Roetgen - Auf den FC Roetgen wartet eine schwere Saison

Auf den FC Roetgen wartet eine schwere Saison

Von: Kurt Kaiser
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Trainer Bernhard Schmitz, der sportliche Leiter Norbert Feder (beide rechts) und Betreuer Jürgen Märk links, wissen, dass in der aktuellen Bezirksligasaison eine Herkulesaufgabe auf den FC Roetgen wartet. Foto: Kurt Kaiser
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Trainer Bernhard Schmitz

Roetgen. Als Bernhard Schmitz im Frühjahr dem FC Roetgen seine Zusage als Trainer für die Spielzeit 2017/18 gab, sah es so aus, als ob alle Leistungsträger dem Bezirksligisten ihr Jawort geben würden. Gegen Ende der Wechselfrist änderte sich aber das Mannschaftsbild der Schwarz-Roten doch noch erheblich.

Spielmacher Christian Nöhlen, Abwehrspieler Nico Esser, Mittelfeldspieler Michael Grümmer und Angreifer Smith Ametowu nahmen lieber die Angebote des Mittelrheinligaabsteigers an und machen in der kommenden Spielzeit beim FC Inde Hahn eine kleine FC-Roetgen-Filiale auf. Kevin Mertens wechselte zum zukünftigen Ligakonkurrenten Columbia Donnerberg. „Richtig weh tut uns nur, dass Chris Nöhlen gegangen ist, die anderen Abgänge sind zu verkraften“, ist der sportliche Leiter Norbert Feder davon überzeugt, dass der aktuelle Kader die meisten Abgänge kompensieren kann.

Torjäger Stefan Mertens meldete sich zwar in den fußballerischen Vorruhestand ab und wollte in der kommenden Spielzeit nur noch in der Zweiten des FC kicken. Da es aktuell in der Offensive des FC aber noch nicht so rosig aussieht, gehört der Stürmer vorläufig noch zum Kader der Ersten. Der zweite Torwart Christopher Albrecht meldete sich mit unbekanntem Ziel ab. Mittelfeldspieler Sebastian Szlosarczyk steht aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.

Luca Schartmann, der nach Differenzen mit Trainer Daniel Formberg in der Rückrunde schon nicht mehr spielte, zog es zum B-Ligisten VfR Würselen. Trainer Daniel Formberg wechselte nach nur einer Saison bei den Schwarz-Roten zum Landesligisten Hertha Walheim als Co-Trainer. Größere Sorge bereitet dem neuen FC Trainer auch noch die Verletzung von Angreifer Alex Keller, der in der Rückrunde kein Spiel absolvierte, aber auch aktuell noch nicht einsatzfähig ist. Immerhin erzielte der Torjäger in der vergangenen Saison in 14 Spielen 19 Tore.

Unter der Rubrik Neuzugänge tauchen aber auch acht Namen auf, allerdings sind einige alte Bekannte dabei. Der 1. Vorsitzende des FC, Tom Moosmayer, schon die Fußballschuhe an den Nagel gehängt hat, erklärte sich bereit, im Notfall wieder die kurzen Hosen anzuziehen. Seine spielerischen Fähigkeiten und seine Routine könnten der jungen Mannschaft helfen. Nach einem halbjährigen Abstecher zur Zweiten von Hertha Walheim kehrte Mittelfeldspieler Chris Sauren wieder zu alter Wirkungsstätte zurück. Er brachte von der Zweiten der Walheimer noch zwei weitere Spieler mit. Tobias Kohl ist für den Abwehrbereich vorgesehen. Claudio Nadenau soll im Mittelfeld eingesetzt werden.

Aus der eigenen A-Jugend versuchen Mittelfeldspieler Henri Düppengießer und Stürmer Yasin Abdi sich in den Kader des Bezirksligisten zu etablieren, dass möchte auch Fatjon Fazlija, der bisher für die A-Junioren des SV Rott im Mittelfeld spielte. Tobias Kuca, der bisher in der Zweiten des VfL Vichttal im Tor stand, wird auch seine Einsatzzeiten im Tor der Roetgener bekommen, da Stammkeeper Mark Hilgers beruflich bedingt nicht immer zur Verfügung steht.

„Sicherlich wird das keine einfache Saison für uns, aber wir haben keine schlechte Mannschaft und einen sehr guten Trainer verpflichtet, der es versteht, mit den Jungs umzugehen und ihnen noch etwas beibringen kann“, setzt Norbert Feder auf die fachlichen Fähigkeiten von Trainer Bernhard Schmitz. Der weiß zwar, dass an der Hauptstraße eine Herkulesaufgabe auf ihn wartet, aber der Coach ist erfahren genug, mit schweren Aufgaben umzugehen, das bescheinigt ihm seine bisherige Vita als Trainer. Er schaffte mit Viktoria Arnoldsweiler den Durchmarsch von der Bezirksliga bis in die Mittelrheinliga. Mit Germania Eicherscheid stieg er in die Landesliga auf und trainierte die A-Junioren von Alemannia Aachen, zu den rosigeren Zeiten am Aachener Tivoli.

Seit dem 14. Juli bereitet der Trainer das junge, neu formierte FC Team auf die Saison vor. Höhepunkt der Vorbereitungszeit war ein dreitägiges Trainingslager an heimischer Hauptstraße, an dem sechs Trainingseinheiten auf dem Programm standen. Nach der 0:1-Niederlage im Testspiel gegen den Bezirksligisten Winden, stehen das Turnier beim SV Breinig und ein weiterer Test beim Landesligisten Alemannia Straß auf dem Vorbereitungsplan.

Den letzten Test vor Meisterschaftsbeginn bestreiten die Schwarz-Roten in der ersten Kreispokalrunde beim VfR Würselen. Bernhard Schmitz weiß, dass an der Hauptstraße eine interessante und spannende Aufgabe auf ihn wartet. „Nach den Abgängen einiger Stammkräfte mit jungen Spielern eine neue Mannschaft aufzubauen, ist für mich eine große Herausforderung“, so der Coach, der sich nicht festlegen will, wenn es um ein tabellarisches Saisonziel geht. „Wir wollen guten Fußball spielen, und dann müssen wir einmal schauen, was geht.“

Mit den „Heinsberger Wochen“ starten die Roetgener in die Saison. Ab dem fünften Spieltag geht es dann hintereinander gegen die meistgenannten Meisterschaftsaspiranten, FV Haaren, Arminia Eilendorf, FSV Columbia Donnerberg, Germania Eicherscheid und Rasensport Brand.

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