Ausbau Monschauer Straße: Streit zwischen Aachen und Eifel?

Von: red
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Trauriger Alltag  an jedem Mor
Trauriger Alltag an jedem Morgen für die Eifeler Pendler in Richtung Aachen ist der Stau auf der Monschauer Straße. Was wird aus den Ausbauplänen, an deren Nutzen man in Aachen zweifelt? Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel/Aachen. Große Pläne hat der zuständige Landesbetrieb Straßen bekanntlich im Hinblick auf den Ausbau der Monschauer Straße - vor allem das Nadelöhr zwischen Autobahnauffahrt Lichtenbusch und Himmelsleiter soll voraussichtlich ab 2014 beseitigt werden.

Nachdem die jetzt aber die schwarz-grüne Ratsmehrheit in Aachen das ambitionierte Konzept in weiten Teilen einbremsen will, regt sich in der Eifel Widerstand.

„Dass der Abschnitt zwischen Autobahn und Gewerbegebiet Pascalstraße entzerrt werden muss, liegt zwar auf der Hand. Aber wir sind der Meinung, dass es ausreichen würde, dort eine dreispurige Lösung zu erarbeiten”, sagte kürzlich Roland Jahn, Grünen-Ratsherr und Vorsitzender des Mobilitätsausschusses.

Zurzeit ist vorgesehen, die viel frequentierte Etappe rund ums Gewerbegebiet Oberforstbach vierspurig auszubauen. Bis zum Kalkhäuschen soll der Verkehr künftig dreispurig weiter geführt werden, und zwar dergestalt, dass in beide Richtungen das Überholen bergauf erleichtert wird.

Die Kosten dafür - zehn Millionen Euro - stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen. „Es muss nicht sein, dass die gesamte Strecke wie eine Autobahn ausgebaut wird”, meint Jahn.

Eifeler CDU wird hellhörig

Angesichts solcher Töne werden die Eifeler Christdemokraten hellhörig, kämpfen diese doch seit Jahren um eine bessere Verkehrsanbindung für die Pendler. „Die CDU Monschau hat sich die vernünftige Verkehrsanbindung an das Oberzentrum Aachen auf die Fahnen geschrieben”, betont der Monschauer CDU-Vorsitzende und Städteregionstagsmitglied Alexander Lenders.

Die jetzigen Ausbaupläne seien das Ergebnis „eines wirklich jahrelangen Ringens”, wo man auch von den Abgeordneten, z. B. dem ehemaligen Staatssekretär Achim Großmann (SPD) und dem Landtagsabgeordneten Axel Wirtz (CDU) unterstützt worden sei, zeigt sich der Eifeler Christdemokrat enttäuscht. Auch Städteregionsrat Etschenberg habe sich „mit Nachdruck” dieser Sache angenommen. Durch seine Intervention seien nachdrückliche Verbesserungen im Planverfahren im Bereich der oberen Himmelsleiter erreicht worden.

Nun habe man vom gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Aachen erfahren, die diese Pläne ablehnten und nur einen weitaus reduzierten Ausbau für nötig hielten.

Darauf hin, so Lenders, seien die CDU-Abgeordneten im Städteregionstag, Hans Josef Hilsenbeck, Ronald Borning und er selbst „direkt aktiv” geworden und hätten das Thema in den Fraktionsvorstand der CDU-Städteregionsfraktion gebracht und auch mit dem Fraktionsvorsitzenden der CDU Fraktion im Rat der Stadt Aachen, Harald Baal, besprochen.

Einem Hinweis von Harald Baal folgend, sollen nun weitere Gespräche mit den Fachleuten der Aachener CDU stattfinden.

Lenders: „Für uns ist jedenfalls die Position unverändert. Die B 258 muss ausgebaut werden, damit das Oberzentrum Aachen auch bei steigenden Verkehrsaufkommen vernünftig erreichbar bleibt.”

Diese Erwartung hätten auch viele Bürger aus der Eifel, die jeden Tag nach Aachen ein- und auspendelten.
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