Aus fünf mach zweieinhalb: Schul-Zusammenführung kann beginnen

Von: hes
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„Kurze Beine, kurze Wege“ lautete seinerzeit eine Maxime bei der Entscheidung über die künftigen Grundschulstandorte. So sollen die Kinder auch weiterhin die Höfener Grundschule besuchen, die aber zum nächsten Schuljahr ihre Eigenständigkeit verliert und künftig zur Grundschule Mützenich gehören wird.

Monschau. Es war ein heißer (Schul-) Herbst im Jahr 2013, als in der Stadt Monschau die Neuordnung der Grundschulen intensiv und teils emotional diskutiert wurde. Vertreter der Schulen und der Elternschaft, der Verwaltung und der Schulbehörde steckten schließlich in der sogenannten „Schulwerkstatt“ tagelang die Köpfe zusammen.

Ende Oktober präsentierten sie dann die Lösung, die der Monschauer Stadtrat am 26. November 2013 beschloss, die die Bezirksregierung Köln am 26. Mai 2014 genehmigte und die im kommenden Jahr abschließend umgesetzt werden soll.

Mit Beginn des Schuljahres 2017/18 werden die Grundschul-Teilstandorte Imgenbroich und Kalterherberg sowie die KGS Heckenlandschule Höfen förmlich aufgelöst und den beiden einzig verbleibenden Grundschulen zugeführt werden.

Die Grundschule Konzen würde dann nicht mehr als Grundschulverbund geführt, die Schülerinnen und Schüler des bisherigen Teilstandortes Imgenbroich besuchen ab diesem Zeitpunkt die Grundschule in Konzen. Die Schülerinnen und Schüler aus Kalterherberg besuchen ab diesem Zeitpunkt die Grundschule Mützenich, die Höfener Schule wird dann als neuer Teilstandort der KGS Mützenich geführt.

„In Vorbereitung der vorgenannten Veränderungen wurden seitens der Verwaltung in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Schulleitungen Gespräche zur räumlichen Umsetzung in den Grundschulen angestellt und fortgeführt“, berichtete die Stadtverwaltung nun im Monschauer Bildungsausschuss. Zur Zeit werden am Standort Imgenbroich 73 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, nach der Zusammenlegung würden nach derzeitigem Stand voraussichtlich insgesamt acht Klassenräume benötigt.

Dieser Raumbedarf zuzüglich weiterer Räumlichkeiten für die offene Ganztagsbetreuung kann in Abstimmung mit der Schulleitung nur unter Ausnutzung des kompletten Schulgebäudes sichergestellt werden. Das bedeutet auch, dass die vorübergehend an den Kindergarten Konzen vermieteten Räumlichkeiten im Untergeschoss der Grundschule dann wieder als Klassenräume bzw. als OGS genutzt werden. Der entsprechende Mietvertrag für den Kindergarten endet absprachegemäß im Sommer 2017.

Das sogenannte „Eulennest“, die Bücherei der Grundschule Konzen, kann voraussichtlich dauerhaft an ihrem jetzigen Standort verbleiben. Der Mehrzweckraum über der Turnhalle soll ab Sommer 2017 seitens der Schule für einzelne Projektarbeiten mit den Schülerinnen und Schülern und als Werkraum („Schülerlabor“) genutzt werden.

Für die derzeitige Nutzung des Mehrzweckraumes durch den TV Konzen – hier finden unter anderem Fitnesskurse statt – „werden Raumalternativen zur Verfügung gestellt“, so die Verwaltung. Das Sekretariat bzw. Schulleitungsbüro, das zurzeit noch einen Klassenraum belegt, soll in Absprache mit allen Beteiligten im derzeitigen Hausmeisterraum untergebracht werden, der seinerseits in den Keller verlegt wird.

Wie die Verwaltung im Bildungsausschuss weiter mitteilte, wird erwogen, den vorderen Schulhof (Platz vor dem MuK) ab kommendem Schuljahr zusätzlich als Schulhof zu nutzen. Ebenfalls soll den Kindern ab August 2017 in den Pausen ein Spielgerät/Klettergerüst zur Verfügung stehen.

„Insgesamt kann die Schülerschaft des Standortes Imgenbroich mit relativ geringem Aufwand im Gebäude der Grundschule Konzen untergebracht werden und findet dort bei Ausnutzung des kompletten Schulgebäudes ausreichende Räumlichkeiten vor.

Entsprechende Mittel für die Herrichtung der Räume werden bei den Haushaltsplanungen für das Jahr 2017 berücksichtigt, so dass die Räumlichkeiten in der Grundschule Konzen mit Beginn des Schuljahres 2017 komplett hergerichtet sind“, lautet das Fazit der Stadtverwaltung zur Zusammenführung der Grundschulstandorte Konzen und Imgenbroich.

Allerdings erfolgte diese Bewertung in der Mitteilungsvorlage für den Bildungsausschuss noch bevor bekannt wurde, dass die Zusammenführung möglicherweise um ein Jahr nach hinten verschoben wird.

Zur Zeit werden am Standort Kalterherberg 49 Schülerinnen und Schüler beschult. Nach Rücksprache mit der Schulleitung der GS Mützenich ist das Platzangebot an den Standorten Höfen und Mützenich ausreichend, so dass hier keine Umbauarbeiten etc. notwendig sind. In Mützenich ist der Umzug des Lehrerzimmers aus dem Haupt- in den Nebentrakt vorgesehen. Dadurch werde ein weiterer Klassenraum zur Verfügung stehen, so die Schulverwaltung.

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