Auch in der Eifel nimmt die Bevölkerungszahl ab

Von: rpa
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Neubaugebiete (wie hier Steinrötsch in Imgenbroich) sorgen für einen regelmäßigen Zuzug an Neubürgern, können allerdings den Trend der demographischen Entwicklung nicht umkehren. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Die Stadt Monschau muss einen deutlichen Verlust hinnehmen: Innerhalb eines Jahres hat die Stadt 116 Bürger verloren, das heißt, sie sind verstorben, weggezogen, vielleicht auch ausgewandert. Durch den Zuzug neuer Bürger und durch die Geburten konnte der Verlust nicht ausgeglichen werden.

Das Statistische Landesamt NRW notierte am 30. Juni 2008 für die Stadt Monschau genau 12.722 Einwohner, ein Jahr später, am 30. Juni 2009 lebten in der Stadt laut Landesamt dann noch 12.606 Menschen, also 116 Einwohner weniger.

Das Landesamt für Statistik hat nun die neuen Daten veröffentlicht, diese Zahlen gelten als „amtliche Bevölkerungszahlen”, die wichtig sind für die so genannten Schlüsselzuweisungen. Für die Zuweisungen des Landes im Rahmen des Finanzausgleichs bzw. des Gemeindefinanzierungsgesetzes ist die Zahl der Einwohner eine wichtige Messzahl.

Wie überall im Lande, so gehen auch in der Eifel die Bevölkerungszahlen zurück. Verluste bei der Einwohnerzahl müssen auch die beiden Nachbar-Kommunen hinnehmen: Roetgen meldet 29 Einwohner weniger und Simmerath einen Rückgang um 13. Zum Stichtag 30. Juni 2009 zählte die Gemeinde Roetgen 8229 Einwohner und die Gemeinde Simmerath 15.600. Damit hatte die Region Nordeifel mit Monschau, Simmerath und Roetgen zusammen 36.435 Einwohner.

Ein paar Daten zum Vergleich: Auch die Stadt Aachen hatte Ende Juni 2009 weniger Einwohner als ein Jahr zuvor, nämlich 406. Für Aachen notierte das Landesamt genau 257.529 Einwohner und für den Kreis Aachen 308.532, das sind 1125 weniger als im Jahr zuvor. Ein Plus von 87 Einwohnern kann die Stadt Düren mit 92.833 Einwohnern verbuchen.

Die Eifelkommunen haben seit der Neugliederung 1972 kräftig zugelegt. Die Gemeinde Simmerath zum Beispiel zählte Ende 1972 genau 11.386 Einwohner. Damit hat die Gemeinde bis zum Stichtag 30. Juni 2009 insgesamt 4214 Bürger mehr.

Die Gemeinde Roetgen wird im Jahr 2015 rund 8900 Einwohner haben. Das ist die Prognose im neuen Flächennutzungsplan nach einer Vorausberechnung des Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung. Auch wenn die Gemeinde von Juni 2008 bis Juni 2009 insgesamt 29 Einwohner verloren hat, so ist die Gemeinde doch auf dem Weg, die Prognose zu erreichen. Als 1971 der erste Flächennutzungsplan aufgestellt wurde, zählte die Gemeinde 5091 Einwohner. Heute hat die Gemeinde über 3100 Einwohner mehr.

Die Stadt Monschau wird das wegen der Schlüsselzuweisungen angestrebte Ziel von 15.000 Einwohnern wohl in den nächsten Jahren nicht erreichen - trotz der noch reichlich vorhandener Baugebiete. Vor allem die Nachfrage nach Baugrundstücken auf der Haag ist recht bescheiden. Hier ist Platz für etwa 100 neue Häuser.

Recht erfolgreich war die Stadt aber mit den Neubaugebieten Krähwinkel in Konzen und Steinrötsch in Imgenbroich: Von 1996 bis Ende 2005 ist die Einwohnerzahl in Imgenbroich um 231 gestiegen, Konzen verbuchte in dieser Zeit ein Plus von 198 Einwohnern.

Nach den Angaben des Landesamtes für Statistik hatte die Stadt Monschau am 30. Juni 2009 amtlich 12.606 Einwohner, nach Angaben der Stadt (auf ihrer Homepage) zählte die Stadt am 30. April 2009 genau 13.276 Einwohner, also 670 Einwohner mehr.
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