Lammersdorf - Auf nach St. Florian: Eifeler Feuerwehrmann auf eigenem Pilgerpfad

Auf nach St. Florian: Eifeler Feuerwehrmann auf eigenem Pilgerpfad

Von: ani
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Feuerwehrmann Jochen Frank ist auf seinem „eigenen“ Pilgerwanderweg unterwegs. Er ist zu seiner vierten Etappe von Lammersdorf nach St. Florian in Oberösterreich aufgebrochen. Foto: A. Hoffmann

Lammersdorf. Irgendwann hat Jochen Frank seinen eigenen Pilgerwanderweg kreiert. Da er in der Lammersdorfer Feuerwehr aktiv ist, ergab sich das Ziel mit Blick auf den Schutzpatron der Wehrleute quasi zwangsläufig: St. Florian in Österreich.

Gut 1000 Kilometer sind es von Lammersdorf bis da. Im Jahr 2014 machte sich Frank erstmals dorthin auf. 135 Kilometer führten ihn auf Schusters Rappen bis nach Koblenz. Im vorigen Jahr setzte er seine Pilgertour von dort dann in zwölf Etappen bis Mellrichstadt bei Erfurth fort. In einigen Tagen geht es von dort mit einem strammen Programm aus weiter. Stolze 400 Kilometer hat er dann vor der Brust.

Hierzu erläuterte der wanderlustige Oberfeuerwehrmann Frank: „Für die Strecke habe ich 15 Etappen geplant. Von Mellrichsstadt aus geht es dieses Jahr bis nach Furth im Wald und 2017 von dort in zehn Etappen ins 270 Kilometer entfernte St. Florian.“ In der Marktgemeinde St. Florian, die rund 20 Kilometer von Linz an der Donau entfernt liegt, befindet sich neben einem Klosterstift und einem heilkräftigen Brunnen zudem ein Feuerwehrmuseum. Für Frank also genug Gründe, sich dorthin aufzumachen.

Keine Geschwindigkeitsrekorde

Der 41-jährige Lehrer für Mathematik und Physik, der nach eigenen Angaben als Spätentwickler erst mit 37 Jahren zur Feuerwehr in Lammersdorf kam, erläutert, dass er bei den Wanderungen die Zeit zur Ruhe und Selbstfindung nutze. Natürlich sei es auch schön, „die Natur in ihrer Vielfalt, den Wechsel der Landschaften und vor allem die kleinen Sehenswürdigkeiten mit ihren Geschichten am Wegesrand in sich aufzunehmen“.

Geschwindigkeitsrekorde will Frank auf den Etappen nicht aufstellen. Wo es sich einrichten lässt, wird Rast gemacht. Natürlich möglichst in der Nähe von Feuerwehrhäusern. Da komme man sogar manchmal mit Kollegen ins Gespräch. Bevorzugt werden von ihm unerschlossene und wenig begangene Wege. Am Nachmittag jedes Pilger- und Wandertages will er sein vorgebuchtes Quartier erreichen.

Im Gegensatz zu den Vorjahren hat er nun auch Begleitung bekommen. „Durch meine Touren in den beiden letzten Jahren sind meine Eltern neugierig geworden und begleiten mich nun mit dem Auto. Am Abend treffen wir uns dann im Hotel.“

Natürlich hofft Frank auch in diesem Jahr bei seiner Wanderung auf gutes Wetter. Hierbei hat ihm bisher St. Florian offensichtlich schützend beigestanden. „Seit Beginn meiner Pilgertour habe ich erst einen Regentag gehabt. Beim Abstieg vom Vogelsberg bin ich dabei aber richtig nass geworden“, erinnert sich Jochen Frank mit einem Grinsen.

Inzwischen hat Frank auch ein Blog angelegt (www.wasser-marsch.eu), wozu er erläutert: „Dort habe ich meinen bisher zurückgelegten Weg beschrieben. Wenn ich jetzt wieder unterwegs bin, werde ich den Blog – je nach Internet-Anbindung – täglich pflegen, so dass man dort meine Wanderung verfolgen kann“.

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