Nordeifel - Auf 400 Kinder wartet jetzt die Schulbank

Auf 400 Kinder wartet jetzt die Schulbank

Von: hes/P. St.
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Rechtzeitig zum Schulstart: Die vier neuen Wartehallen aus Glas am zentralen Busbahnhof sind fertig. 35 000 Euro lässt sich die Gemeinde Simmerath den Abbau der vier alten und die Neuerrichtung der vier offenen und von allen Seiten einsehbaren Glas-Wartehallen kosten. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Schon wieder sind die Sommerferien vorbei, und die in der Eifel stark verbreiteten Transparente der Verkehrswacht Monschau mit dem Hinweis auf den Schulbeginn lassen erkennen, dass ab Mittwoch wieder der Alltag beginnt.

Auf über 600 Schüler in der Eifel wartet ab Mittwoch eine neue Schulbank. Viele davon wechseln zu weiterführenden Schulen, fast 400 Schüler in Monschau, Roetgen, Simmerath, Schmidt und Vossenack werden eingeschult.

Der viel diskutierte demografische Wandel ist an den Schulen in der Nordeifel dabei noch nicht in voller Auswirkung angekommen. Dies wurde auch durch die Anmeldezahlen für die Grundschulen und weiterführenden Schulen in Monschau, Roetgen, Simmerath, Hürtgenwald und Nideggen-Schmidt belegt. Lediglich der Bereich der weiterführenden Schulen weist insgesamt einen leichten Rückgang der Schülerzahlen auf.

Rechtzeitig zum Schulstart und pünktlich zur Wiederaufnahme der Schülertransporte wurden auch die vier neuen Wartehallen aus Glas am zentralen Busbahnhof fertig. 35000 Euro lässt sich die Gemeinde Simmerath den Abbau der vier alten und die Neuerrichtung der vier offenen und von allen Seiten einsehbaren Glas-Wartehallen kosten. Der Strukturausschuss hatte im Februar diese Maßnahme einstimmig beschlossen.

Transparenz schaffen

Mit der Neugestaltung soll auch insgesamt eine Entspannung im Bereich des Bushofes erfolgen. Die geschlossenen Holz-Wartehallen waren nur bedingt einsehbar, und in den lichtarmen Ecken sammelte sich ständig Unrat. Mit der Neugestaltung hofft die Gemeinde ebenfalls inständig, dass man sich kein neues Problem schafft, da die gläsernen Wartehallen zwar einerseits Transparenz schaffen, aber auch Vandalismus auslösen können. Der nun gefundenen Lösung ging eine intensive Diskussion unter Beteiligung von Polizei und Jugendamt voraus. Im Rahmen eines Förderprogramms war der Bushof vor 20 Jahren zentral auf den damaligen Marktplatz in Simmerath verlegt worden.

Die Grundschulen vermeldeten vor den Sommerferien durchweg stabile Anmeldezahlen, die sich im Bereich der Vorjahre oder sogar darüber bewegen.

Großer Zulauf in Simmerath

Besonders positiv ist die Entwicklung in der Gemeinde Simmerath, wo sich die Zahlen zwar innerhalb der Grundschullandschaft mit ihren vier Einrichtungen gravierend verschoben haben, insgesamt aber auch zwölf Anmeldungen mehr vorliegen als noch zum Schuljahr 2013/14.

Rund 130 Erstklässler an den vier Einrichtungen der Gemeinde werden in dieser Woche eingeschult; im vergangenen Sommer waren es 118. Den größten Zulauf verzeichnet dabei die Grundschule Simmerath, wo im Schuljahr 2014/15 stolze 51 Mädchen und Jungen zwei Eingangsklassen bilden werden. Für das laufende Schuljahr hatte man hier zwei kleine erste Klassen mit insgesamt nur 33 Kindern gebildet. Dieser Entwicklung trägt auch der geplante Bau des so genannten Forums Rechnung. Die beiden Gebäudekomplexe, bisher durch einen in die Jahre gekommenen Toilettentrakt verbunden, sollen durch eine großzügige Aula ersetzt werden. Mit den Bauarbeiten soll im September begonnen werden.

Die umgekehrte Entwicklung bei den Schülerzahlen ist für die Schwalbenschule in Kesternich zu beobachten. Gab es im Vorjahr noch 22 Anmeldungen für eine Eingangsklasse, so werden es diesmal nur 15 I-Dötze sein, womit man sich zwar an der unteren Grenze der zugelassenen Klassenstärke befindet. Die kleinste der vier Grundschulen ist aber nicht akut bedroht, heißt es.

Bei den anderen beiden Simmerather Grundschulen gab es leichte Verschiebungen nach unten (Lammersdorf) oder oben (Steckenborn), sodass wie im Vorjahr insgesamt sechs erste Klassen im August starten werden.

Ein ähnliches Bild ergibt sich in der Stadt Monschau. Die größte Grundschule, die GGS Imgenbroich-Konzen, hielt das Vorjahresniveau an Anmeldungen und bildet aufgrund des jahrgangsübergreifenden Unterrichts mit dem zweiten Schuljahr drei Eingangsklassen. Dies gilt auch für die Katholische Grundschule Kalterherberg-Mützenich, deren Anmeldezahl zwar auf 30 Kinder zurückging, die aber gleichfalls drei Eingangsklassen mit jahrgangsübergreifendem Unterricht bilden wird. Die dritte Monschauer Grundschule, die Höfener Heckenlandschule, kann nach der schwachen Anmeldung im Vorjahr (16) zum neuen Schuljahr wieder eine erste Klasse in guter Stärke (22) starten.

Wieder geklettert ist auch die Anmeldezahl an der Grundschule Roetgen. 73 Anmeldungen bedeuten eine Steigerung um neun Grundschüler. Erste Klassen mit gut 20 Kindern bilden auch die Grundschulen in den Nachbargemeinden Nideggen (Schmidt) und Hürtgenwald (Vossenack).

Bei den Anmeldungen für die weiterführenden Schulen bewegt sich ebenfalls alles auf dem Vorjahresniveau – zumindest in Monschau und Simmerath: 305 Anmeldungen gingen für das Schuljahr 2014/15, ein, fast genau soviel wie letztes Jahr um diese Zeit. Das St.-Michael-Gymnasium kletterte mit 103 Anmeldungen wieder in den dreistelligen Bereich und bildet vier fünfte Schulklassen.

180 Sekundarschüler

Die Sekundarschule Nordeifel meldete einen leichten Rückgang (von 133 auf 126), wobei dieser vor allem auf schwächere Anmeldungen für den Standort Kleinhau, also aus dem Dürener Raum, zurückzuführen ist. Dennoch werden wieder fünf recht große Fünferklassen der neuen Schulform gebildet (drei am Standort Simmerath, zwei in Kleinhau), die ins zweite Jahr ihres Bestehens geht. Mit der zweiten „Generation“ steigt die Schülerzahl des Sekundarschul-Standortes Simmerath auf rund 180 Mädchen und Jungen. Auch das Lehrerkollegium an der neuen Schule wurde entsprechend aufgestockt und nahm vergangene Woche mit einer Konferenz die Arbeit auf.

Die zweite Mittelschule der Region, die Bischöfliche Mädchenrealschule St. Ursula in Monschau, bewegt sich mit 76 Neuanmeldungen auf dem Vorjahresniveau (78). Allerdings verlagert sich die Herkunft der Schülerinnenschaft mehr und mehr in Richtung Norden, also in den Bereich Roetgen, Aachen-Süd und Stolberg.

Am Privaten Franziskus-Gymnasium in Vossenack, wo aufgrund der Raumkapazitäten nicht in jedem Schuljahr drei Eingangsklassen gebildet werden können, besuchen ab Mittwoch zwei große Eingangsklassen mit je 34 Schülerinnen und Schülern die private Einrichtung.

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