Aus Containern in die fast fertige Schule

Von: P. St.
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Noch wie eine  Großbaustelle
Noch wie eine Großbaustelle wirkt das Grundschulgebäude in Roetgen. Nach den Herbstferien soll hier wieder planmäßig Unterricht stattfinden. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. Jetzt gibt es kein Zurück mehr: Nach den Herbstferien soll in der Grundschule Roetgen wieder Unterricht stattfinden. Auch wenn das Gebäude in diesen Tagen noch einer Großbaustelle gleicht, soll in der zweiten Hälfte der Herbstferien (ab 15. Oktober) der Umzug erfolgen.

Es wird noch nicht alles hergerichtet sein, aber die Voraussetzungen sind geschaffen, dass unterrichtet werden kann. Anders geht es auch nicht, denn die übergangsweise angemieteten Klassen-Container sind bereits gekündigt worden.

Im Frühjahr 2009 war mit den Arbeiten begonnen worden, begleitet wurde der Umbau von einer ständigen Anpassung der Kosten. Nach dem der Rat erst im Juli 2012 das Budget auf 7,55 Millionen Euro angehoben hatte, musste Projektsteuerer Dr. Peter Döinghaus jetzt dem Rat eine weitere Kostenerhöhung in Aussicht stellen. Die UWG hatte beantragt, dass die neue Kostenprognose (sie liegt jetzt bei 7,63 Mio. Euro) in öffentlicher Ratssitzung analysiert wird.

Noch sei nicht sicher, ob es tatsächlich auf eine erneute Erhöhung hinauslaufe, so der Projektplaner, da der Ausgang verschiedener Streitpunkte mit Unternehmen noch offen sei. So liegt die Gemeinde mit einer Firma, die Elektroarbeiten ausführte, im Clinch, weil sie mit 24.000 Euro überbezahlt worden sei. Ein inzwischen neu beauftragtes Unternehmen muss mit 29.000 Euro entlohnt werden.

Außerdem sprach Döinghaus von immer wieder auftretenden baulichen Überraschungen („Hier ist Mist gebaut worden”) während des zweiten Bauabschnittes. In der Nachbetrachtung der Gesamtmaßnahme sei ein Abriss statt Sanierung sicherlich die bessere Lösung gewesen.

Wegen der Verlängerung der Bauzeit liegt man außerdem mit dem Architekturbüro, das seine Honorarforderung um 45.000 Euro hochgeschraubt.

Schließlich gibt es noch Streit um ein falsch geliefertes Treppengeländer. Unter dem Strich fehlen nach derzeitiger Lage der Dinge 32.000 Euro.

Peter Döinghaus: „Die Lage ist schwierige, aber es gibt keinen Grund zur Panik.” Auch werde es nicht in allen Punkten gelingen, die Schuldfrage an den baulichen Unzulänglichkeiten eindeutig zu klären. Einen Stillstand am Bau werde es aber unter keinen Umständen geben.

Seitens der politischen Vertreter im Gemeinderat wurde die konsequente Linie des Projektplaners gelobt, der sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht festlegen, ob die gewünschte Budgeterhöhung auch tatsächlich in Anspruch genommen werden müsse.

Bauamtsleiter Dirk Meyer versicherte, dass man nach allen Möglichkeiten der Einsparungen suche und auf der Suche nach günstigen Lösung auch bereit sei, Kompromisse zu schließen.

„Es gibt keinen Plan B”

Trotz aller Schwierigkeiten soll der Umzug der Schule nicht in Gefahr geraten, betonte auch Michael Schlamann vom Bauamt der Gemeinde: „Wir ziehen in der zweiten Herbstferienwoche um. Es gibt keinen Plan B.”

Dass sich der komplizierte und mit viel Ärger und Kosten verbundene Umbau des Grundschulgebäudes am Ende nicht noch ein paar böse Überraschungen biete. hoffte auch Bürgermeister Manfred Eis: „Wir können nur darum beten, dass wir kein weiteres Geld benötigen.”
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