Auch die Besucher dürfen bei den Westernliebhabern mittanzen

Von: pp/AgenturProfiPress
Letzte Aktualisierung:
11172157.jpg
Die Silverado Dancer haben Spaß am gemeinsamen Tanzen zur Country-Musik: Am Samstag, 7. November, präsentieren sie ihre Choreographie in Kommern. Foto: pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Kommern. Männer in silbern bestickten Hemden, mit Cowboyhut auf dem Kopf und einer schwarzen Schleife um den Hals führen ihre Frauen in langen, ausladenden Kleidern über die Tanzfläche. In Linien tanzen die Paare vor- und nebeneinander alle dieselben Schritte.

So soll es beim Country-Fest der „Silverado-Dancer“ zugehen am Samstag, 7. November, um 20 Uhr auf der Sommerrodelbahn in Kommern.

Der sogenannte „Linedance“ ist eine Tanzform, die ursprünglich aus den USA stammt, mittlerweile aber immer mehr Anhänger in anderen Ländern gefunden hat. Neben Grundschritten wie dem Chasse oder dem Shuffle umfasst der Linedance mittlerweile Elemente aus fast allen europäischen Tänzen. Schrittfolgen werden zum Beispiel aus dem Cha-Cha-Cha, dem Mambo oder dem Walzer übernommen und in die Choreographien mit eingebaut.

Vor vierzehn Jahren traf Richard Baumgarten in einer Gaststätte per Zufall auf eine Linedance-Gruppe – seitdem ist er vom „Linedance-Virus“ infiziert. Als er im April 2008 zusammen mit anderen eine eigene Interessengemeinschaft gründete, brauchte es noch einen passenden Namen. Über ihre silberfarbenen Hemden kamen sie schnell auf „silver“ und dann auf „Silverado Dancer“.

Von anfangs fünf Paaren sind sie mittlerweile auf neun Paare angewachsen. Es ist eine kleine Gruppe von Leuten, die Western- und Countrymusik lieben und diese Leidenschaft auch gerne an andere Menschen weitergeben möchten. Wer bei der Gruppe mitmachen möchte braucht keine speziellen Voraussetzungen. „Man sollte nur nicht zwei linke Füße haben“, sagt Richard Baumgarten lachend.

Die „Silverado Dancer“ treffen sich einmal wöchentlich, um gemeinsam Spaß zu haben und vor allem zu tanzen. Zudem kommen sie regelmäßig auf den Linedance-Partys im Wild Horses Saloon in Ahrweiler zusammen. Die Auswahl der Musik ist dabei keineswegs eingeschränkt. Tanzbar ist, was gefällt. Getanzt wird zum Beispiel klassisch auf Oldcountry- und Country-Rock-Musik aber auch auf moderne Popsongs.

Richard Baumgarten ist besonders begeistert von der offenen Formation, bei der jeder mittanzen kann. „Es ist einfach schön, wenn 100 Leute auf der Tanzfläche stehen und das Gleiche tanzen“, schwärmt er. Jedes Jahr entwirft die Gruppe eine neue Choreographie mit passender Musik. Der Tanz, oder wie sie sagen „die Demo“, ist eine fünfzehnminütige Choreographie, in der immer wieder zwischen klassischem Linedance und Paartanz gewechselt wird. Nacheinander werden bis zu zehn Tänze einstudiert, die nachher perfektioniert werden. „Wir beginnen mit dem Training meistens schon Anfang des Jahres. Es dauert mindestens ein halbes Jahr, bis wir die Choreographie fertig haben und an die Feinheiten gehen können“, sagt Baumgarten. Auf die Frage, ob bei einem Auftritt schon mal etwas schief gegangen sei, lacht er: „Man lässt sich nichts anmerken und macht einfach weiter. Fehler passieren und wir sind ja schließlich keine Profis.“

Wer sich die diesjährige Choreographie ansehen möchte, kann am Samstag, 7. November, die Sommerrodelbahn in Kommern besuchen. Dort startet um 20 Uhr das Country-Fest. Für Tanzmusik sorgt die niederländische „Terry White Band“, die auch Linedance-Musik zum Mittanzen spielen möchte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert