Nordeifel - Aus dem Abseits: Landesligisten setzen sich für Flüchtlingskinder ein

Aus dem Abseits: Landesligisten setzen sich für Flüchtlingskinder ein

Letzte Aktualisierung:
11476432.jpg
Der SV Rott im Spendeneinsatz: v. l.: Marco Recchioni, Michael Carl, Mohamadou Drame , Andreas Schindler, Avdo Iljazovic, Ralf Zerlik. Vorne von links: Nico Zerlik und Fabio Recchioni. Foto: Kurt Kaiser

Nordeifel. Dass beim ranghöchsten Fußballteam in der Nordeifel, dem Landesligisten SV Rott, auch soziale Aspekte eine große Rolle spielen, demonstrierte kurz vor Weihnachten die erste Mannschaft des Sportvereins.

Die Spieler des Landesligisten hatten von dem Spendenaufruf der Jugendabteilung der SG Roetgen/Rott für die Flüchtlinge in den beiden Vereinen gehört. Unterstützt von den Sponsoren des Vereins, entschlossen sie sich, der Jugendabteilung einen Gutschein für die sportliche Ausstattung von Flüchtlingskindern der SG zu übergeben.

Der Rotter Torjäger Avdo Iljazovic, Nachwuchskicker Mouhamadou Drame, und der sportliche Leiter und Sponsor des SV Rott, Andreas Schindler, übergaben den Gutschein an FC-Jugendleiter Marco Recchioni, dem Rotter Jugendleiter Michael Carl und FC Jugendgeschäftsführer Ralph Zerlik.

„Das ist ja super“, strahlte Marco Recchioni, über die großzügige Spende. Dass die Jugendabteilungen bei aktuell 18 Flüchtlingskindern an allen Ecken und Enden Unterstützung brauchen, unterstrich Marco Recchioni nochmals und hob ganz besonders den unermüdlichen Einsatz von Jugendbetreuer Heinz Hülsen hervor: „Er kümmert sich um die Jungs, sei es beim Spiel oder beim Training. Er spricht mit den Kids und fragt nach, wo Bedarf vorliegt."

Aktuell plant man bei der SG, einen Deutschkurs vor den Trainingseinheiten zu organisieren. Nicht nur für die SG Roetgen/Rott fallen leider auch im administrativen Bereich eine Menge Probleme an. „Die Spielerpasserteilung ist eine Katastrophe, es dauert Monate, ärgert Marco Recchioni sich über den unnötigen Verwaltungsaufwand. Dabei leisteten die Jugendtrainer sowieso schon einen immensen zusätzlichen Aufwand.

„Die Trainer gehen sogar in die Flüchtlingsheime, um den Jungs zu erklären, warum sie bei der Aufstellung nicht oder nur kurz berücksichtigt wurden“, sagte der FC- Jugendleiter. Auch wenn die Spielgemeinschaft den zweiten Spendenaufruf als Erfolg wertete, wartet noch eine Menge Arbeit auf die beiden Jugendabteilungen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert