Nordeifel - Auf den Stegen im Brackvenn ist jetzt Platz für zwei Wanderer

Auf den Stegen im Brackvenn ist jetzt Platz für zwei Wanderer

Von: Raimund Palm
Letzte Aktualisierung:
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Die alten Stege sind morsch geworden, sie werden derzeit ersetzt. Auf den neuen und breiten Stegen im südlichen Brackvenn lässt sich gut und sichern wandern. Jetzt, da die Heide mit ihrer Blüte beginnt, ist wohl die schönste Zeit im Venn. Im Rahmen des Life-Projektes wird das Brackvenn renaturiert, künftig hat das Brackvenn wieder mehr Platz für Heide und Moore. Foto: R. Palm

Nordeifel. Neue Holzstege im südlichen Brackvenn: Der neue „Holzweg” ist schön breit, darauf lässt sich sicher und bequem wandern, er führt durch eine herrliche Landschaft, die derzeit aber zur „Baustelle” geworden ist - einmal wegen der Stege, zum anderen aber wegen des „Life-Projektes”, das ein Ziel hat: zurück zur ursprünglichen Natur.

Und dies sind im Brackvenn vor allem Heide und Moore. Gleich am „Eingang” zum südlichen Brackvenn, das auch „Im Platten Venn” heißt, lagern die „Bau-Materialien” - dicke Bretter aus Douglasien und Balken für die neuen Stege.

Auf einem kleinen Schild bittet das Forstamt Eupen 2 die „lieben Wanderer” um Nachsicht und Entschuldigung für „eventuelle Unannehmlichkeiten” durch die Bauarbeiten: Die alten Stege werden derzeit durch neue ersetzt. Die Arbeiter sind bereits gut vorangekommen: Wer sich ab dem Pingo „Hellenketel” (Eislinsen, Lithalsen) auf dem Rundweg links hält, wandert schon über die neuen und breiten Wege (darauf ist Platz für zwei Wanderer nebeneinander).

Derzeit werden die Stege entlang der N 67 ersetzt, das heißt: Die Arbeiten dazu werden vorbereitet, die alten Stege, morsch und baufällig geworden, sind zum Teil bereits abgebaut. Zwischen den neuen Stegen mehrfach Pfade, die naturbelassen sind - Wandern auf weichem Torfboden.

Das Projekt „Heiden und Moore” macht das südliche Brackvenn ebenfalls zu einer großen Baustelle: Gestrüpp (wie die Ohrenweide) wird abgeholzt, die krautartige Vegetation wird abgemäht, an einigen Stellen wird die obere Bodenschicht entfernt, um so das Keimen der Heidekrautgewächse (Glockenheide, Besenheide, Heidelbeeren) zu begünstigen. Kleine Dämme werden aufgeschichtet, alte Entwässerungsgräben werden geschlossen, um so das Pfeifengras zu überfluten damit sich die typische Vegetation, besonders Torfmoose, entwickeln kann.

Wie auf den Info-Tafeln zu lesen ist, soll das EU-geförderte Projekt im nächsten Jahr abgeschlossen werden. Die Heiden und Moore spielen im Venn eine wichtige Rolle: Erhalt der Artenvielfalt, Zufluchtsort für eine seltene Fauna und Flora, Regulierung des Wasserhaushaltes und die Schönheit der Landschaft. Diese Lebensräume sind allerdings seit dem 17. Jahrhundert schwer beschädigt worden: Abbau von Torf, Trockenlegung, Aufforstung mit Fichten, extreme Ausbreitung des Pfeifengrases - wie überall im Brackvenn zu sehen ist.

Das südliche Brackvenn: Jetzt beginnt dort die schönste Zeit für das Hohe Venn: Aus dem braunen Moorboden ist das erste Heidekraut aufgeblüht, die schöne Vennheide, deren Blüten groß und rosa-rot sind. Besonders große Heidefläche gibt es im Brackvenn. Und eine Wanderung dort ist in den Tagen der Heideblüte besonders erholsam, auch wenn die Sonne nicht immer scheint und das Heidekraut dann nicht so richtig „strahlen” kann.
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