Roetgen - Ausschuss lehnt Bauvorhaben ab: Gebäude zu groß für Roetgen?

Ausschuss lehnt Bauvorhaben ab: Gebäude zu groß für Roetgen?

Von: Günther Sander
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Wie im Roetgener Rommelweg die Zukunft aussehen soll, will der Bauausschuss bestimmen. Ein überdimensioniertes Bauwerk ist unerwünscht. Foto: Günther Sander

Roetgen. Acht Jahre sind eine lange Zeit, das weiß auch der Bauausschuss der Gemeinde Roetgen. 2008 bereits hatte der damalige Bauausschuss dem Bau eines Mehrfamilienhauses im Roetgener Rommelweg seine Zustimmung erteilt.

Errichtet aber wurde bislang nur eine Bodenplatte, die seit genau acht Jahren nun brach in der Natur liegt. Jetzt soll der Bau des Mehrfamilienhaus mit sieben Wohneinheiten wieder in Angriff genommen werden. Der Bauausschuss aber verweigerte diesmal seine Zustimmung für das Bauvorhaben in der beantragten Form.

Die Bauverwaltung stellte fest, dass es sich zweifelsohne um einen „großvolumigen Gebäudekomplex“ handele. Man habe darauf hingewirkt, dass sich die Kubatur am bereits im Jahre 2008 genehmigte Vorhaben orientieren möge. Die Städteregion Aachen beabsichtige, den vorliegenden Antrag zu genehmigen.

„Wird das Haus von der Raiffeisenbank als Alternative gesponsert?“, fragte Helmut Helzle (CDU) scherzhaft und hatte die Lacher auf seiner Seite. Für Silvia Bourceau (UWG) ist manches unklar und auch unglücklich. Vor acht Jahren habe zwar eine Abnahme stattgefunden, aber Bourceau befürchtet, fass „Fehler gemacht worden sind.“ In diesem Falle müsse man gezielt an die Nachbarschaft denken und aufpassen, keine neuerlichen Fehler zu begehen. „Wir bestimmen hier, wie im Rommelweg die Zukunft aussehen wird.“

„Viel zu groß, und das in Nähe des Baches“, monierte Gudrun Meßing (Grüne). Sie bezeichnete das Vorhaben an dieser Stelle als „völlig unpassend und indiskutabel“. Franz-Josef Zwingmann (FDP) sprach von einem „weiteren Bollwerk“, und Bernhard Müller (Grüne) hatte „erhebliche Bauchschmerzen“, ein solches Vorhaben im Außenbereich zu genehmigen.

Das sei alles bereits vor acht Jahren schon geklärt worden, argumentiert Bauamtsleiter Dirk Meyer und beruhigte die Gemüter. „Wir haben keine Probleme damit“, versicherte Michael Seidel (CDU), während Bernd Vogel (PRB) wieder einen Fall überdimensionierten Bauens auf Roetgen zukommen sah.

Nur CDU und SPD (sechs Stimmen) plädierten für eine Genehmigung, die restlichen Fraktionen sorgten mit ihren Nein-Stimmen für eine mehrheitliche Ablehnung.

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