Schmidt/Nordeifel - Auch Helfer aus der Eifel sind in Pakistan im Einsatz

Auch Helfer aus der Eifel sind in Pakistan im Einsatz

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
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Monschau im Rücken, Pakistan vor Augen: Am Dienstag startet Mario Lennartz mit fünf Kollegen einen mindestens einmonatigen Hilfseinsatz im Hochwassergebiet des südasiatischen Landes. Am Wochenende war er noch bei der Monschau Klassik im Einsatz. Foto: Heiner Schepp

Schmidt/Nordeifel. Als am Montag die neue Woche langsam zum Leben erwachte, war es zumindest für Mario Lennartz kein Start wie für Otto Normalbürger. Gut, auf dem Weg zur Arbeit war auch er, doch anstatt im Auto fand sich der Schmidter im Flugzeug Richtung Pakistan wieder. Das Ziel: Islamabad, die Hauptstadt des durch eine Flutkatastrophe schwer gezeichneten Landes.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hilft bei dem schwierigen Unterfangen, die Not so gut es geht einzudämmen und Seuchenausbreitungen zu vermeiden. Und Ehrenamtler Mario Lennartz ist im wahrsten Sinne mit am Start. Der 43-Jährige gehört zu einem sechsköpfigen Helferteam, das mit einer sogenannten TWS 15, einer Anlage zur Trinkwasseraufbereitung, am Dienstag in Islamabad eintrifft. „Wo es dann genau hingeht, das wissen wir noch nicht.”

Zunächst gelte es, zu erfahren, wo der größte Bedarf an Hilfsleistungen besteht. 15.000 Menschen sollen mit der TWS versorgt werden. Für den 43-Jährigen, der eigentlich als freiberuflicher Ingenieur in der IT-Branche tätig ist, ist es bereits der zweite große Auslandseinsatz in diesem Jahr. Im haitianischen Erdbebengebiet half er vor einigen Monaten mit, ein Krankenhaus aufzubauen.

„Auch wenn dieser Einsatz, die Art der Hilfe und die Voraussetzungen völlig anders sind, hilft die Erfahrung aus einem Katastrophengebiet ungemein”, sagt Lennartz. „Auf dem Weg nach Haiti wusste ich noch gar nicht, was mich erwartet.”

Sicher ist nur: Sämtliche Flüsse rund um den Indus sind bei der Flutkatastrophe durch Dauerregen über die Ufer getreten und überschwemmen einen Großteil des fast 173 Millionen Einwohner zählenden Landes. Sauberes Trinkwasser wird mittlerweile knapp, „es sind bereits Menschen an verseuchtem Trinkwasser gestorben”, erzählt Lennartz.

Am Wochenende noch, war Lennartz ebenfalls im Einsatz. Allerdings hätte der Unterschied kaum größer sein können: Bei der Monschau Klassik diente er noch als Rettungssanitäter. Am Dienstag beginnt für ihn der technische Hilfsdienst im Katastrophengebiet.
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