Monschau - Aus Schandfleck soll eine grüne Lunge werden

Aus Schandfleck soll eine grüne Lunge werden

Von: P. St.
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Ein Schandfleck soll verschwinden: Fünf Jahre nach dem Feuer hat die Stadt Monschau nun die Brandruine in der Laufenstraße 32 erworben und will das Grundstück als grüne Lunge herrichten. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Für so manchen Monschau-Touristen in den zurückliegenden fünf Jahren blieb eine Brandruine in der Laufenstraße nachhaltiger in Erinnerung als so manches wertvolle historische Gebäude. Die verkohlten Reste des Hauses und die Baulücke sorgten allerdings für eine zweifelhafte Touristenattraktion und vor allem für ein Dauer-Ärgernis der Anwohner.

In Kürze soll der Schandfleck jetzt verschwinden, denn mit Ablauf des alten Jahres wurde die Stadt Eigentümer der Immobilie Laufenstraße 32. Wie Bürgermeisterin Margareta Ritter auf Anfrage bestätigte, habe die Stadt die Brandruine zu einem „hoch akzeptablen Preis” erworben. Nach dem Brand im Dezember 2005 war das Grundstücke zunächst vom Monschauer Immobilienunternehmen „bonafide” erworben worden.

Die Bemühungen des neuen Eigentümers, die Baulücke wieder zu schließen, führten letztlich nicht zum Erfolg. Die hier ursprünglich geplanten sechs Wohnungen und zwei Ladenlokale blieben nur graue Theorie. Nach Meinung der Bauaufsicht, hieß es damals, hätte sich ein Objekt dieser Größe, das auch den Laufenbach überkragen sollte, nicht mit den Vorgaben des Denkmalschutzes vereinbaren lassen.

Wie ernst es um die Investitionsabsichten wirklich stand, wird nur der Unternehmer selbst wissen, jedenfalls passierte bis zum heutigen Tag nichts mehr - sieht man einmal von einer Plakataktion des Eigentümers Ende 2007 ab, als dieser mit plakativen Angriffen gegen die Stadt öffentliches Aufsehen erregte. Der Denkmalschutz für die noch vorhandenen Reste des Gebäudes Nr.32 war inzwischen aufgehoben worden, der Eigentümer hatte eine Ordnungsverfügung erhalten, um den kompletten Abriss der Brandruine vorzunehmen.

Jetzt ist ein versöhnliches Ende in Sicht. Nachdem nun die Stadt Eigentümerin ist, soll das Grundstücke in Kürze geräumt werden. Damit soll eine Firma beauftragt werden. An eine Schließung der Baulücke durch einen Neuaufbau ist aber laut Bürgermeisterin nicht gedacht. Für eine solche Investition seien keine Mittel vorhanden. Stattdessen solle das Grundstück als „grüne Lunge” hergerichtet werden. Diese Planung hat durchaus ihren Reiz, gibt die Baulücke doch einen direkten Blick auf den Haller frei.

Handlungsbedarf, so die Bürgermeisterin, sei auch wegen der Situation der beiden Nachbarhäuser angesagt gewesen. Margareta Ritter ist sicher, dass durch die neue Planung „die gesamte Laufenstraße aufgewertet wird.”
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