Auf Simmerather Pfarrwiese bleibt die Königswürde in der Familie

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Stolze Simmerather Schützen: Wolfgang Breuer (Fahnenträger), Bruno Wilden (Brudermeister), Christel Leisten (Königin 2015), Udo Kogel (neuer Schützenkaiser), Ute Gillessen (Volkskönigin) und Jörg Weppner (Schießmeister, v. l.). Foto: Erwin Finken

Simmerath. Der Simmerather Schützenverein „St. Johannes der Täufer“ hatte für den Fronleichnamstag Mitglieder und Bevölkerung zum Schützenfest auf der Pfarrwiese und im Schützenheim eingeladen.

Das Fest wurde eingeläutet mit einer Heiligen Messe für die Lebenden und Verstorbenen der Schützenbruderschaft. Zelebrant war Pastor Leo Kerbusch. Ihn nahmen die Schützenbrüder in der anschließenden Fronleichnamsprozession unter den sogenannten „Himmel“, worunter der Geistliche in der Monstranz den Leib Christi trug.

Nach dem Besuch von zwei festlich geschmückten Segensaltären im Dorf erhielten die Gläubigen in der Kirche den Schlusssegen. Unter dem Dirigat von Anke Bauer präsentierte die Hansa-Blasmusik auf freier Wiese ein bemerkenswertes Konzert.

Nach erholsamer Mittagspause startete um 15 Uhr das sogenannte „Volkskönigsschießen“ mit etwa 30 Teilnehmern. Geschossen wurde mit der Donnerbüchse auf einen von Wolfgang Breuer fachgerecht gebauten Holzvogel. Unter den rund 70 Zuschauern waren auch Gäste der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Roetgen, die sich ebenfalls an diesem Wettbewerb beteiligten, begleitet von der kürzlich gekürten Königin Ursula Ruth.

Bei zirka 80 Minuten Dauerbeschuss erwies sich der Vogel als sehr hartnäckig, bis Ute Gillessen mit dem 84. Preisschuss den Vogel von der Stange holte. Sie erhielt eine Urkunde als „Simmerather Volkskönigin“ und einen Ehrenpreis von 200 Euro.

Ehe gegen 16.30 Uhr der neue Vogel für die Schießprofis in seinem Kugelfang eingebaut wurde, gedachte die Festversammlung des in der letzten Woche verstorbenen Ehrenbrudermeisters Felix Matheis, der als Brudermeister die Schützenbruderschaft jahrzehntelang geführt hatte. Felix Matheis war 1961 und 1982 selbst Schützenkönig gewesen und erwarb bis zu seinem Tod mit 88 Jahren unzählige Verdienste für seine Bruderschaft.

Das Schießen auf den „Profivogel“ eröffneten Ortsvorsteher Stefan Haas und Ortskartellvorsitzender Erwin Finken mit Ehrenschüssen, gefolgt von der amtierenden Königin Christel Leisten. Nach alphabetischem Aufruf durch Brudermeister Bruno Wilden durften die Mitglieder sich warm schießen. Als Schießmeister glänzte wieder Jörg Weppner, assistiert von Andreas Mohren.

17.20 Uhr fällt der Vogel

Während des Schießens sorgte der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Simmerath für musikalische Unterhaltung unter der Leitung von Patrick Schmidt. Es kristallisierte sich heraus, dass eine Achtergruppe von Schützenschwestern und -brüdern sich vorgenommen hatte, die Königswürde anzustreben. Es waren Anne und Wolfgang Breuer, Torsten Cosler, Udo Kogel, Christel Leisten, Andreas Mohren, Bruno Wilden und Jürgen Zisowsky. Innerhalb von 40 Minuten waren 71 Schüsse im Kugelfang eingeschlagen. Dann griff Udo Kogel um 17.20 Uhr zur Waffe und ließ den hölzernen Vogel krachend zur Erde stürzen. Er wurde zum dritten Mal König, wodurch er zum „Schützenkaiser“ aufstieg.

Bisher hatte er sich in den Jahren 2012 und 2014 als Simmerather König qualifiziert. 2013 wurde er sogar Gemeinde-Schützenkönig. Somit wurde er direkter Thronfolger seiner Lebensgefährtin Christel Leisten. Alle Gäste gratulierten den neuen Majestäten. Diese feierten noch bis in die Abendstunden gemeinsam mit ihren Schießkollegen die errungenen Ehren.

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