Monschau - Aus dem Unterholz gerettet

Aus dem Unterholz gerettet

Von: Jan Mönch
Letzte Aktualisierung:
Rettung per Hubschrauber: Sieb
Rettung per Hubschrauber: Sieben Mitarbeiter des Rettungsdienstes und rund 25 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Foto: Jan Mönch

Monschau. Rettungsdienst und Feuerwehr haben am Mittwoch eine Wanderin aus dem Bereich Mühlenley gerettet. Die englische Touristin war gemeinsam mit drei Landsleuten - zwei Männern und einer weiteren Frau - auf den Trampelpfaden im Rücken des Monschauer Rathauses unterwegs, als sie plötzlich einbrach, mit dem Fuß im Unterholz einbrach und sich den Unterschenkel brach.

Eine noch glimpfliche Verletzung; kompliziert hingegen gestaltete sich die Bergung der Urlauberin. So stellten die Mitarbeiter des Rettungsdienstes, die als erste vor Ort waren, rasch fest, dass sie auf dem unwegsamen Gelände allein wenig ausrichten konnten. Daher wurde auch die Feuerwehr alarmiert, die mit dem Einsatzdienst Monschau sowie dem Löschzug Altstadt anrückte. Einsatzleiter Albert Prümmer bestellte vor Ort noch den Löschzug 4 hinzu.

Der Grund: Prümmer wusste, dass die Kollegen aus Imgenbroich/Konzen über eine sogenannte Bergewanne verfügen, mit der sich ein Verunglückter „ziehen, schleppen und tragen” lässt. „In den Alpen wird die Wanne sogar an einen Hubschrauber hängen.”

So weit mussten Prümmers Kollegen dann doch nicht gehen, wenngleich auch in Monschau ein Hubschrauber zum Einsatz kam. Mit einer Motorsäge schlugen die Einsatzkräfte sich eine Schneise durch das Unterholz hin zu einer Weide, wo die Maschine des ADAC hinreichend Platz für eine sichere Landung hatte.

Die Patientin nach Monschau zu bringen, von wo aus sie mit dem Krankenwagen hätte abtransportiert werden können, wäre zu gefährlich gewesen. Prümmer: „Der Weg zu der Weide war breiter, kürzer und einfacher zu bewältigen.” Dennoch mussten auch hier feuchte Abhänge und Stacheldrahtzäune überwunden werden. Der Hubschrauber flog die Engländerin schließlich ins Krankenhaus in Würselen, während Prümmer ihren Begleitern einen Kollegen mit guten Englischkenntnissen zur Seite stellte.

Gegen 12.15 Uhr war der schweißtreibende Einsatz für sieben Mitarbeiter des Rettungsdienstes sowie rund 25 Feuerwehrleute beendet.
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