Auch Schumi lässt den Rubel rollen

Von: Robert Flader
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Pulsierendes Leben: Im August finden allein zur Klassik, dem Monschau Marathon und dem Formel 1-Rennen in Spa alljährlich einige tausend Gäste den Weg in die Rurstadt. Foto: Peter Stollenwerk

Nordeifel/Monschau. Wenn auf der Monschauer Burg Abbas Klassiker „Waterloo” angestimmt wird und im nicht weit entfernten Spa-Franchorchamps zeitgleich die Motoren der Formel 1-Renner aufheulen, dann ist eins sicher: Der Rubel rollt, auch in der Nordeifel, auch in Monschau.

Die alljährlichen Monschauer Festspiele und der Große Preis von Belgien lassen beim Rurstädter Gastronomie- und Hotelgewerbe kräftig die Kassen klingeln.

Dabei ist die Monschau Klassik, die am Wochenende einen stürmischen Abschied feierte, natürlich das Steckenpferd unter den regionalen Großveranstaltungen. „Mit der Klassik haben wir eine neue Besucherschicht gewonnen”, sagt Bianca Lanio, Geschäftsführerin der Monschau Touristik. „Leute, die länger in Monschau verweilen und deren Kaufkraft hoch ist.”

In diesem Jahr zählte die Klassik rund 10.500 Besucher, denen die 180 Künstler und Techniker insgesamt zehn verschiedene Opern, Musicals und Filmnächte präsentierten. „Und diese Gäste wollen natürlich auch irgendwo unterkommen”, sagt Lanio. Hotels und Pensionen seien deswegen Monate im Voraus „zu”.

Während der Klassik, die bei ihrer 2010er Auflage an ihrem letzten Wochenende (wieder) mit dem Großen Preis von Belgien zusammenfiel, seien die Monschauer Hotels „weitestgehend” ausgebucht. Wobei Michael Schumacher und seine flotten Kollegen ihren eigenen Einfluss auf die Monschauer Region hätten. „Dann wird es kritisch”, sagt Bianca Lanio über die vielen auswärtigen Gäste in der Stadt, die jedes Jahr zum Vollgas-Spektakel pendeln. Fans, Sponsoren, Organisatoren.

Der Gegenbeweis, das beste Beispiel: „Wenn das Rennen, wie in den vergangenen Jahren ein, zwei Mal nicht stattfindet, merkt man das ganz klar”, sagt Lanio. Der Vertrag des belgischen Veranstalters mit Formel 1-Boss Bernie Ecclestone läuft noch bis 2012. Was dann passiert, ist offen.
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