Auch Eiseskälte lässt die wahren Camper nicht erzittern

Von: Jasmin Cool
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Willi Rolshoven und Ernst Momm (rechts) vor ihrem kleinen Stück Heimat in der Eifel. Das kalte Wetter hält sie nicht vom Campen Foto: J. Cool

Imgenbroich. Draußen ist es eisig kalt, der Campingplatz an der Imgenbroicher Grünentalstraße ist menschenleer – fast menschenleer, denn die Dauercamper Rita und Ernst Momm lassen sich nicht abschrecken. Auch eine Erkältung kann sie nicht dazu bringen, wieder zurück in ihre Heimat nach Duisburg zu fahren.

„Die Luft ist hier am besten, selbst wenn man krank ist, hier wird man am schnellsten wieder gesund“, erzählt die 64-Jährige. Ein weiterer Grund, weshalb die beiden Camper gerne in die Eifel kommen, ist die relativ kurze Entfernung. Aus der Stadt heraus ist man hier schon in knapp eineinhalb Stunden, „wenn also wirklich mal etwas Schlimmes passieren würde, wären wir doch schnell wieder zu Hause“, erklärt Rita Momm.

Die Duisburger Freunde des Ehepaars sehen den Begriff „zu Hause“ allerdings etwas anders: „Sie sagen, wenn wir nach Duisburg zurück kommen, würden wir eigentlich in Urlaub fahren.“ Schließlich besuchen die Beiden mittlerweile seit 35 Jahren den Campingplatz „Zum Jone Bur“ in Imgenbroich, ein halbes Jahr verbringen sie immer in Imgenbroich. Ihre Kinder und Enkelkinder sind hier praktisch aufgewachsen, auch wenn der 13-jährige Enkelsohn mittlerweile nicht mehr mitkommen will.

Außerdem gefallen den Beiden die vielen Freizeitmöglichkeiten in der Eifel. Das Venn lädt zum Wandern und Fahrradfahren ein, und wenn Rita Momm nicht zurzeit krank wäre, hätte sie das kalte Märzwetter noch zum Skilanglaufen genutzt. Trotz der ruhigen Lage, bekomme man hier alles, was man fürs Leben brauche. Zuhause in Duisburg gehen die beiden Rentner inzwischen gar nicht mehr in die Stadt einkaufen.

Die Hobbygärtnerin kümmert sich gerne um ihren Garten: „In Duisburg habe ich leider keinen“, erzählt sie. Doch auch beim Campingurlaub kommt man um den Haushalt nicht herum.

Ihr Mann beschäftigt sich da lieber mit seinem Hobby, einer eigenen Wetterstation auf dem Campingplatz. Im Garten der Beiden steht ein Wettermast, der die Erde umkreisende Wettersatelliten anfunkt. Ein Computer im Campingwagen nimmt diese Informationen auf, und Ernst Momm kann so die Wolkenbewegungen sehen und das Wetter vorhersagen. In ihrem Haus in Duisburg ist das nicht möglich, da der Balkon und das Dach nicht ideal für den Wettermast sind.

Doch der 68-jährige hält auch regen Kontakt mit seinen Camperfreunden. Willi Rolshoven hilft er gerade beim Renovieren seines Wohnwagens.

Auch mit dem ehemaligen Campingplatzbesitzer Herbert Indenhuck verbindet sie eine Freundschaft. Dieser schätzt die Dauercamper: „Bei so einem Wetter erkennt man, wer die richtigen Camper sind, die bleiben nämlich auch dann hier.“

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