Ausbau der Monschauer Straße: Zähe Arbeit im Hintergrund

Von: P. St.
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So könnte es demnächst aussehen in Oberforstbach entlang der Monschauer Straße. Für die Anwohner soll der vierspurige Ausbau zwischen Autobahnauffahrt Lichtenbusch und Pascalstraße auch mit einer Verbesserung des Lärmschutzes verbunden sein.
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CDU-Ortstermin an der Monschauer Straße in Lichtenbusch: MdB Helmut Brandt, Ulla Thönnissen, Mdl und Ratsfrau in Aachen und MdL Axel Wirt (v. li.). Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel/Aachen. Jetzt oder nie: Seit rund 20 Jahren wird mal mehr, mal weniger über die Verkehrsverbesserungen auf der Bundesstraße 258 diskutiert. Nun könnte der Dauerbrenner in die entscheidende Phase gehen. Im Fokus der wichtigsten Verkehrsverbindung zwischen der Eifel und Aachen steht dabei nicht nur die Himmelsleiter sondern vor allem die Monschauer Straße.

Der Abschnitt der B258 von Gut Kalkhäuschen bis zur Autobahn ist für die Pendler aus der Eifel eine verlässliche Gedulds- und Nervenprobe. Zur Berufsverkehrszeit am frühen Morgen gibt es keinen Tag ohne Stau vor Oberforstbach.

Dieser Stau könnte sich nun auflösen, wenn auch erst in fünf Jahren. Endlich fahren die Stadt Aachen, die für diesen Bereich zuständige Kommune und die Städteregion eine gemeinsame Linie, nachdem sich die Stadt Aachen mit den Ausbauplänen des Landesbetriebs Straßenbau anfreunden konnte.

Ein vierspuriger Ausbau zwischen der Einmündung Pascalstraße und dem Autobahnanschluss Lichtenbusch scheint nun doch möglich, nachdem den betroffenen Anwohnern ein erheblich verbesserter Lärmschutz in Aussicht gestellt wurde.

Nicht nur OB Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg haben damit eine gemeinsame Linie gefunden, auch Bezirksbürgermeister Jakob von Thenen, zuständig für Kornelimünster und Walheim, unterstützt die Pläne.

Auch die politischen Kräfte der CDU freuen sich darüber, dass nun endlich ein entscheidendender Schritt gemacht werden kann, wohl wissend, dass der Erfolg viele Väter hat.

„Wir sind jetzt in eine neue Phase eingetreten – aus den Büros in die Beratungsphase“, kommentiert der Stolberger CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz den Durchbruch. Die aktuellen Planungen des Landesbetriebs Straßenbau für die Vierspurigkeit berücksichtigten die Einflussmöglichkeiten der Anwohner und führten zur einer „optischen Aufwertung“ des Bereiches. Die Lärmschutzmaßnahmen bedeuteten für die Anwohner acht bis zehn Dezibel weniger Lärm.

Ab 2019 könnte es losgehen

Im weiteren Verlauf der B258 sehen die Ausbaupläne in der nächsten Phase zwischen Pascalstraße und Kalkhäuschen eine wechselseitige dreispurige Verkehrsführung vor. Je nach Verkehrs-Stoßzeiten sollen in Richtung Aachen bzw. in Richtung Eifel jeweils zwei Spuren zur Verfügung stehen. Für den dreispurigen Ausbau bedarf es zudem keines Grunderwerbs.

Straßen.NRW geht davon aus, dass bis 2019 die vorbereitenden Planungen abgeschlossen sind und anschließend der Ausbau beginnend an der Autobahnauffahrt Lichtenbusch in die konkrete Umsetzung gehen kann.

Dass es „zeitliche Verzögerungen“ gegeben habe räumt auch die neue CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Ulla Thönnissen (Mdl) und Fraktionsvorsitzende im Städteregionstag ein. Dies liege auch zum Teil am Landesbetrieb Straßenbau, der die Thematik aus dem Kommunalwahlkampf herausgehalten habe.

Auch bei der Stadt Aachen aber habe es nie einen Zweifel darüber gegeben, „dass hier eine Lösung unter Einbeziehung aller Beteiligten her muss.“ Schließlich habe auch „die Stadt Aachen ein Interesse daran, dass die Pendler aus der Eifeler entlastet werden“, betont die Aachener CDU-Ratsfrau.

Dass nun alle Voraussetzungen für die letztlich entscheidenden Beratungen im Mobilitätsausschuss der Stadt Aachen geschaffen sind, glaubt auch CDU-MdB Helmut Brandt, nachdem Oberbürgermeister und Städteregionsrat mit ihrer gemeinsamen Initiative „ein klares Signal“ gesetzt hätten. Der Alsdorfer Bundestagsabgeordnete hat allerdings auch feststellen müssen, dass trotz allgemeiner Einsicht in die Notwendigkeit der Maßnahme die Ausbau-Thematik sich auch deshalb als schwierig erwiesen habe, weil innerhalb der Städteregion die kreisfreie Stadt Aachen „ein Eigenleben führt“. Das müsse man zur Kenntnis nehmen.

Auch wenn die CDU zuletzt beim Thema B 258 nicht immer in der Reihe öffentlich präsent gewesen sei, ist für Axel Wirtz das jetzt erzielte Ergebnis entscheidender, anstatt ständig Zwischenstände zu vermelden. „Wir waren die ganze Zeit am Ball. Der gemeinsame Erfolg sei das Ergebnis „zäher Arbeit im Hintergrund.“

Auf der politischen Ebene hat das Thema des Ausbaus der B258 seit der Kommunalwahl 2014 mächtig Fahrt aufgenommen.

Für Helmut Brandt ist daher auch der Hinweis wichtig, dass beim Ausbau die finanzielle Seite eine untergeordnete Rolle spiele, selbst wenn das Land NRW die Maßnahme bislang nicht zur Umsetzung gemeldet habe. Daher sei es auch „unangemessen“ wenn von anderer Seite dieser Punkt herausgehoben werde. Für den Straßenbaulastträger sei allein die Frage die entscheidend, ob vor Ort Einigkeit über eine Maßnahme erzielt worden sei. Nun biete sich die Chance unter Wahrung der Interessen der Verkehrsteilnehmer und Anwohner eine gemeinsam getragene Lösung umzusetzen.

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