Ausbau des Rurufer-Radweges verzögert sich

Von: P. St.
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Zwischen Kloster Reichenstein und Dreistegen in Monschau ist der Rurufer-Radweg derzeit eine Baustelle und daher gesperrt. Bei entsprechender Ausstattung kann man den Weg mit Einschränkungen dennoch nutzen. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Radfahren in der Eifel wird immer beliebter, vor allem seit der Vennbahnweg fertiggestellt ist. Mindestens so beliebt bei den Zweiradfahrern aber ist der landschaftliche reizvolle Rurufer-Radweg, der auf einer Länge von 180 Kilometern von der Rurquelle im Hohen Venn über Heimbach und Jülich bis zur Rurmündung in die Maas nach Roermond führt.

Auf einem kurzen Abschnitt des Weges auf dem Stadtgebiet Monschau zwischen Kloster Reichenstein und Dreistegen, aber läuft es derzeit nicht rund. Baustellenschilder und verschlossene Schranken signalisieren dem Radfahrer, dass man das reizvolle von Felsen und rauschendem Gebirgsbach begleitete Stück derzeit besser meidet. Mit Ausnahme von Rennrädern lässt sich der Weg zwar befahren, aber das Zweirad und sein Fahrer sollten schon schotterfest sein.

Weil der endgültige Ausbau des Weges noch nicht erfolgt ist, wird er von der Städteregion Aachen, die als Bauherr der Maßnahme auftritt, weiterhin als Baustelle betrachtet. Was die Radfahrer aber verärgert, ist die Tatsache, dass die Baustelle seit Wochen ruht. Diese nicht erklärbare Situation nahm Ratsherr Wolfgang Weber aus Monschau in der zurückliegenden Ratssitzung daher auch zum Anlass in einer Anfrage an die Verwaltung durchblicken zu lassen, dass es offenbar unterschiedliche Auffassungen zwischen der Städteregion und dem bauausführenden Unternehmen gebe.

Dass die Kommunikation derzeit etwas gehemmt ist, kann auch Hubert Philippengracht, Leiter des städteregionalen Amtes für Immobilienmangement und Verkehr bestätigen: „Die Tiefbaufirma hat die Arbeit wegen unterschiedlicher Auffassungen zum Projektablauf eingestellt und wurde zwischenzeitlich in Verzug gesetzt.“ Bei Einhaltung der nun gesetzten Frist, so Philippengracht weiter, „sollten die Arbeiten kurzfristig wieder aufgenommen werden und nach den Sommerferien beendet werden.“

Von diesem Bauzeitenplan geht auch der beauftragte Unternehmer Stephan Braun aus Simmerath aus. Die noch fehlende Feinschicht werde zeitnah eingebracht, sossdass möglicherweise Ende des Monats die Maßnahme abgeschlossen werden könne. „Das Material liegt bereit, aber es gab Irritationen. Daher hat sich die Maßnahme aus technischen Gründen verzögert.“

Bereits seit Oktober 2012 ist die Firma auf dem Rurufer-Radweg aktiv. Das Ausbaustück umfasst ingesamt 5,6 Kilometer zwischen Kalterherberg/Rosengasse und Dreistegen. Wegen des langen Winters konnten die Arbeiten erst im späten Frühjahr wieder aufgenommen werden. Daher konnte auch das Ziel, dass der Weg zu Beginn der Sommferien wieder befahrbar sein sollte, nicht eingehalten werden.

Das Gesamtbudget für die Maßnahme liegt bei 450.000 Euro. Dies soll sich durch vorübergehende Stilllegung der Baustelle auch nicht verändern. „Nach dem derzeitigen Stand werden die Kosten eingehalten“, betont Hubert Philippengracht.

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