Roetgen - Ausbildungstag: „Du hast uns gerade noch gefehlt”

Ausbildungstag: „Du hast uns gerade noch gefehlt”

Von: Heiner Schepp
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Beim elften Ausbildungstag in
Beim elften Ausbildungstag in Roetgen war das Spektrum der informierenden Betriebe und Einrichtungen breit gestreut. Das Bischöfliche Generalvikariat war erstmals bei der „Eifelbörse” zu Gast und informierte unter anderem über pastorale und pädagogische Berufe sowie soziale Dienste. Foto: Heiner Schepp

Roetgen. „Du hast uns gerade noch gefehlt!” Mit forschen Slogans wie diesem werben Handwerk und Industrie, Behörden und Dienstleister um den beruflichen Nachwuchs. So auch am Donnerstag beim elften gemeinsamen Ausbildungstag der Nordeifelgemeinden in Roetgen.

Über 700 Schülerinnen und Schüler strömten während der gut fünfstündigen Lehrstellen- und Ausbildungsbörse in die Gemeindesporthalle, wo an die 60 Aussteller mehr als 200 Ausbildungsberufe vorstellten.

Die Azubis in der zweiten Dekade dieses Jahrtausends sind in einer vergleichsweise komfortablen Situation. Mit den geburtenschwachen Jahrgängen strömen auch weniger Schulabsolventen auf den Ausbildungsmarkt, und so reißen sich Firmen und Institutionen förmlich um potentielle Azubis, die nicht den Weg zur Hochschule wählen. Positiv ausgedrückt heißt das, „dass jeder Ausbildungswillige auch die Chance hat, einen Ausbildungsplatz zu erhalten”, so „Gastgeber” Bürgermeister Manfred Eis zur Eröffnung des Ausbildungstages am Donnerstagmorgen.

Nachwuchs in der Industrie werde sogar in den nächsten Jahren einen Engpass darstellen, meinte Eis und freute sich, dass die Industrie mit vermehrten Ausbildungsplätzen, aber auch ihrem Interesse an Ausbildungsbörsen wie dieser für die Nordeifel auf solche Entwicklungen reagiere. Manfred Eis: „Aus einem bisher eher verkrampften Bestreben von Politik und Wirtschaft, die Jugendlichen zukunftssicher unterzubringen, ist ein selbstverständliches und positiv besetztes ´Ja sicher bilden wir aus!geworden”.

Viele Einrichtungen zum ersten Mal dabei

Und so fanden sich bei der Nordeifeler Ausbildungsbörse 2011 auch viele Einrichtungen zum ersten Mal überhaupt ein. „Bei den sozialen Berufen ist das Interesse an einer Ausbildung sehr hoch - bei den pastoralen hingegen herrscht Mangel”, berichtet Schwester Martina Kohler, Pastoralreferentin an der Infostelle „Berufe und Dienste der Kirche”. Das Bischöfliche Generalvikariat warb deshalb mit einem großen Stand nicht nur für Pflegeberufe, Pädagogische Tätigkeiten und soziale Dienste, sondern auch um Nachwuchs für pastorale Berufe wie Kirchenmusiker/in und Religionslehrer/in, Pastoral- und Gemeindereferent/in oder Priester.

Wieder mit von der Partie in der Liste ausbildender Einrichtungen ist in diesem jahr auch die Eifelklinik St. Brigida in Simmerath, wobei die sechs Krankenpflege-Ausbildungsplätze für 2011 schon besetzt sind. „Wir informieren aber jederzeit gerne über die Ausbildung bei uns und bei unseren Partnern”, so Christoph Jouck, Leiter der Franziska-Schervier-Schule des Bethlehem-Gesundheitszentrums in Stolberg.

Die Blumen gibt´s als Dank

Traditionell großes Interesse fanden die Ausbildungs- und Einstellungsberater von Polizei, Bundespolizei, Feuerwehr oder auch Bundeswehr. Ein Floristik-Großhandel bedankte sich für das Interesse junger Damen mit einem schönen Blümchen, und auch viele andere Aussteller geizten nicht mit Werbeartikeln und kleinen Geschenken für die jungen Besucher. Im Mittelpunkt aber standen Beratung und das persönliche Gespräch mit den 700 Schülern, unter denen die St. Ursula-Realschule mit 180 Mädchen die größte Gruppe bildete.

Deren Schulleiter Franz-Peter Müsch bedankte sich stellvertretend für alle neun teilnehmenden Schulen bei der Politik, „dass sie diese tolle Sache Jahr für Jahr auf die Beine stellt”.
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