Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Heinz Dürr zu Gast in Monschau

Von: P. St.
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Ein besonderer Moment für Mon
Ein besonderer Moment für Monschau und Bürgermeisterin Margareta Ritter: Dr. Heinz Dürr verewigt sich im Haus Troistorff im goldenen Buch der Stadt Monschau. Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich/Monschau. An ein Fußballspiel im Jahr 1972 zwischen der Imgenbroicher Dürr-Betriebsmannschaft und einer kommunalpolitischen Auswahl aus Monschau konnte sich Dr. Heinz Dürr, vor 40 Jahren Torhüter der Imgenbroicher Werkself, noch genau erinnern.

Nur das Endergebnis hatte sich nicht nachhaltig eingeprägt: Zur Erinnerung: Der damalige Imgenbroicher Ortsvorsteher Heinz Stollenwerk hatte wesentlichen Anteil am 3:1-Sieg der Kommunalpolitiker. „Da hatten wir bei der Kommune wohl noch etwas gutzumachen”, lieferte der bekannte deutsche Unternehmer jetzt eine schlüssige Begründung die für die Niederlage nach. Ansonsten nämlich spielte der 79-Jährige während seines bewegten Lebens wohl mehr auf der Seite der Gewinner.

Als Bahnchef populär

Heinz Dürr, als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG in den 90er Jahren populär geworden, war Arbeitgeberpräsident, Vorstandsvorsitzender der AEG-Telefunken AG sowie des größten deutschen Unternehmens, der Daimler Benz AG und ist heute Aufsichtsratsvorsitzender und Großaktionär der Stuttgarter Dürr AG mit weltweit 7000 Mitarbeitern.

Die von ihm auf den Weg gebrachte Gründung der Zweigniederlassung Imgenbroich mit heute 230 Mitarbeitern ist im unternehmerischen Lebenslauf des Schwaben aber ein besonderer Schritt gewesen. Dies wurde auch anlässlich des Firmenjubiläums deutlich, das die Stadt Monschau nutzte, um den Pionier des Imgenbroicher Gewerbegebietes zu einem Empfang ins Haus Troistorff einzuladen.

Gesprächsfreudig, gradlinig und unterhaltsam gab sich sich der Firmen-Senior. Obwohl weltweit als Unternehmer agierend, konnte sich Heinz Dürr noch genau an die Anfang der 70er Jahre geführten Grundstücksverhandlungen mit dem damaligen Bürgermeister Paul Johnen erinnern. Stadtdirektor in Monschau war seinerzeit Bernhard Lauscher.

Monschaus heutige Bürgermeisterin Margareta Ritter zeigte sich hocherfreut, den hohen Gast „zum längst überfälligen” Eintrag ins goldene Buch der Stadt begrüßen zu können. Gewissenhaft und detailliert hatte sie sich auf die Würdigung vorbereitet. Heinz Dürr sei der „Motor einer erfolgreichen gewerblichen Entwicklung in Imgenbroich” gewesen. Um die Ansiedlung des ersten Unternehmens auf der damals noch grünen Wiese zu sichern, sei der Bebauungsplan Imgenbroich aufgestellt worden. Heute biete das Gewerbegebiet 2000 Arbeitsplätze.

Die Anekdote, wie es zur Dürr-Ansiedlung ausgerechnet im fernen Imgenbroich kam, konnte Heinz Dürr noch um einige Details anreichern. Er habe auf Bitten eines Einkäufers der Daimler-Benz AG die damals angeschlagene Firma Winkhold in Walheim, einen Mitbewerber, übernommen. Einmal in der Region aktiv, entwickelte sich der Kontakt in die Nordeifel. Auch an die erste Grundstücksbesichtigung in Imgenbroich war Heinz Dürr noch auf höchste präsent: „Es war Mai und es lagen 30 Zentimeter Schnee.” Doch Paul Johnen habe ihm versichert, dass auch in der Eifel der Sommer nicht fern sei.

In ihrer Würdigung erinnerte Margareta Ritter auch an die Phase der Umstrukturierung als ein Teil des Unternehmens zu Dürr Ecoclean umgebaut wurde. Sowohl in dieser Phase als auch im Jahr 2001 als die Weltwirtschaft nach der Katastrophe des 11. September unter Schock stand, habe Heinz Dürr den Standort Monschau gesichert.

„Unerschrocken” sei Heinz Dürr seinen unternehmerischen Weg gegangen, „geprägt von Weltoffenheit und Heimatbezogenheit - ein große deutsche Persönlichkeit,” würdigte die Bürgermeisterin das Lebenswerk des Unternehmers.

Vertrauen in Eifeler Teamgeist

Auch heute noch hat Heinz Dürr die Zweigniederlassung Imgenbroich im Blick. Bei einer zuvor stattgefundenen Betriebsversammlung habe er auch einige ernste Worte an die Belegschaft gerichtet, damit die derzeitige kleine Schwächephase des Unternehmens rasch überwunden werde. Daran, dass dies mit Fleiß und Motivation gelingen werde, äußerte er keinen Zweifel: „Die Eifeler sind da wie die Schwaben.”
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