordeifel typischen Lebensräume und heimischen Arten und zeigen, mit welchen Maßnahmen diese erhalten und entwickelt werden.

Der Blauschillernde Feuerfalter aus dem Kalltal strahlt dem Betrachter entgegen. Vuurtje, der Feuersalamander erklärt, warum er sich im Nationalpark Eifel besonders wohl fühlt. Mit einem Wiesenpuzzle sind auch in der Bezirksregierung in Köln die Borstgrasrasen der Eifel zum Greifen nah.

Konkrete Ziele und Maßnahmen

Die Akteure der drei Life+ Projekte „Allianz für Borstgrasrasen“, Rur & Kall – Lebensräume im Fluss“ und „Wald – Wasser – Wildnis“ haben eins gemeinsam: Sie wollen schützenswerte Naturgüter der Nordeifel erhalten und entwickeln. Ihre konkreten Ziele und Maßnahmen stellen sie aktuell mit reich bebilderten Ausstellungselementen in der Bezirksregierung in Köln vor.

Bezirksregierung dabei

Verantwortlich für die Ausstellung und die Projekte sind die Biologischen Stationen StädteRegion Aachen, Kreis Düren und Euskirchen, das Nationalparkforstamt Eifel im Landesbetrieb Wald und Holz NRW sowie der Kreis Euskirchen. Die Bezirksregierung Köln begleitet die Projekte, sei es bei der Antragstellung oder als Bewilligungsbehörde.

Regierungspräsidentin Gisela Walsken weiß deshalb um deren Bedeutung und hebt in ihrer Begrüßungsrede anlässlich der Eröffnung der Ausstellung am 17. November hervor: „Die Projekte tragen ganz maßgeblich zur Stärkung des Naturschutzes in unserer Region bei.“ Auch zahlreiche weitere Akteure wie Kommunen und Kreise tragen durch Geldbeiträge, der langfristigen Bereitstellung von Land, Grundstücken und Liegenschaften zur Akzeptanz und zum Erfolg der Projekte entscheidend bei“, so Walsken. Stefan Meisberger, Leiter der Biologischen Station im Kreis Euskirchen, stellt bei der Eröffnungsfeier den geladenen Gästen aus den Kommunen, Verbänden und Politik die Projekte vor.

Starke Beeinträchtigungen

Ziel aller drei Life+ Projekte ist es, natürliche Lebensräume wie Mittelgebirgsbäche, Au- und Buchenwälder sowie die durch den Menschen entstandenen artenreichen Feuchtwiesen, Borstgrasrasen und Heiden mit ihren wildlebenden, teils seltenen Tier- und Pflanzenarten langfristig zu erhalten. Durch Forst- oder intensive Landwirtschaft haben diese Lebensräume teilweise starke Beeinträchtigungen erfahren oder sind ganz verloren gegangen. Die Liste der Tier- und Pflanzenarten, die dadurch dezimiert und gefährdet wurden, ist lang. Dazu zählen beispielsweise Groppe, Bachneunauge, Wildkatze, Schwarzspecht und Braunkehlchen, verschiedenen Fledermausarten, Blauschillernder und Lilagold Feuerfalter, aber auch Pflanzen wie die Arnika.

Um die Lebensräume mit ihren vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt auch für nachfolgende Generationen zu erhalten, setzen seit 2011 beziehungsweise 2012 die drei Life+ Projekte etwa fünf Jahre lang Hunderte von Einzelmaßnahmen um. „Diese werden zum großen Teil von regionalen Firmen realisiert, so dass die Region auch monetär profitiert“, so Meisberger. Finanziert werden die Projekte zur Hälfte von der EU aus dem Förderprogramm Life+ Natur.

Schutzgebietsnetz

Mit diesem Förderprogramm fördert die EU das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000, zudem alle Projektgeite gehören. Mit Natura 2000 sollen in Europa natürliche Lebensräume und wildlebende Tier- und Pflanzenarten und damit die biologische Vielfalt langfristig erhalten werden. Weitere Mittel fließen durch Ko-Financiers wie das Land NRW oder die Kreisverwaltung in die Projekte ein. Abschließend unterstreicht Gisela Walsken auch den ästhetischen Wert der Naturschutzmaßnahmen: „Die Natur und Landschaft in der Nordeifel wird ein Stück lebenswerter, schöner und vielfältiger“. Besucher, die sich ein Bild davon machen wollen, können die Ausstellung in der Zeughausstraße 2-10 wochentags noch bis 28. November von Montag bis Freitag von 9-18 Uhr im 1. Obergeschoss sehen. Oder Sie besuchen die Projektgebiete in natura in der Eifel. Filme über die LIFE+ Projekte finden Sie unter www.youtube.com/Eifelbiostationen.

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