Auf die TV-Girls wartet eine ganz schwere Saison

Von: Kurt Kaiser
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Die Handball-Frauenmannschaft des TV Roetgen für die neue Saison (hinten von links): Trainerin Uli Heeren, Jenny Cremer, Sara Reinratz-Groba, Lisa Cosler, Jenny Radermacher, Anke Breidbach, Angelina Rusche, Trainer Bernd Marquardt. Vorne von links: Yvonne Baltzer, Britta Schütz Monika Flamme, Susanne Lauffs, Silke Römer, Freya Walberg und Sabine Wilden. Es fehlen: Jana Fischer, Sandra Kaulen, Teresa März, Julia Esser, Isabelle Leblanc und Melina Feilen. Foto: Kurt Kaiser

Roetgen. Letztendlich waren die Handballerinnen des TV Roetgen in der Endabrechnung zwölf Punkte von einem Abstiegsplatz in der Handball-Oberliga entfernt, jedoch blickte Trainer Toni Ackermann mit seinen Mädels im Saisonverlauf häufiger beängstigt in den Keller. Nach der Spielzeit verabschiedeten sich der Trainer und auch eine Menge Spielerinnen, so das die Frauenmannschaft des TV vor einem Generationswechsel steht.

„Ganze vier Feldspielerinnen aus der letzten Saison sind noch dabei”, weiß Trainerin Ulrike Heeren, dass die Mannschaft vor einem gewaltigen Umbruch steht. Sie wird mit Bernd Marquardt, der in der vergangenen Saison noch die Herrenmannschaft der Rot-Gelben trainierte, ein gleichberechtigtes Trainerteam bilden.

Das Trainerduo ist sich darüber im klaren, dass man mit dem Erreichen des Klassenerhalts schon eine hervorragende Saison gespielt hätte, denn die Spielerinnen, auf die man zukünftig verzichten muss, zählten in den vergangenen Jahren zu den Leistungsträgerinnen der Rot-Gelben.

Spielgestalterin Elke Peters zog sich in der vergangenen Saison Kreuzbandrisse in beiden Knien zu; ob sie überhaupt noch mal für die Roetgenerinnen spielen kann, ist äußerst fraglich. Auch ihre kongeniale Angriffspartnerin Anika Esser fällt wegen einer Babypause aus. Eine Babypause zwingt auch Jasmin Borsten in der kommenden Spielzeit zum Zuschauen. Janine Ackermann hat um eine Handballpause gebeten und wird vorläufig auch nicht zur Verfügung stehen.

Nach nur einem Jahr Aufenthalt in Roetgen wechselte Lena Freyaldenhoven wieder zu ihrem Heimatverein BTB Aachen zurück und will sich beim Aufsteiger in der neuen Saison in der Regionalliga beweisen. Torfrau Andrea Prick wechselt zur neuen Frauenfußballmannschaft von Alemannia Aachen in die Regionalliga und wird deshalb zukünftig nur noch Fußball spielen.

Das Gerüst der neuen Mannschaft bilden mit Yvonne Baltzer, Britta Schütz, Sabine Wilden und Torfrau Susanne Lauffs die vier übrig gebliebenen Spielerinnen der vergangenen Saison. Aus Mangel an Spielerinnen musste man die zweite Mannschaft abmelden.

Mit Silke Römer, Monika Flamme und Anke Breitbach werden aber drei Spielerinnen aus der Zweiten die Erste verstärken. Die derzeitige A-Juniorenmannschaft, die von Silke Römer trainiert wird, soll zu den Spielen im Wechsel immer drei bis vier Spielerinnen abstellen, um den Kader zu komplettieren. Das Durchschnittsalter der Mannschaft wird dann um die 21 Jahre liegen.

„Die Stimmung bei den Mädels ist extrem gut, es bleibt aber abzuwarten, wie die neuformierte Mannschaft sich auf dem Spielfeld präsentiert”, ist auch Uli Heeren auf die ersten Schritte in der Oberliga gespannt. In den bisherigen Freundschaftsspielen konnte man sich zwar sukzessive steigern, „aber von blindem Verständnis kann man noch nicht sprechen” weiß die Trainerin.

Als letzter Test vor dem ersten Meisterschaftsspiel stand am vergangenen Sonntag das Pokalspiel gegen den zukünftigen Klassenkonkurrenten VfL Langerwehe auf dem Programm. Der Aufsteiger aus der Verbandsliga gewann zwar 25:23, jedoch zeigte die neuformierte Roetgener Mannschaft eine gute Leistung. „Gegen eine körperlich überlegene Mannschaft haben wir uns sehr gut präsentiert”, war Trainer Bernd Marquardt erstaunt, wie gut die neuformierte Gruppe um Spielmacherin Yvonne Baltzer sich aus der Affäre zog.

Zum Saisonauftakt stellt sich in der Halle an der Hauptstraße am Samstag (Anwurf 17.45 Uhr) mit Fortuna Köln eine Mannschaft vor, die in der vergangenen Saison zwar nur zwei Plätze besser platziert war als die Roetgenerinnen, aber sieben Punkte mehr auf der Habenseite hatte. Während die Roetgenerinnen das Saisonziel Klassenerhalt ausgegeben haben, möchte die Mannschaft aus dem Kölner Süden schon etwas höher hinaus in der Tabelle.

Auch wenn man kaum Informationen über den Gegner hat, fordert Bernd Marquardt, dass die Mannschaft ganz ungezwungen in die erste Meisterschaftspartie gehen soll. „Wir müssen abwarten, was auf uns zukommt und dann gegebenenfalls reagieren”. Erfahrung genug hat das Roetgener Trainerteam ja, um kurzfristig die richtigen Entscheidungen zu treffen.
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