Monschau - Außengruppe Monschau: Mit viel „Manpower” neue Spielgeräte errichtet

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Außengruppe Monschau: Mit viel „Manpower” neue Spielgeräte errichtet

Von: Isabelle Hennes
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Jopi, Susanne und Jasmin (von
Jopi, Susanne und Jasmin (von links) bedanken sich bei Jürgen Rademacher (Mitte) für die neue Schaukel. Foto: Isabelle Hennes

Monschau. Die Kinder der Außenwohngruppe an der Laufenstraße in Monschau können sich ab sofort richtig verausgaben: Im Garten stehen eine neue Schaukel, eine Wippe und ein Ballkorb. Dass das alles realisiert werden konnte, haben die Kinder der Stadt Monschau und vielen Spendern aus der Region zu verdanken.

Die Stadt hat zu günstigen Konditionen Handwerker und Werkzeug zur Verfügung gestellt. Was den Aufbau der Spielgeräte kompliziert machte, ist die Hanglage des Grundstücks.

Das Problem auf konventionelle Art - mit einem Minibagger - zu lösen, wäre zu kostspielig für die Gruppe gewesen, deren Trägerin der Sozialdienst katholischer Frauen in Stolberg ist.

Stattdessen musste „Manpower” her. Rund zwei Wochen hat es gedauert, bis fünf Leute die Spielgeräte aufgebaut hatten. Nun können sie von den Kindern genutzt werden. Trotz des Regens stürmten Susanne, Jasmin und Jopi los, um die neue Schaukel zu testen. Zuvor hatten sie Fotos von sich auf den neuen Spielgeräten an die Helfer verteilt.

Auch die Nachbarn des Kinderheims, Annegret und Karl-Heinz Keller, waren zur Einweihung des neuen Spielplatzes gekommen. Es ist nicht das erste Mal, dass sie Gäste bei ihren Nachbarn sind. Ab und zu kommen sie auf eine Tasse Kaffee vorbei oder bringen eine Spende zu ihren Nachbarn. Als feststand, dass neben ihrem Grundstück ein Kinderheim entstehen sollte, haben sie ganz unvoreingenommen abgewartet.

„Ich weiß nicht, ob ich so entspannt damit umgehen würde, wenn bei mir Zuhause ein Kinderheim entstehen würde”, sagt Torsten Friedrich-Thomé, Leiter der Gruppe, lachend. Für Annegret und Karl-Heinz Keller hingegen war das kein Thema. Es gab zwar mal eine Situation, bei der Annegret Keller mit Friedrich-Thomé reden musste - die Kinder hatten Steine auf das Grundstück der Kellers geworfen - das konnte aber schnell geklärt werden.

Überhaupt scheinen die Monschauer recht aufgeschlossen zu sein. Als Friedrich-Thomé 2008 mit der Gruppe hierhin zog, hatte er einige Bedenken, ob das gut gehen könnte. Heute sagt er: „Vielleicht liegt es an den Touristen, dass die Menschen in Monschau uns vorbehaltslos begegnen.”

Fakt ist: Das Konzept der Einrichtung, den Kindern in einer möglichst reizarmen Umgebung geborgene Strukturen zu bieten, ist aufgegangen. Mehr noch: Die Kinder sind im Orts- und Vereinsleben intergriert, gehen mit zur Kommunion, gehören zu den Sternsingern und spielen Fußball im Verein.

„Wir in Monschau werden nicht stigmatisiert”, sagt Friedrich-Thomé. Gerade für Kinder ist das ein wichtiger Aspekt. Hinzu kommt, dass sich auch die Mitarbeiter der Gruppe in Monschau wohl fühlen. Sie sind zu fünft im Schichtdienst für die Kinder da. Außerdem gibt es eine Absolventin des freiwilligen sozialen Jahrs, die sich mit um die Kinder kümmert.

Dazu beigetragen, dass Monschau zu einem neuen Zuhause für die Kinder geworden ist, hat eine Kollegin aus Kontzen. „Sie hatte natürlich ein Netzwerk”, erklärt Friedrich-Thomé. Das Haus gegenüber der Senfmühle bietet acht Kindern Platz, sieben sind es momentan.

Alle Helfer und Kinder saßen nach dem Spielen gemeinsam am Tisch zusammen und aßen Suppe. Gesprächsthema Nummer eins beim Essen war die Fußball Europameisterschaft.
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